Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-0
0,00 €
397
Diamanten

Preissteigerungen und Rückkäufe

Der Diamantenmarkt sendet widersprüchliche Signale. Sie deuten auf Preisanstieg, aber auch auf hohe Rabatte.
Die Preise zertifizierter Diamanten sind zurzeit stabil. Im Euroraum hat sich der preisliche Abschwung sogar deutlich verlangsamt. Die günstigeren Notierungen resultieren aus den niedrigeren Großhandelspreisen, dem erstarkten Eurokurs im Vergleich zum Dollar und der Reduzierung der Handelsspannen bei den Juwelieren. So ist zu konstatieren, dass insbesondere die deutschen Einzelhändler ihre Margen denen des Internets nach unten angepasst haben. Für die kommenden Jahre wird von diversen Seiten ein deutlicher Anstieg der Diamantenpreise vorhergesagt. Höhere Großhandelspreise und in der nahen Zukunft knappere Fördermengen der Rohware bei steigender Nachfrage aus Fernost dürften die Auslöser der Preiserhöhungen sein. Im Marktdurchschnitt wird von jährlichen Preissteigerungen von 6% ausgegangen. In diesem Umfeld wird potenziellen Käufer nun wieder verstärkt empfohlen, auf geschliffene Diamanten als stabile Geldanlage zu setzen. Diese könne sogar die zu erwartende Wertentwicklung von Gold übertreffen. Zugleich sind viele Händler auf der Suche nach preiswerten Steinen. Die Nachfrage ist so groß, dass die Händler Konsumenten sogar anbieten, ihre Diamanten zu kaufen. Dabei versuchen sie mit diversen Mitteln, den Preis zu drücken. Der Abschlag, zu dem die meisten Händler bereit sind, Diamanten von Privatleuten zu kaufen, liegt im Durchschnitt bei ca. 45% auf den durchschnittlichen Verkaufspreis des Steins (inkl. Mehrwertsteuer). Außerdem versuchen die Händler, den Preis weiter zu drücken, indem sie die Qualität der üblichen Zertifikate der Edelsteine anzweifeln oder bemängeln. Die Argumentation: Ein Zertifikat sei eine Zeitpunktaufnahme und in den vergangenen Jahren wurden Änderungen der Graduierungsrichtlinien durchgesetzt. Das würde die Aussagen der Zertifikate auf dem heutigen Markt verzerren.

Fazit: Der Diamantmarkt ist momentan phänomenal widersprüchlich. Einerseits preisen die Händler nach größeren Preisrückgängen die langfristig guten Renditeaussichten der Edelsteine an. Auf der anderen Seite wollen sie ehemalige Käufer motivieren, ihre Steine mit hohen Rabatten zu verkaufen.

Hinweis: Wer momentan auf dem Markt aktiv sein will, sollte mit seinem Juwelier vielleicht als erstes über das Gegenteil dessen reden, was er vorhat – bei Kaufinteresse also über den Verkauf von Steinen (und umgekehrt). Dann wird der Juwelier wahrscheinlich sehr gute Argumente für das anschließende ernst gemeinte Gespräch liefern.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Vertex Pharmaceuticals Inc.

Erfolgreich in der Bekämpfung von Krankheiten

Vertex hat eine große Produktpalette für die Behandlung verschiedenster Krankheiten im Angebot. Seine dominante Marktstellung baut das US-Unternehmen nun durch Neuzulassungen aus.
  • Fuchs plus
  • Pentair plc

Pumpen-Spezialist aus den USA

Vor allem Industrieunternehmen sind angewiesen auf Pumpsysteme, Brandschutzlösungen und Wasserfilter. Pentair liefert dafür die technischen Lösungen. Konjunkturprogramme der US-Administration könnten das Geschäft nun zusätzlich beflügeln.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Top-Anbieter im social trading

Ayondo Markets

Ayondo bietet eine sehr gute Plattform für Trader, die anderen Händlern folgen wollen oder ihre Strategien selbst für Follower zugänglich machen wollen. Der Service ist sehr gut und das Haus fest in der Spitzengruppe des FUCHS-Broker-Ratings etabliert.
  • Fuchs plus
  • Starke Perspektiven

Ölpreis kurbelt Norwegens Wirtschaftswachstum an

Der steigende Ölpreis unterstützt die norwegische Wirtschaft. Copyright: Picture Alliance
Der langfristig steigende Ölpreis kurbelt die norwegische Wirtschaft an. Das stärkt nicht nur die Wirtschaft, sondern auch die Norwegische Krone.
  • Fuchs plus
  • Gefährlicher als offene Pressionen

Peking mit Strategiewechsel gegen Taiwan

Die chinesische Regierung versucht gezielt Fachkräfte aus Taiwan abzuwerben. Das hat Folgen für Taiwan und hilft langfristig der chinesischen "Ein-China-Doktrin".
Zum Seitenanfang