Immobilienpreise beginnen zu klettern
Die Kaufpreis-Rückgänge bei Wohnimmobilien laufen allmählich aus In einigen Marktsegmenten gibt es bereits wieder Preissteigerungen. Dieser Trend wird sich verstärken, denn die Nachfrage bleibt in vielen Städten teils weit über dem Wohnungsangebot.
Preisanstieg in einigen Städten
In den sieben deutschen A-Städten (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt/ Main, Hamburg, Köln, München und Stuttgart) klettern die mittleren Kaufpreise für Wohnungen wieder. Etwas weniger stark nach oben geht es auch in den B-Städten (Großstädte mit weiter Ausstrahlung wie Leipzig, Dresden, oder Dortmund). Gespiegelt wird das durch die Transaktionsvolumina bei Immobilien. Die haben in den A- und B-Städten gegenüber dem ersten Halbjahr 2023 wieder zugenommen, so Savills.
Entsprechend steigt auch der Greix-Index des IfW (Institut für Weltwirtschaft, Kiel) wieder an. In ihm sind die echten Kaufpreise der Gutachterausschüsse für Grundstückswerte und weitere Preisdaten aus 20 A- und B-Städten erfasst.
Projektentwickler weiter unter Druck
In den C-Städten (z.B. Wuppertal oder Kiel) sehen wir noch leicht sinkende Kaufpreise. In D-Städten (etwa Bamberg) gingen die Preise sogar nochmals deutlich zurück. Das zeigt eine Analyse des Immobilienberaters Savills. Das Haus rechnet damit, dass die Rückgänge in den C- und D-Städten in den kommenden Monaten zu einem Halt kommen und die Transaktionen insgesamt leicht zunehmen.
Unter Druck bleiben Projektentwicklungen. Die in Entwicklung befindlichen Wohnflächen gingen im ersten Halbjahr 2024 um 9,2% zurück. Die Baustarts sind gegenüber dem ersten Halbjahr 2023 sogar um 52% gefallen. Das ergab eine Analyse des Immobilienanalysten Bulwiengesa. Eine Stabilisierung erwarten wir erst im Jahr 2025.
Mieten ziehen weiter an
Die Mieten werden insgesamt weiter steigen. Denn das Neubauvolumen ist im gesamten Markt zu gering. Das Verhältnis der Kaufpreise zu den Mieten und zu den Einkommen hat sich laut Deutsche Bank Research in den vergangenen Monaten durch die gesunkenen Kaufpreise und die steigenden Löhne wieder dem langjährigen Mittel in Deutschland angenähert. Allerdings werden mit der deutschlandweiten Betrachtung erhebliche regionale Unterschiede eingeebnet.