Immobilien: Ostdeutsche Städte sind gefragt
Der ostdeutsche Immobilienmarkt verzeichnet eine besondere positive Dynamik. Die wird in einigen Städten untermauert durch eine besonders gute wirtschaftliche Entwicklung. Eine hohe Wohnraumnachfrage gibt es in Berlin, Dresden und Leipzig. Der ländliche Raum entvölkert sich dagegen weiter. Insbesondere junge Menschen ziehen oft in die nächstgelegenen Städte. Diesen Befund bestätigt Reiner Braun, Volkswirt beim Forschungs- und Beratungsinstitut empirica.
Die positive Entwicklung am Immobilienmarkt verstetigt sich und verstärkt sich sogar. Denn der Zuzug junger Menschen zieht weitere Menschen an. Die Universitäten und das aufblühende soziale und kulturelle Leben machen die Städte attraktiver. Darum ziehen manche Städte in Ostdeutschland auch verstärkt Unternehmen an. So wollen zum Beispiel Intel und Hello Fresh ein Standbein in Magdeburg aufbauen. Das wirkt sich auch auf die Wohnungsraumnachfrage aus. Zusätzlich ist eine Diversifizierung des Wohnungsmarktes anzunehmen, wenn internationale Fachkräfte ihren Lebensmittelpunkt verlagern.
Preissteigerung der Immobilien
Das zeigt sich auch an den Immobilienpreisen, die in ostdeutschen Städten weiter steigen. Das Angebot an Immobilien ist 2023 in Dresden (+80%) und Leipzig (+62%) zwar gestiegen. Aber der Wohnungsbau stagniert und regional wächst die Nachfrage schnelle als das Angebot. In den vergangenen 12 Monaten sind die Mietpreise in Dresden daher bereits um 15% gestiegen. Braun verweist zudem darauf, dass die Leerstände in Dresden und Leipzig in den vergangenen Jahren dramatisch gesunken sind.