Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-0
0,00 €
654
Wohnimmobilien

Irland lockt

Derzeit der interessanteste Wohnimmobilien-Markt in Europa: Irland. © picture alliance / robertharding
Die Wohnimmobilienmärkte in Belgien und Österreich weisen derzeit die größten Überbewertungen auf. Die Preise sind schneller gewachsen als die Einkommen. Ein ehemaliger Krisenmarkt überrascht mit guter Erholung.
Vorsicht bei Investments in Wohnimmobilien in Österreich und Belgien. Beide Märkte weisen derzeit in Europa die größten Überbewertungen auf. In beiden Ländern sind die Preise stärker gestiegen als die Einkommen. Im langfristigen Mittel liegt das Preis-Einkommens-Verhältnis bei 100. Das zeigt eine Analyse von Deutsche Bank Research. Seit dem Jahr 2000 haben sich die nominalen Hauspreise in Belgien mehr als verdoppelt. Das Preis-Einkommens-Verhältnis liegt bei 140. In Österreich lag der Anstieg etwas darunter, bei knapp unter 130. Auch in Spanien, Frankreich und den Niederlanden sind Immobilien überbewertet, die Zahl liegt bei 120. Eine Seitwärtsbewegung des Marktes bei steigenden Löhnen wird diese Märkte in den nächsten Jahren voraussichtlich dem Durchschnitt annähern.

Noch keine Überhitzung in Deutschland

Der deutsche Markt hat diesbezüglich noch keine Probleme. Zwar gibt es hier seit 2011 stark anziehende Preise. Dennoch lag Deutschland im letzten Jahr beim Preis-Einkommens-Verhältnis noch leicht unter 100. 2008 lag das Verhältnis bei etwa 80. Seither hat es sich dem Hunderter – Durchschnittswert angenähert. Auch in Italien, Portugal und Griechenland passen Preise und Einkommen wieder zusammen. Die bis zur Finanzkrise gewachsene Preisblase ist auf Normalmaß zusammengeschrumpft.

Irland als Markt wieder interessant

Interessantester Wohnimmobilien-Markt in Europa ist derzeit Irland. Die Hauspreise waren von 2006 bis 2011 eingebrochen. Seither steigen sie wieder. Derzeit liegt das Preis-Einkommens-Verhältnis bei 100. Angesichts der wieder kräftig wachsenden Wirtschaft ist mit weiter steigenden Preisen zu rechnen. Die Gefahr einer erneuten Überhitzung besteht zunächst nicht.

Fazit: Unter den kleinen Wohnimmo-Märkten in Europa ist Irland erste Wahl, unter den großen immer noch Deutschland.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • HypoVereinsbank, Vermögensmanagement TOPS 2019: Qualifikation

Mehr Großbank als Privatbank

Die Ampel der HypoVereinsbank steht auf Rot.
Die HypoVereinsbank gibt sich auf ihrer Internetseite sehr technisch, was das Private Banking angeht. Sie verspricht ihren Kunden, gut aufgestellte Portfolios zu entwerfen. Diese stellen „eine ausbalancierte Einheit von Anlageklassen weltweit" dar, „passend zur Risikotoleranz" des Kunden. Das aber muss dann auch gelingen.
  • Fuchs plus
  • Haushaltszahlen beruhen auf übertriebenen Wachstumsannahmen

Italiens Defizit liegt sogar nahe 3%

Italiens angepeilte Neuverschuldung von 2,4% vom BIP ist auch nur die halbe Wahrheit. Denn sie beruht auf übertriebenen Wachstumsannahmen. Krach mit Brüssel ist programmiert.
  • Fuchs plus
  • Frankfurter Bankgesellschaft (Schweiz), Vermögensmanagement TOPS 2019: Qualifikation

Beratung nach einem Drehbuch Franz Kafkas

Die Ampel der Frankfurter Bankgesellschaft (Schweiz) steht auf Rot.
„Eine Spur persönlicher" will die Frankfurter Bankgesellschaft (Schweiz) sein. Das gelingt im Beratungsgespräch nicht. Statt Beratung gibt es Fragen über Fragen an den Kunden, aber keinen Dialog. Trotzdem reicht die Zeit reicht nicht, alle für den Anlagevorschlag wichtigen Fragen unterzubringen. Insgesamt eine eher kafkaeske Erfahrung.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Es fehlt vor allem an Vertrauen

Das deutsche EZB-Dilemma

AUf die Ansagen aus der EZB müssen nun auch Taten folgen.
Kann die EZB machen, was sie will? Es scheint so. Der EuGH will ihr jedenfalls keine Grenzen setzen. Das stärkt die Institution EZB. Ihre Schwäche liegt woanders.
  • Fuchs plus
  • Öl (WTI) hat den Höhenflug gestoppt

Gegenwind aus den USA für den Ölpreis

Öl WTI hat einen Widerstand erreicht. Copyright: Picture Alliance
Seit Anfang Oktober ist Öl (US-Sorte West Texas Intermediate – WTI) wieder deutlich zurückgekommen. Vor allem die USA fördern wieder deutlich mehr vom Schwarzen Gold. Ist der Preisauftreibe damit beendet?
Zum Seitenanfang