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Markttechnik

Silber mit Chance auf Trendwende

Beim Silber-Kurs könnte es zu einer Trendwende kommen.

Chart der Woche: Silber

Beim Silber-Kurs könnte es zu einer Trendwende kommen. Im Schlepptau des seit Ende Dezember steigenden Goldpreises klettert seit einigen Tagen auch der Silberpreis. Vom Jahrestief bei 18,90 USD stiegen die Notierungen binnen kurzem um gut 16% auf zuletzt 21,05 USD. Der jüngste Abwärtsdruck wurde im Bereich der Tiefkurse des vergangenen Jahres bei 18,50 USD gestoppt. Im Zuge der folgenden Erholung stiegen die Silberkurse bis auf 23,63 USD. Danach setzte sich der mittelfristige Abwärtstrend fort. Nun gerät dieser Trend jedoch in Gefahr. Auffällig ist die steile Aufwärtsbewegung von September 2010 bis April 2011. Ausgehend von 18 USD schoss der Silber-Kurs um mehr als 175% auf ein Allzeithoch bei 49,50 USD. Bereits zuvor war Silber gestiegen. Seit den Oktober-Tiefs im Jahr 2010 bei knapp 9 USD pro Feinunze verdoppelte sich der Silberpreis auf 18 USD, bevor der Aufwärtstrend an Dynamik gewann. Ausgehend von den Oktober-Tiefs 2010 (9 USD pro Feinunze) stiegen die Kurse für das Edelmetall in etwa 2 ½ Jahren um mehr als 430%. Als dann jeder mit Edelmetallen reich werden wollte und sich die Anbieter von Rohstoff-ETFs und Fonds vor Mittelzuflüssen kaum retten konnten, platzte die Blase. Bis in den Sommer 2013 fiel der Silberpreis wieder auf 18,50 USD.
Der Bereich von 18,50 USD bis etwa 20 USD ist aus charttechnischer Sicht bedeutsam. Denn in der Vergangenheit stellte dieses Kursniveau einen Widerstand für weiter steigende Kurse dar. Alte Widerstände werden oftmals zu Unterstützungen. Mit dem erneuten Test der Marke von knapp unter 19 USD Ende Januar bildet sich im Kursverlauf von Silber ein doppelter Boden aus. Für weiteres Kaufinteresse spricht, dass mit dem jüngsten Verlaufstief die Werte aus dem Sommer letzten Jahres nicht unterschritten wurden. Investoren begannen also bereits oberhalb des 52-Wochentiefs mit erneuten Käufen. Mit dem jüngsten Anstieg notiert die Feinunze wieder knapp oberhalb der 200-Tage-Linie. Diese verläuft aktuell bei etwa 21 USD. Damit aus technischer Sicht die Trendwende gelingt, müssen die Kurse das letzte Hoch bei etwa 23,75 USD überwinden. Dort wäre dann der mittelfristige Abwärtstrend gebrochen.

Fazit: Kurzfristige Gewinnmitnahmen könnten die Kurse noch einmal unter Druck bringen. Unter die Marke von 20 USD sollte es dabei aber nicht mehr gehen. Interessierte Anleger steigen bereits mit einer kleinen Position ein (etwa 1/3 oder 1/4) und kaufen bei Rücksetzern unter 21 USD nach. Der Stopp-Loss liegt unter dem 52-Wochen-Tief bei 18,40 USD.

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