Portugals Immobilienmarkt wird riskant
Vermögende, die Immobilien in Portugal haben oder kaufen wollen, sollten die sozialen Entwicklungen im Auge behalten. Denn in den Land braut sich eine ähnlich brisante Entwicklung wie in Spanien zusammen. Auch in Portugal wird der Preisanstieg am Immobilienmarkt zu einem sozialpolitischen Risiko.
Kaufpreise für Immobilien in Portugal explodieren
Die Kaufpreise ziehen vielfach sehr steil an. Die Hauptstadt Lissabon ist inzwischen mit einem Durchschnittspreis von 5.600 Euro/m2 um fast 2.000 Euro/m2 teurer als Madrid. Die Portugiesen verdienen aber sogar noch weniger als die Spanier. Lissabon ist keine Ausnahme. Nach Angaben des Branchenportals idealista liegt der durchschnittliche Quadratmeterkaufpreis in Portgual derzeit bei 2.735 Euro. In Spanien kosten Immobilien im Durchschnitt 2.153 Euro/m2 liegt.
Bei den Käufern ist weiterhin die Region um Cascais und Estoril gefragt. In der haben sich die Kaufpreise seit dem Jahresanfang 2023 bis heute glatt verdoppelt. Billiger ist das Golf & Luxusressort Vilamoura, wo der Anstieg der Immobilienpreise etwa 11% im Jahresvergleich ausmachte.
Mietanstieg wird zu einem sozialen Problem für Portugiesen
Die Kaufpreisentwickung schlägt auf die Mieten durch. Lissabon und Cascais sind die Regionen mit den höchsten Mietpreisen. Die durchschnittlichen Mieten liegen um 15 Euro/m2. Die Region Faro an der Algarve ist mit 7,30 Euro/m2 dagegen noch günstig.
Wir erwarten, dass sich die hohe Nachfrage zunehmend in diese noch relativ günstigeren Regionen verschiebt. Denn die Nachfrage ist trotz des ausgelaufenen Golden-Visa-Programms weiter hoch. Im vergangenen Jahr hat die Zahl der Ausländer, die eine Wohnung oder ein Haus besitzen, die Marke von 1 Million überschritten. Ihr Anteil ist somit auf fast 10% gestiegen (Portugal hat 11 Mio. Einwohner). Die beliebtesten Investitionsziele sind die Küste von Setúbal über Lissabon bis Faro, wo 63% der Ausländer (vorrangig Brasilianer) ansässig sind.