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Diamantmarkt

Hoffen und Bangen

Momentan herrscht ein Käufermarkt in beiden Märkten (Rohdiamanten und geschliffene Steine), der Steine im exzellenten Schliff zu niedrigen Preisen verlangt.
In Vorbereitung auf die Schmuckmesse JCK Las Vegas bessert sich die Stimmung bei den Diamanthändlern. Ob es nur eine kurze Vorfreude bleib, oder sich die Stimmung grundsätzlich dreht, wird sich dann nach der Messe Anfang Juli zeigen. Vermutlich wird die glitzernde Hoffnung der Diamanthändler aber nur kurz währen. Denn sie glauben eigentlich selber nicht an einen grundlegenden Stimmungsumschwung zum Besseren. So decken sie sich vor der Messe zwar mit Ware ein – aber nur mit dem Allernotwendigsten. Die Nachfrage nach Diamantenschmuck ist ohnehin noch nicht signifikant gestiegen. In China wächst allmählich die Kauflust wieder. Die Zurückhaltung nach dem Börseneinbruch im Jahr 2016 wird nun langsam wieder aufgegeben, da absehbar ist, dass sowohl die Konjunktur als auch die Börse im Reich der Mitte stabil sind. Produzenten – voran De Beers – versuchen zudem, die Nachfrage auf dem Juweliermarkt durch höhere Rohwarenpreise zu stimulieren. Bislang ging diese Taktik jedoch nicht auf. Einzig die Schleifer waren die Leidtragenden. Sie sind verpflichtet, die Rohware abzunehmen. Aber ihr Weiterverkauf an den Markt für geschliffene Ware bleibt aufgrund der müden Nachfrage ebenfalls mau. Allein Steine zwischen 0,30 und 1,20 ct in guten Farben (E - H) und guten bis mittleren Reinheiten (IF – si1) sind stärker gefragt. Passend zum Schwanken zwischen Hoffen und Bangen diskutieren die Juweliere die Effekte syntetischer Steine auf den Markt. Die lange gehegte Skepsis weicht offenbar allmählich einer gewissen Zuversicht. Auslöser sind zunehmende Vergleiche mit der Entwicklung bei Edelsteinen wie Saphir, Rubin und Smaragd. Diese werden ebenfalls seit Jahrzehnten künstlich hergestellt und dennoch weiterhin als Geldanlage gewählt. Die Erkenntnis der Juweliere: Das Aufkommen dieser Kunst-Steine hat die Geschäfte der Händler langfristig eher belebt als gestört. Einzig der Aufwand für die Erkennung ist deutlich höher geworden. Aber daran arbeitet die Branche für syntetische Dimanten ja bereits tatkräftig. Darum scheinen die Händler die neuen Kunstprodukte nun eher als Chance, denn als Risiko zu begreifen.

Fazit: Der Diamantmarkt bleibt noch ein Käufermarkt. Das betrifft sowohl Rohdiamanten als auch geschliffene Steine. So gibt es derzeit gute Steine mit exzellentem Schliff zu niedrigen Preisen.

Hinweis: Eine Übersicht mit aktuellen Preisen für Diamanten unterschiedlicher Qualität und Größe finden Sie auf unserer Webseite unter der Rubrik Wissenswertes.

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