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Der Immobilien-Superzyklus: Der Aufwärtstrend geht weltweit weiter

Immobilien trotzen der Krise: Warum der Markt weiter boomt

Der Markt für Wohnimmobilien zeigt sich widerstandsfähig gegenüber Krisen, Zinserhöhungen und Konjunkturschwankungen. Obwohl in einigen Ländern die Preise eingebrochen sind, erholt sich der Markt weltweit schnell. Langfristige Faktoren wie Demografie, Urbanisierung und Infrastruktur verstärken diesen Trend. Investoren sollten jetzt aufmerksam hinschauen, denn die Nachfrage nach Wohnraum wird in den kommenden Jahrzehnten weltweit weiter steigen. Doch es gibt auch Gegenanzeigen.

Für die Investoren-Community auf der Münchner Immobilienmesse Expo-Real gibt es gute Nachrichten. Die globale Immobilienlandschaft scheint allen Widrigkeiten zu trotzen. Nach der Finanzkrise 2007 bis 2009 fielen die Hauspreise weltweit um 6%, erholten sich aber schnell und erreichten neue Höchststände. Auch während der Covid-19-Pandemie wurde ein Einbruch erwartet – doch es kam zu einem regelrechten Boom, bei dem Käufer um begehrte Immobilien konkurrierten. Selbst die Zinserhöhungen ab 2021, die zur Inflationsbekämpfung eingeführt wurden, schwächten den Markt nicht nachhaltig.

In einigen Ländern fielen die Preise leicht, global betrachtet aber nur um 5,6%. Und jetzt steigen sie wieder rasant. Besonders in den USA und Portugal verzeichnen die Immobilienpreise monatlich neue Höchststände. Dieser Trend ist nicht neu: Seit den 1950er-Jahren steigen die Immobilienpreise fast ununterbrochen, getrieben von verschiedenen langfristigen Faktoren.

Der langfristige Preistreiber: Demografie

Ein zentraler Faktor für die zukünftige Entwicklung der Immobilienpreise ist die Demografie. In den Industrieländern wächst die Zahl der Zuwanderer mit einer Rekordrate von 4% jährlich. Diese Bevölkerungsgruppe benötigt Wohnraum, was sowohl die Mieten als auch die Kaufpreise in die Höhe treibt. Eine aktuelle Studie zeigt, dass eine einprozentige Steigerung der Einwanderungsrate die Hauspreise im Durchschnitt um 3,3% anhebt.

Auch wenn Politiker in Ländern wie Deutschland und Kanada die Zuwanderung zu begrenzen versuchen, bleibt der Druck durch den demografischen Wandel bestehen. Der Bedarf an Pflegekräften und Arbeitskräften für eine alternde Gesellschaft wird langfristig eine hohe Zuwanderung erzwingen.

Urbanisierung und Infrastruktur als Wachstumsfaktoren

Auch die Urbanisierung spielt eine entscheidende Rolle. Während der Pandemie wurde vermutet, dass Städte an Attraktivität verlieren könnten, da mehr Menschen von zu Hause arbeiten. Doch das Gegenteil ist der Fall: Große Metropolen ziehen nach wie vor Unternehmen und Arbeitnehmer an. Der Anteil der Arbeitsplätze in den Hauptstädten der Welt wächst sogar.

Gleichzeitig erschwert die Infrastruktur vieler Städte den Ausbau von Wohnraum. In vielen Ballungszentren sind die Pendelzeiten gestiegen und der Bau neuer Verkehrsnetze stockt. Diese Probleme verschärfen den Wettbewerb um Wohnraum in Städten, wo das Angebot ohnehin begrenzt ist. Städte wie San Francisco oder London können dem wachsenden Bedarf kaum gerecht werden.

Gegenanzeigen

Es gibt aber auch Gegenanzeigen, die Investoren beachten sollten. Die Demographie wird in den kommenden beiden Jahrzehnten eine stattliche Erbschaftswelle auslösen, insbesondere in Europa. Eigentumswohnungen, Einfamilienhäuser und Rendite-Immobilien kommen in Fülle auf den Markt, da die Kinder und Enkel oft direkt verkaufen, insbesondere Erbengemeinschaften.

Zugleich bremsen unklare Investitionserfordernisse für Energie (welche Energieart, Wärmedämmung etc., neue Stromanschlüsse) die Preise.

Fazit: Die Kombination aus wachsender Nachfrage und begrenztem Angebot macht Wohnimmobilien weiterhin zu einer stabilen und lukrativen Anlage.

Empfehlung: Es ist wichtig, neben den Standortfaktoren die nationalen Rahmenbedingungen im Blick zu behalten und international zu diversifizieren. Dies bietet sich etwa über geschlossene Fonds an.

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