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Kapitalanlage

Diamantenmarkt: Angebots-Überhang

Der Preisdruck am Diamantmarkt bleibt, die Geschäftsbelebung lässt auf sich warten.
Am Diamantmarkt verschieben die Händler ihre Hoffnungen auf eine Geschäftsbelebung von Quartal zu Quartal. Nun hoffen sie, dass nach der Sommerpause eine Belebung des Geschäfts zu spüren sein wird. Die Stimmung ist aber noch sehr verhalten, da die wichtige Nachfrage aus Asien weiterhin schwach ist. Die Umsatzzahlen namhafter Juweliere in den USA fielen im vergangenen Quartal deutlich ab. Der Preisdruck wird aber gerade an der Quelle der Lieferkette ausgelöst. De Beers drückt momentan ziemlich viel Rohware in den Markt. Die Preise der jüngsten Sicht (Verkaufsveranstaltung) lagen dabei um 19% höher als bei der vorigen. Die für die Sichten akkreditierten Rohwarenhändler und Schleifer haben jedoch eine Abnahmepflicht. Da viele von ihnen noch unter mangelnder Liquidität leiden, verkaufen sie ihre Rohsteine gleich an freie Schleifer weiter. Dies führt zu einer Erhöhung des Angebots an geschliffenen Diamanten bei fallenden Preisen. Bleibt die Nachfrage so schwach, ist mit weiter sinkenden Preisen zu rechnen. Auch bei synthetischen Diamanten übernimmt De Beers die Führung. Eines der bedeutenden Forschungslabore auf dem Gebiet für synthetische Diamanten führt De Beers. Die Forscher dort sind inzwischen in der Lage, fast lupenreine Diamanten in reinen Farben und in kommerziellen Größen herzustellen. Diese Steine dienen allerdings nur der Forschung und werden nicht verkauft.  Nebenbei entwickelt das Labor Testgeräte, um synthetische Diamanten zu erkennen. In jüngster Zeit wurde ein Gerät auf den Markt gebracht, das Partien an Kleinbrillanten scannt und auf künstliche Steine hin untersucht. Dieses und andere Untersuchungsgeräte werden vorrangig in Diamantenlaboren eingesetzt. Die Kosten sind für Juweliere noch zu hoch. Es ist aber gut möglich, dass die Testgeräte in den kommenden Jahren handlicher sowie preiswerter werden und dann auch von Juwelieren eingesetzt werden können.

Fazit: Der Preisdruck auf dem Diamantmarkt bleibt bestehen. Angebot und Nachfrage sind noch lange nicht im Gleichgewicht. Die Preise werden nur steigen, wenn die Nachfrage spürbar anzieht.

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Unsere aktuelle Diamantpreistabelle:

Durchschnittliche Verkaufspreise Brillanten an Endverbraucher (Euro per Karat)
IFVVS 1VVS 2VS 1VS 2  SI 1   SI 2   P 1
0.25 ct
E3.2202.8002.4902.2402.0501.8001.4901.200
F3.0302.6302.3402.1001.9101.6801.4001.120
G2.9302.5602.2702.0501.8601.6401.3601.090
H2.6502.3102.0501.8501.6701.4801.220980
I2.3702.0601.8401.6601.5001.3201.100870
0.33 ct
E3.7803.2902.9302.6402.4002.1201.7601.410
F3.4102.9602.6402.3702.1601.9001.5801.260
G3.3102.8802.5602.3102.1001.8501.5301.220
H3.1202.7102.4102.1801.9801.7401.4501.160
I2.7502.3802.1201.9101.7401.5301.2701.020
0.50 ct
D9.6507.6606.7405.9605.3604.5003.6002.780
E7.5206.3905.6905.2004.7404.1103.3402.580
F6.3205.6305.0104.5904.1703.6302.9702.300
G5.8905.0104.5504.2103.8203.3202.7802.190
H5.2904.7204.2803.9603.6403.1602.6202.060
I4.5204.0003.6403.4403.1902.8002.3901.920
0.75 ct
D11.3609.1308.0307.1206.4105.3804.1103.320
E9.0507.8707.0106.4205.8405.0803.7303.150
F7.9407.2606.4605.9205.3904.6803.3502.930
G7.3406.3905.8005.3604.8804.2303.0902.750
H6.8306.2405.6705.2504.8304.1902.9102.700
I5.5505.0204.5604.3103.9903.5002.6802.370
fettPreise höher als im VormonatkursivPreise niedriger als im Vormonat

 Legende

FARBEREINHEIT
 D =  River (hochfeines Weiß +) IF = lupenrein
 E =  River (hochfeines Weiß) VVS = sehr, sehr kleine innere Merkmale
 F = Top Wesselton (feines Weiß +) VS = sehr kleine innere Merkmale
 G = Top Wesselton (feines Weiß) SI = kleine innere Merkmale
 H = Wesselton (Weiß) P 1 = deutliche Einschlüsse
 I/J = Top Crystal/Crystal (leicht getöntes Weiß) P 2 = grosse Einschlüss
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