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Hohe Nachfrage nach Logistikinfrastruktur durch E-Commerce-Boom

Stabiler Markt: Logistikimmobilien

In der vielfältigen Immobilienlandschaft gehören Logistikimmobilien zu der widerstandsfähigeren Sorte. Das scheinen auch andere bemerkt zu haben. Denn der Wettbewerb im Sektor zieht an.

Logistikimmobilien genießen trotz unsicherer Wirtschaftslage das Vertrauen von Investoren. Die Assetklasse Logistikimmobilie hat den Vorteil, dass Projektentwickler, Investoren und Finanzierer großes Vertrauen in die Branche setzt, da sie im Vergleich zu anderen Immobiliensegmenten widerstandsfähiger ist. Aufgrund dieser Resistenz drängen sich zunehmend auch Akteure auf den Markt, die bisher auf Wohn- und Büroimmobilien fokussiert waren.

Stabiler Markt

Der Markt ist trotz schwächelnder Konjunktur stabil. Die Nachfrage nach Logistikimmobilien ist etwas rückläufig, wo das Angebot hoch ist, so zum Beispiel in Halle-Leipzig. Denn Logistikunternehmen zögern aktuell größere Ausgaben zu tätigen und verschieben Käufe und Anmietungen nach Möglichkeit. Das Fertigstellungsniveau von Logistikimmobilien ist dennoch hoch. 2024 wird mehr als 5 Mio. qm Logistikfläche fertiggestellt werden. Auch für das kommende Jahr ist eine ähnliche Fläche vorgesehen. Trotz vergleichsweiser schwächerer Investitionen im ersten Halbjahr, konnten Logistikimmobilien das höchste Investmentvolumen auf sich vereinen im Vergleich zu anderen gewerblichen Assetklassen. Nach Jahren des Wachstums in der Branche konsolidiert sie jetzt – jedoch auf dem hohen Niveau von vor Corona.

Überkapazitäten bei Logistikimmobilien

Teilweise sind im Logistiksektor leichte Überkapazitäten vorhanden. Das betrifft insbesondere Märkte und Projekte, die spekulativ angestoßen wurden und die Nachfrage langfristig nicht absehbar war. Weil sie kaum zu finanzieren sind, werden inzwischen aber kaum noch spekulative Projekte angegangen. Deswegen werden neu fertiggestellte Flächen aufgrund der Vorhandenen Vorvermietungen meist absorbiert – trotz Nachfragerückgang. Das berichtet uns Bulwiengesa auf Nachfrage. Hier ist zudem zu beachten, dass bei sogenannten Fertigstellungen u.a. auch Bestandsflächen bloß saniert werden.

Die Nachfrage dürfte weiterhin bestehen, weil sich neue Marktteilnehmer auf den Markt drängen werden. Diese ist vor allem im E-Commerce zu verorten. Auf diesen Schluss kommt der Branchenkenner Tobias Kassner. Die größte Herausforderung in der Immobilienbranche wird die Suche nach geeigneten Bauflächen bleiben. Aus Investorensicht ist damit die Lage von der Immobilie ein wichtiger Faktor. Weitere Themen, die die Branche beschäftigen, sind verschiedene Regularien im Baugewerbe, Automatisierung und der Fachkräftemangel. Zudem setzen sich viele Entwickler zunehmend damit auseinander, wie die Lebensdauer einer alten Logistikimmobilie langfristig verlängert werden kann.

Fazit: Während bisher die Immobilienbranche generell sehr gewinnversprechend war, muss nun stärker darauf geachtet werden, in welches Projekt Anleger investieren wollen. Denn nach jahrelangem Boom bei Logistikimmobilien, steigt die Rendite nicht mehr so schnell wie auch schon. Das Rendite-Risiko-Profil bleibt für Anleger dennoch sehr attraktiv.
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