Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-0
0,00 €
388
Wohnimmobilien

Irland lockt

Derzeit der interessanteste Wohnimmobilien-Markt in Europa: Irland. © picture alliance / robertharding
Die Wohnimmobilienmärkte in Belgien und Österreich weisen derzeit die größten Überbewertungen auf. Die Preise sind schneller gewachsen als die Einkommen. Ein ehemaliger Krisenmarkt überrascht mit guter Erholung.
Vorsicht bei Investments in Wohnimmobilien in Österreich und Belgien. Beide Märkte weisen derzeit in Europa die größten Überbewertungen auf. In beiden Ländern sind die Preise stärker gestiegen als die Einkommen. Im langfristigen Mittel liegt das Preis-Einkommens-Verhältnis bei 100. Das zeigt eine Analyse von Deutsche Bank Research. Seit dem Jahr 2000 haben sich die nominalen Hauspreise in Belgien mehr als verdoppelt. Das Preis-Einkommens-Verhältnis liegt bei 140. In Österreich lag der Anstieg etwas darunter, bei knapp unter 130. Auch in Spanien, Frankreich und den Niederlanden sind Immobilien überbewertet, die Zahl liegt bei 120. Eine Seitwärtsbewegung des Marktes bei steigenden Löhnen wird diese Märkte in den nächsten Jahren voraussichtlich dem Durchschnitt annähern.

Noch keine Überhitzung in Deutschland

Der deutsche Markt hat diesbezüglich noch keine Probleme. Zwar gibt es hier seit 2011 stark anziehende Preise. Dennoch lag Deutschland im letzten Jahr beim Preis-Einkommens-Verhältnis noch leicht unter 100. 2008 lag das Verhältnis bei etwa 80. Seither hat es sich dem Hunderter – Durchschnittswert angenähert. Auch in Italien, Portugal und Griechenland passen Preise und Einkommen wieder zusammen. Die bis zur Finanzkrise gewachsene Preisblase ist auf Normalmaß zusammengeschrumpft.

Irland als Markt wieder interessant

Interessantester Wohnimmobilien-Markt in Europa ist derzeit Irland. Die Hauspreise waren von 2006 bis 2011 eingebrochen. Seither steigen sie wieder. Derzeit liegt das Preis-Einkommens-Verhältnis bei 100. Angesichts der wieder kräftig wachsenden Wirtschaft ist mit weiter steigenden Preisen zu rechnen. Die Gefahr einer erneuten Überhitzung besteht zunächst nicht.

Fazit: Unter den kleinen Wohnimmo-Märkten in Europa ist Irland erste Wahl, unter den großen immer noch Deutschland.

Meist gelesene Artikel
  • Auswertung Vermögensstrategie TOPS 2018

LGT präsentiert stimmig, aber nicht ganz rund

Mit insgesamt 77,3 Punkten in allen vier Wertungskategorien erreichte die LGT Bank AG ein Gut und Platz 12 in der Gesamtwertung.
Die LGT Bank zeigt ihre Kompetenz auch im Anlagevorschlag. Der ist zwar nicht ganz rund, aber in sich stimmig. Nur in einem Aspekt setzten wir ein Fragezeichen.
  • Auswertung Vermögensstrategie TOPS 2018

Vontobel Europe legt zu viel Euro ins Depot

Mit insgesamt 61,5 Punkten in allen vier Wertungskategorien erreichte die Bank Vontobel Europe AG nur einen Platz im weiten Feld in der Gesamtwertung.
Die Bank Vontobel Europe wünscht im Anlagevorschlag "Viel Freude beim Lesen". Doch die will nicht so recht aufkommen. Stellenweise ist uns eher zum Weinen.
  • Auswertung Vermögensstrategie TOPS 2018

Capitell zeigt, was ein Protokoll wert ist

Mit insgesamt 75,7 Punkten in allen vier Wertungskategorien erreichte die Capitell Vermögens-Management AG ein Gut und Platz 15 in der Gesamtwertung.
Capitell nimmt uns im Beratungsgespräch positiv mit. Doch offensichtlich täuschte der Eindruck, dass der Berater wirklich gut zugehört hat. Und dann reiht sich ein weiterer Fehler gleich daran an.
Neueste Artikel
  • Einkauf auf hoher See

Seefrachtmarkt schlägt hohe Wellen

Insider warnen Risikofaktoren der Schiffahrtsindustrie. Copyright: Picture Alliance
2018 wird in Sachen Seefracht volatil und schwer planbar. Verschuldung der Schifffahrtsindustrie, Pleiten, Fusionen und der Gigantismus auf den Weltmeeren schüren die Unsicherheit. Experten warnen vor Unterbrechungen der Lieferkette.
  • Auswertung Vermögensstrategie TOPS 2018

Globalance lässt die Geldpersönlichkeit leben

Mit insgesamt 73,7 Punkten in allen vier Wertungskategorien erreichte die Globalance Bank AG ein Gut und Platz 19 in der Gesamtwertung.
Die Globalance Bank versteht, was ein USP ist – ein Aspekt, der ein Haus einzigartig unter vielen macht. Was sie lernen muss, ist, dass das gut ist, aber noch nicht gut genug, um den Gesamtmarkt zu überflügeln.
  • Griechische Staatsanleihen

Anleger stehen im Regen

Staatsanleihen sind schon lange keine sichere Bank mehr. Nach der Umschuldung Griechenlands 2012 stehen nun etliche Privatanleger im Regen
Zum Seitenanfang