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2039
Weniger Büroimmobilien außerhalb von A-Städten

Büroimmobilien auf dem Abwärtstrend

Der Büromarkt befindet sich im Abwärtstrend und wird von verschiedenen Faktoren belastet. In Deutschland haben Büroimmobilien an 31 Millionen Quadratmeter Fläche verloren im Vergleich zum Vorjahr.

Der Büromarkt befindet sich im Abwärtstrend. Das Segment wird belastet durch abnehmende Baustarts, Flächenrückgang und Projektverzögerungen. Das zeigt eine Auswertung von bulwiengesa, die rund 23.000 Projekte über alle Immobilienarten hinweg untersuchten. Im Fokus standen dabei Bauprojekte im Zeitraum zwischen 2021 und 2028, die bereits fertiggestellt oder in Planung sind. Nicht zu vernachlässigen ist auch die hohe Rate von 26% des Bürovolumens, die sich in Sanierung befinden. ESG-Anforderungen werden diese Entwicklung weiter treiben.

Im Vergleich zum Vorjahr verringert sich die Fläche um 7% und verliert somit an 31 Mio. qm in Deutschland. Besonders betroffen sind B-Städte, wo der Rückgang der Büroflächen 12,6% ausmacht. Die Standortfrage ist relevant, denn für A-Städte wie Berlin, Hamburg und München bleibt die Nachfrage weiterhin hoch. Oliver Rohr, Experte für Büro und Gewerbe, erwartet in diesem Jahr nur eine moderate Erholung des Markts.

Unterschiede je nach Segment

Anders sieht es bei Wohn-, Logistik- und Handelsflächen aus, wo mehr Bauprojekte zu erkennen sind. Die Projektentwicklung im Segment der Wohnflächen hat einen Aufschwung von rund 1% erlebt. Dabei bleibt die Nachfrage in A- und B-Städten nach wie vor hoch, während das Volumen aber schrumpft. Aber auch in ländlichen Regionen ist ein Wachstum der Wohnflächen erkennbar. Im Wohnsegment sind Seniorenwohnen besonders interessant, weil dieses in Anbetracht des demografischen Wandels an Bedeutung gewinnt.

Fazit: Während die Top-Lagen in allen Bausegmenten stabil bleibt, erfahren Büroflächen generell und vor allem in B-Städten einen starken Rückgang im vergleich zu den letzten Jahren. Ein Grund dafür ist, dass Bestandsmaßnahmen durchgeführt werden müssen, um den neuen Anforderungen zu genügen. Einige Projektentwickler bauen weiter, um bereit zu sein, wenn die Nachfrage wieder anzieht. Ein solches Szenario wäre auch von Home Office Regelungen abhängig.
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