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Rohstoffausblick

Kaum Aufwärtspotenzial

Preissteigerungen auf den Rohstoffmärkten bleiben trotz weltweit anziehender Konjunktur begrenzt.
Preissteigerungen auf den Rohstoffmärkten bleiben trotz weltweit anziehender Konjunktur begrenzt. Im Einzelnen: Industriemetalle: Die Förderkapazitäten sind 2013 deutlich ausgeweitet worden. Engpässe sind nicht zu erwarten. Aluminium, Zink, Kupfer, Nickel und Blei dürften eher etwas billiger werden. Die Preise sinken im 1. Quartal 2014 weiter. In den USA dürfen lizensierte Lagerhäuser ihre Bestände seit einer Woche nicht länger als 50 Tage halten, dann müssen sie verkaufen. Unsicherheit bringen die nicht registrierten, spekulativ gehaltenen Bestände in sog. „Schatten-Lagerhäusern“ in den Markt. Angebots- und Nachfrageschocks sind nicht ausgeschlossen. Energie (Öl, Gas): Die Preise für Brent und WTI stagnieren. Brent-Öl gilt mit aktuell 110 US-Dollar pro Barrel als etwas zu teuer. Momentan halten anhaltende Lieferstörungen aus Libyen und die Erwartung einer weiteren Verknappung aus Nigeria und Sudan die Preise hoch. Gegen Ende des Jahres rechnen verschiedene Analysehäuser mit Preisen von 100 bis 107 US-Dollar pro Barrel. Vor allem die zunehmende Autarkie der USA durch Fracking und ein schwächeres Nachfrage-Wachstum aus China wirken einem Preisanstieg entgegen. Zudem könnte der Iran bald wieder mehr liefern. Edelmetalle (Gold): Der Goldpreis wird 2014 weiter nach unten tendieren – wenn auch langsamer als im vergangenen Jahr. 1.000 Dollar je Unze sind das Preisziel für die nächsten Monate. Zwischenzeitliche Erholungen dürften nicht über 1.300 US-Dollar/oz führen. Dort verläuft derzeit der seit April 2013 intakte Abwärtstrend. Da die US-Notenbank Fed ihre monatlichen Anleihenkäufe zurückführen wird, die Weltkonjunktur sich ordentlich entwickelt und sich etliche Problemländer insbesondere in Europa stabilisieren, wird das gelbe Metall als ultimativer Krisenschutz weniger stark gefragt sein. Auch der tendenzielle Zinsanstieg in den USA mit der Folge eines steigenden US-Dollars schwächt die Attraktivität von Gold-Anlagen. Größere Bestände dürften in nächster Zeit noch in renditeträchtigere Anlagen umgeschichtet werden.

Fazit: Industriemetalle werden im ersten Halbjahr eine Preis-Delle erleben. Das Preissteigerungspotenzial ist gegen Ende des Jahres vor allem bei Kupfer, Nickel und Blei hoch. Gold bleibt ein Portfoliobestandteil zur Risikoabsicherung (max. 5% des Gesamtvermögens). Wer das Edelmetall zu diesem Zweck kaufen möchte, wird dazu in den nächsten Monaten gute und noch preiswertere Einstiegsmöglichkeiten haben.

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