Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-0
0,00 €
248
Produktcheck: Calibrate Total Return

Gelunge Neuausrichtung des Fonds

Wir haben den Calibrate Total Return Fund geprüft. Der Calibrate Total Return Fund setzt unter dem neuen Management andere Investitionsschwerpunkte und zeigt eine sehr gelunge Neuausrichtung auf.
Wenn sich ein Investment nicht so entwickelt wie geplant, sind strukturelle Anpassungen nötig, um das Depot wieder auf Kurs zu bringen. Dies gilt auch im institutionellen Investmentbereich. Ein Fonds, der über einen längeren Zeitraum keine guten Resultate bringt, wird dann entweder aufgelöst oder startet mit einer neuen Strategie und einem neuen Fondsmanagement wieder durch. Ein positives Beispiel für eine sehr gelungene Neuausrichtung ist der Calibrate Total Return Fonds. Zu Jahresbeginn hat der Hamburger Vermögensverwalter Geneon den früheren FMG Flexible Strategy Fonds übernommen und das Anlagekonzept erfolgreich umgestellt. Bei seiner Auflegung im Juli 2010 verfolgte der ehemalige FMG Flexible Strategy-Fonds eine Investmentstrategie, die auf Aktien, Anleihen und alternative Investments ausgerichtet war. Der Investitionsschwerpunkt lag auf börsennotierten Beteiligungsgesellschaften, die am Wachstumspotential mittelständischer Firmen teilhaben sollten. Der Großteil des Portfolios bestand vor allem aus Aktien von Finanzdienstleistern, ausgewählte Mid Caps und Micro Caps (mittelgroße und kleinkapitalisierte Aktiengesellschaften) wurden beigemischt. Der Calibrate Total Return Fund setzt unter dem neuen Management andere Investitionsschwerpunkte. Seit dem 1. Januar investiert das Fondsmanagement vor allem in deutsche, österreichische und Schweizer Small Caps. Daneben werden ausgewählte Anleihen gekauft. Der Mischfonds verknüpft die Investmentansätze „Value“ und „Opportunity“ und kombiniert diesen Anlagestil mit einem aktiven Risikomanagement. Alle Fondspositionen werden täglich überwacht und analysiert und die Portfoliogewichtung gemessen am künftigen Kurspotential entsprechend aktiv gesteuert. Der Fonds wird sehr aktiv gesteuert. Je nach Einschätzung der Marktlage können die Fondsmanager die Aktien-, Anleihen- oder auch Absicherungsquote völlig flexibel zwischen Null und 100% wählen. Dies wird vor allem dann wichtig, wenn die Luft nach oben an den Aktienbörsen immer dünner wird. Ziel des Fonds ist das Erwirtschaften einer monatlich positiven Rendite für den Anleger bei einer deutlich reduzierten Schwankungsanfälligkeit. Die Anlagestrategie des Calibrate Total Return Fonds gliedert sich in vier Bereiche. Typische Value-Investments haben eine attraktive Bewertung, eine gute Marktposition, ein überzeugendes Geschäftsmodell, überdurchschnittliche Profitabilität und eine stabile sowie nachhaltig steigende Gewinnentwicklung. Im Gegensatz dazu befinden sich Opportunity Investments in der Regel in einer Sondersituation. Die kann beispielsweise durch eine Restrukturierung, einen Squeeze out oder auch eine Übernahme gekennzeichnet ist. Der Fonds verfolgt zudem eine klare Absicherungsstrategie. Das Management sichert den Fonds stets gegen größere Marktschwankungen ab. Vorwiegend wird das mit Optionen und Futures auf den DAX und den EuroStoxx50 umgesetzt. So sollen Risiken und Schwankungen im Anteilspreis reduziert werden. Daneben halten die Fondsmanager regelmäßig hohe Cash-Bestände (aktuell 10,4%), um einerseits Marktchancen wahrnehmen zu können, andererseits aber auch die Volatilität des Fonds zu reduzieren. Das so strukturierte Fondsportfolio ist naturgemäß auf nur wenige Einzeltitel fokussiert und damit stark konzentriert. Die zehn größten der insgesamt rund 30 Einzelpositionen stehen für 40% des Portfolios. Die strategische Neuausrichtung des Fonds trägt Früchte. Seit Jahresbeginn liegt die Wertentwicklung bei einer unterdurchschnittlichen Volatilität von lediglich 5,30% bei knapp 11%. Der Fonds kann börsentäglich direkt über die KAG gekauft werden, ein Handel der Fondsanteile an der Börse ist nicht vorgesehen.

Fazit: Der Calibrate Total Return ist ein gutes Beispiel für eine gelungene Neuausrichtung eines Fonds. Das Vehikel eignet sich als Basisinvestment für Anleger, die ein ausgewogenes Chance/Risikoprofil wünschen und hinsichtlich der Ertragschancen vor allem auf mittelständische börsennotierter Unternehmen fokussieren möchten. Mit seinem Profil ist der Fonds auch für Stiftungen geeignet.

Meist gelesene Artikel
  • Zum Zwecke der Wirtschaftsspionage

Britische Geheimdienste verkaufen sensible Daten

Britische Geheimdienste verkaufen gesammelte Daten an Dritte. Copyright: Picture Alliance
Die britischen Geheimdienste verkaufen in großem Umfang anlasslos gesammelte Daten. Darunter sind auch sehr sensible Informationen. Auch deutsche Unternehmen mit Bezug zu Großbritannien müssen sich sorgen.
  • Ausländische Finanzportale locken mit hohen Zinsen für Tagesgeld

Finanzportale bieten hohe Zinsen

Neuartige Finanzportale wie Weltsparen, Zinspilot und Savedo bieten hohe Zinsen auf Festgeld, indem sie deutsche Sparer an Banken im EU-Raum vermitteln. Anleger sollten darauf achten, ihre Risiken zu minimieren...
  • Produktcheck

Jyske Stable Strategy schafft, was der Name verspricht

Der Jyske Invest Stable Strategy ist ein klassischer Mischfonds. Er legt den Fokus auf besonders risikoarme, aber dennoch lukrative Anlagestrategien. Damit gelingt dem Fondsmanagement eine beachtliche Durchschnittsrendite.
Neueste Artikel
  • Keine Lösung für die britische Provinz in Sicht

London pokert um die Zukunft Nordirlands

Was passiert mit Nordirland beim Brexit?
Die Brexit-Verhandlungen sind auch Ausschlag gebend für das Schicksal Nordirlands. Wird die britische Provinz durch eine harte Grenze isoliert, droht wirtschaftlich der Absturz und innenpolitisch heiße Auseinandersetzungen und Gewalt. London pokert hoch.
  • US-Wirtschaft

Widersprüchliche Konjunktursignale aus den USA

Quelle: Phily-Fed, New York
Die Daten, die aus der US-Wirtschaft kommen, senden widersprüchliche Signale aus. Vor allem die Arbeitslosenzahlen setzen Fragezeichen. Das wird die Grundhaltung der neuen FED-Führung beeinflussen.
  • Venezuela bedient seine Schulden nicht mehr

Caracas muss auf den Ölpreis hoffen

Venezuela ist zahlungsunfähig. Das Land kann Anleihen nicht bedienen. Hohe Schulden hat die Regierung bei Russland und China. Im nächsten Jahr dürften weitere Anleihen nicht bedient werden. Es gibt aber einen Hoffnungsschimmer.
Zum Seitenanfang