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Immobilien

Gesunde Entwicklung

Konservative Kreditvergabe verringert Verschuldung. | © Getty
Immobilienblase? Fehlanzeige! Übertriebene Preise? Fehlanzeige! Das ist die Meinung der Bundesbank-Ökonomen zu den aktuellen Entwicklungen auf dem deutschen Immobilienmarkt.

Indexierte  Entwicklung der realen Hauspreise und des Verhältnisses von Hypothekenvolumen zu Einkommen Quelle: Deutsche Bundesbank (Eigendarstellung)

Die Wissenschaft gibt Entwarnung: In Deutschland ist keine Immobilienblase in Sicht. Einige Bundesbankökonomen haben sich gerade mit dem viel diskutierten Thema befasst. Ihre zentralen Argumente lauten: Die Hypothekenlast der Deutschen ist im internationalen Vergleich gering. Seit dem Jahr 2000 ist das Kreditvolumen im Verhältnis zur Einkommensentwicklung sogar zurückgegangen. Seit vier Jahren verlaufen beide Entwicklungen – Zunahme Hypothekenvolumen und Einkommenszuwächse – parallel (siehe Grafik). Die wichtigste Voraussetzung für das Entstehen einer Immobilienblase entfällt damit. Erst wenn die Bevölkerung überschuldet ist, besteht die Gefahr, dass sie steigende Hypothekenzinsen irgendwann nicht mehr bedienen kann. Dann verkaufen überschuldete Immobilienbesitzer ihre Häuser. Ein gewaltiger Preisabsturz folgt. Dies war in Spanien und Irland zuletzt der Fall. Grund für die entspannte Situation am Wohnimmobilien-Kreditmarkt sind die konservativen Kreditvergaberegeln in Deutschland. Dazu zählt z.B. die Höhe der Beleihung, die heutzutage im Durchschnitt bei 70% liegt. Das heißt: Die Hypothekenbelastung eines deutschen Kreditnehmers ist schon beim Immobilienkauf niedriger (gewesen), als die bei einem Kreditnehmer aus den USA, Spanien oder Irland, der sein Haus teilweise zu 100% beleihen konnte. Zudem verlangen die Banken von weniger solventen Kunden höhere Zinsen. Deshalb verschulden sich diese seltener als anderswo. Bei langfristiger Einordnung sieht der jüngste kräftige Preisanstieg zudem undramatisch aus. Die realen Preise kommen von einem vergleichsweise sehr niedrigen Niveau (siehe Grafik). Vor allem zwischen 2000 und 2007 gingen sie kräftig zurück.

Fazit: Die Deutschen haben Angst vor dem Geldwertzerfall. Deshalb investieren sie gern in Immobilien. Das aber machen sie genau aus diesem Grund mit reichlich Eigenkapital. So fehlt die Basis für eine spekulationsgetriebene Immobilienpreisblase.

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