Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-0
0,00 €
471
Kündigung ungerechtfertigt

Recht: Nur echter Eigenbedarf gilt

Nur echter Eigenbedarf gibt Ihnen das Recht, einem Mieter zu kündigen. Ist der Eigenbedarf nur vorgeschoben, sind Sie schadensersatzpflichtig.
Schieben Sie Eigenbedarf für eine Kündigung nur vor, sind Sie schadensersatzpflichtig. Sie können einen späteren Verkauf der Immobilie erleichtern und einen höheren Preis erzielen, wenn die Immobilien nicht vermietet ist. Nur bei echtem Eigenbedarf dürfen Sie einem Mieter kündigen. So entschied der BGH (Urteil vom 10.5.2016, Az. VIII ZR 214/15). In dem entschiedenen Fall kündigte ein Vermieter ein Wohnhaus wegen Eigenbedarf für seinen Neffen. Er vermietete das Haus aber nur für ein gutes halbes Jahr an ihn. Dann verkaufte er es. Daraufhin klagten die Gekündigten auf Schadensersatz. Der Eigenbedarf sei nur vorgeschoben gewesen. Deshalb hätten sie nicht ausziehen müssen. Der Streit endete vor dem BGH. Landgericht und OLG wiesen die Klage ab. Die Immobilie sei an den Neffen vermietet worden, dies belege den Eigenbedarf. Der BGH entschied anders. Der Vermieter hatte schon vor der Eigenbedarfskündigung erklärt, das Haus verkaufen zu wollen. Der BGH schloss, dass der Einzug des Neffen nur den schon lange beabsichtigten Verkauf kaschieren sollte. Den Gekündigten stand deshalb Schadensersatz für den Verlust des Wohnraums zu.

Fazit: Wenn Sie in ähnlicher Lage sind, lassen Sie keine Verkaufsabsichten vor oder nach einer Kündigung wegen Eigenbedarfs erkennen.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • HypoVereinsbank, Vermögensmanagement TOPS 2019: Qualifikation

Mehr Großbank als Privatbank

Die Ampel der HypoVereinsbank steht auf Rot.
Die HypoVereinsbank gibt sich auf ihrer Internetseite sehr technisch, was das Private Banking angeht. Sie verspricht ihren Kunden, gut aufgestellte Portfolios zu entwerfen. Diese stellen „eine ausbalancierte Einheit von Anlageklassen weltweit" dar, „passend zur Risikotoleranz" des Kunden. Das aber muss dann auch gelingen.
  • Fuchs plus
  • Haushaltszahlen beruhen auf übertriebenen Wachstumsannahmen

Italiens Defizit liegt sogar nahe 3%

Italiens angepeilte Neuverschuldung von 2,4% vom BIP ist auch nur die halbe Wahrheit. Denn sie beruht auf übertriebenen Wachstumsannahmen. Krach mit Brüssel ist programmiert.
  • Fuchs plus
  • Frankfurter Bankgesellschaft (Schweiz), Vermögensmanagement TOPS 2019: Qualifikation

Beratung nach einem Drehbuch Franz Kafkas

Die Ampel der Frankfurter Bankgesellschaft (Schweiz) steht auf Rot.
„Eine Spur persönlicher" will die Frankfurter Bankgesellschaft (Schweiz) sein. Das gelingt im Beratungsgespräch nicht. Statt Beratung gibt es Fragen über Fragen an den Kunden, aber keinen Dialog. Trotzdem reicht die Zeit reicht nicht, alle für den Anlagevorschlag wichtigen Fragen unterzubringen. Insgesamt eine eher kafkaeske Erfahrung.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Es fehlt vor allem an Vertrauen

Das deutsche EZB-Dilemma

AUf die Ansagen aus der EZB müssen nun auch Taten folgen.
Kann die EZB machen, was sie will? Es scheint so. Der EuGH will ihr jedenfalls keine Grenzen setzen. Das stärkt die Institution EZB. Ihre Schwäche liegt woanders.
  • Fuchs plus
  • Öl (WTI) hat den Höhenflug gestoppt

Gegenwind aus den USA für den Ölpreis

Öl WTI hat einen Widerstand erreicht. Copyright: Picture Alliance
Seit Anfang Oktober ist Öl (US-Sorte West Texas Intermediate – WTI) wieder deutlich zurückgekommen. Vor allem die USA fördern wieder deutlich mehr vom Schwarzen Gold. Ist der Preisauftreibe damit beendet?
Zum Seitenanfang