Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
1977
Immobilien in Kanada

Crash mit Ansage

In Kanada steigen die Häuserpreise wie an der Schnur gezogen. Der Markt läuft heiß. Eine Stimme hält bemerkenswert dagegen.
Die Situation an Kanadas Wohnimmobilienmarkt wird von Monat zu Monat kritischer. Schon seit den 1990er Jahren legen die Kaufpreise fast ohne Unterbrechung zu. Seit dem Jahr 2000 stiegen sie um 140%. Die Finanzkrise 2008 brachte nur einen Mini-Einbruch von elf Indexpunkten zwischen November 08 und April 09. Danach ging es wie an der Schnur gezogen weiter bergauf. Damit liegen die Kanadier inzwischen jenseits der Boomwerte der US-Amerikaner in der Spitze des dortigen Immobilienbooms. Im Mai gab es gerade einen zweistelligen Preiszuwachs von 13,4% (gegenüber dem Vorjahresmonat). In Toronto laufen die Preise mit einem Anstieg von zuletzt 26,3% aus dem Ruder. Aber auch Hamilton mit +22,9% oder Victoria (+19,2%) legen extrem zu. Vancouver und Toronto verhängen inzwischen Spekulationssteuern für ausländische Immobilienkäufer. Der Preisanstieg wird durch das billige Geld angeheizt. Die Verschuldung der privaten Haushalte in Kanada beträgt mehr als 170% des verfügbaren Einkommens. Das ist eine Verdoppelung gegenüber 1990. Das Volumen an Privatkrediten liegt bei mehr als 100% der Wirtschaftsleistung des Landes. Inzwischen gibt es erste Warnzeichen von den Märkten. Der Finanzdienstleister Home Capital Group ist kollabiert. Das Unternehmen war auf Kreditnehmer mit geringer Bonität spezialisiert. Die Börsenaufsicht ermittelt wegen des Verdachts auf Bilanzfälschung. Ähnliche Warnzeichen gab es vor rund zehn Jahren in den USA, ein Jahr bevor der Markt zusammenbrach. Hedgefonds beginnen inzwischen, gegen den kanadischen Hauspreisboom zu wetten. Die Notenbank hält bisher dagegen und beruhigt: Sie sehe keine Ansteckungsgefahr.

Fazit: Auf den Einbruch zu wetten, fällt schwer. Das kann sich noch ein paar Monate, vielleicht sogar zwei, drei Jahre hinziehen. Doch spätestens, wenn die Zinsen wieder stärker anziehen, geht es ordentlich nach unten.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Berlin verlängert Geltungsdauer von Hundemarken um ein Jahr

Auf den Hund gekommen

Hund geht Gassi. © Foto: Image by Yvonne Lüneburger from Pixabay
Dem Hund sagt man nicht nur nach der beste Freund des Menschen zu sein - es ist auch das beliebteste Haustier der Finanzverwaltung. Die Eintreibung der Hundesteuer wird immer öfter digital unterstützt. Neuestes Beispiel ist die Stadt Berlin.
  • Fuchs plus
  • Versorgungslage entspannt sich

Weizen inzwischen wieder deutlich günstiger

Weizen. © Konrad Weiss / Fotolia
Der Weizenpreis steht in diesem Jahr besonders im Fokus. Im Zuge des Ukraine-Kriegs schnellte er in die Höhe - nun sinkt er wieder kontinuierlich. Wird dieser Trend anhalten?
  • Im Fokus: Raumfahrt-Aktien

Europa forciert Weltraum-Investitionen

Artemis I rocket with Orion and European Service Module on the launchpad. © European Space Agency
Mit einem neuen hochgesteckten Investitionsrahmen will sie die EU in Weltraum-Fragen unabhängiger von internationalen Partnern machen. Von diesem Souveränitätsbestreben werden einige Aktien profitieren. FUCHS-Kapital stellt sie vor.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Berlin verlängert Geltungsdauer von Hundemarken um ein Jahr

Auf den Hund gekommen

Hund geht Gassi. © Foto: Image by Yvonne Lüneburger from Pixabay
Dem Hund sagt man nicht nur nach der beste Freund des Menschen zu sein - es ist auch das beliebteste Haustier der Finanzverwaltung. Die Eintreibung der Hundesteuer wird immer öfter digital unterstützt. Neuestes Beispiel ist die Stadt Berlin.
  • Fuchs plus
  • Wie Banken und Vermögensverwalter mit „Megatrends“ umgehen

Kundenversteher und Kundenverdreher

© FUCHS | RICHTER Prüfinstanz
Tagtäglich „stolpert“ man über den Begriff Megatrends. Banken haben Megatrends als verkaufsträchtiges Produkt erkannt. Doch was können Kunden, die sich dafür interessieren, an Beratung erwarten? Wie spezialisiert und dezidiert setzen sich die Anbieter mit dem Thema auseinander und wie individuell können sie auf diesbezügliche spezifische Kundenwünsche eingehen?
  • Fuchs plus
  • EZB veröffentlicht Bitcoin-Bericht

Geldhüter fürchten den Verlust ihrer Geld-Hoheit

Bitcoin. © VIGE.co / stock.adobe.com
Die Europäische Zentralbank hat sich auf die Kryptowährungen, speziell den Bitcoin, eingeschossen. Die EZB hat eine Studie publiziert, die den Bitcoin "auf dem Sterbebett" sieht. Allerdings kommt die Studie ohne Belege daher und basiert auf Behauptungen, die der Realität nicht entsprechen. Für FUCHS-Devisen entlarvt die Studie, wie groß die Sorge der "Geldhüter" vor dem Verlust ihrer Geld-Hoheit ist.
Zum Seitenanfang