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Diamanten

Preise unter Druck

Das Internet beeinflusst auch den Handel mit Diamanten.
Die Preise für geschliffene Diamanten (0,20 ct bis 1,50 ct) stehen im Dollarraum unter Druck. Schwache Nachfrage und ein Überangebot veranlassen Diamantenschleifer, ihre Ware zu „Sonderpreisen“ auf dem Markt anzubieten. Diese Preisreduzierung ist am Endkundenmarkt schon sichtbar. Dennoch ist Vorsicht vor vermeintlichen Schnäppchen geboten. Das Internet ist heute die Informationsquelle für Diamantenpreise. Viele Händler bieten geschliffene Diamanten lose oder im Schmuck verarbeitet zu angeblich deutlich günstigeren Preisen als der Einzelhandel an. Ein schneller Vergleich mit Juwelieren, die ebenfalls im Internet Diamanten anbieten, entlarvt die veröffentlichten Einzelhandelspreise aber oft als Lock-Angebote. Dennoch verschiebt sich der Handel weiter ins Internet. Amazon entwickelt sich dabei inzwischen zu einem bedeutenden Anbieter von Diamantschmuck. In den USA hat sich der Internethändler schon an die Spitze geschoben. Auch in Deutschland sind anspruchsvolle Schmuckstücke bis in fünfstellige Preishöhen zu finden. Wir gehen davon aus, dass der Anbieter auch in diesem Markt weiter wachsen wird. Vor allem das hohe Vertrauen aufgrund des sicheren Abrechnungssystems von Amazon dürfte dabei helfen. Gut möglich, dass schon bald auch lose Steine zum Kauf angeboten werden.

Fazit: Die Preistransparenz wird durch das Internet immer größer. Fasst Amazon auch bei Diamanten Fuß, dürften die Preise in größerer Breite fallen.

Hinweis: Das HRD-Labor ändert seine Bewertung der Schliffgüte, eines der Hautpbewertungskriterien für Diamanten. Die Schliffausführung wird nach Symmetrie, Proportionen und Politur bewertet. Die Klassifizierungen reichen von exzellent bis mittel. HRD bewertet ab sofort die Maßstäbe für das Schliffkriterium „Proportionen“ neu. Dadurch werden künftig auch Steine als exzellent eingestuft, die bislang die Note „sehr gut“ erhielten.

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