Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
2570
IWF warnt vor Kreditausfällen

Steigende Risiken im deutschen CRE-Markt

Der deutsche Gewerbeimmobilienmarkt steht unter Druck: Sinkende Nachfrage nach Büro- und Einzelhandelsflächen und steigende Zinssätze belasten Banken und Versicherungen. Die Folge: Steigende notleidende Kredite und potenzielle Kapitalverluste. Wie Banken und Behörden reagieren sollten, um die Stabilität zu wahren, und welche Maßnahmen zur Umnutzung von Immobilien empfohlen werden, lesen Sie hier.

Der IWF warnt vor Kreditausfällen bei Gewerbeimmobilien(CRE). In Deutschland hätten viele Kreditnehmer aufgrund niedrigerer Erträge und höherer Refinanzierungskosten Schwierigkeiten bei der Bedienung ihrer Darlehen. Das hat bereits zu einem Anstieg der notleidenden Kredite (NPL) geführt. 

Gründe sind struktureller Wandel und höhere Zinssätze. Das hat zu einer Schwäche bei den Preisen für Gewerbeimmobilien weltweit geführt. Dies wurde durch die Pandemie und den Anstieg des Online-Shoppings verstärkt. Der CRE-Index ist in den USA seit Anfang 2022 um etwa 21%, in Deutschland um 17% und in der Eurozone insgesamt um 12% gefallen.

Erhöhtes Kreditexposure bei deutschen Banken

Deutsche Banken haben erhebliche Kreditaussetzungen gegenüber CRE in Deutschland und im Ausland, insbesondere in den USA. Im Durchschnitt machen CRE-Kredite 18% ihrer Kreditbücher aus. Fast zwei Drittel dieser Exposition liegen in Deutschland. 

Versicherungsgesellschaften haben eine geringere Risiken. Sie halten hauptsächlich physische CRE-Vermögenswerte und können die Preisschwäche länger aussitzen. Unter Annahme eines Anstiegs der NPL-Quote auf 10% für deutsche und EU-CRE und 15% für US-CRE, könnten drei der 15 untersuchten Banken Kapitalverluste erleiden.

IWF-Vorschlag: CRE in Wohungen umwandeln

Der IWF schlägt zur Problembewältigung den Abbau administrativer und rechtlicher Hürden bei der Umwandlung von CRE in Wohnnutzung vor.

Fazit: Der Vorschlag des IWF, Gewerbe- in Wohnraum umzuwidmen, macht Sinn. Dies wird allerdings langfristig auch zu einem gänzlich neuen Lebensgefühl in Innenstädten führen.
Neueste Artikel
  • Gesamtschau und Wochenbericht in KW 15 für PP V, PP VII, PP VIII und PP IX

Vier Performance‑Projekte, ein Befund: Struktur schlägt Aktion

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Vier Performance‑Projekte, vier völlig unterschiedliche Anlegerwelten – und doch eine klare, datenbasierte Botschaft. Kalenderwoche 16 zeigt eindrucksvoll, dass Rendite nicht aus Bewegung entsteht, sondern aus Struktur. Während in einzelnen Projekten aktiv umgeschichtet wird und hohe Volumina fließen, bleiben andere Portfolios vollkommen ruhig – und erzielen dennoch bessere Ergebnisse. Die Zahlen aus Projekt 5, 7, 8 und 9 entlarven, was Vermögensverwaltung heute wirklich erfolgreich macht.
  • Wochenbericht zu Projekt IX in KW 16: Rendite, Risiko und Handel

Liechtensteinische Landesbank, DGK & Co. und DRH: Diese Häuser schlagen die Benchmark in Projekt 9

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Das Performance-Projekt 9 (Stiftungsportfolio) zeigt in Kalenderwoche 16 ein selten klares Kräfteverhältnis. Während einige Portfolios mit hoher Umschichtungsfrequenz agieren, bleiben andere ruhig – und erzielen dennoch bessere Ergebnisse. Mehrere Vermögensverwalter übertreffen das Benchmarkdepot deutlich, ohne einen einzigen Trade auszuführen. Wer wissen will, warum Struktur derzeit mehr zählt als Aktion und welche Portfolios Risiko und Ertrag in Einklang bringen, findet hier die Antworten.
  • Wochenbericht zu Projekt VIII in KW 16: Performance, Gewinner und Verlierer

LBBW Schweiz, Zürcher Kantonalbank Österreich und Julius Bär schlagen das Benchmarkdepot

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Die Kalenderwoche 16 zeigt im Projekt 8 die stille Macht der Allokation. Ohne Umschichtungen, ohne taktische Korrekturen wirken allein Marktbewegung und Portfoliostruktur. Das Benchmarkdepot legt spürbar zu – doch mehrere Banken ziehen vorbei, andere bleiben überraschend zurück. Diese Woche offenbart, welche Fondsstrategien tragen, wo Risiko bezahlt wird und wo Vorsicht zur Renditebremse wird.
Zum Seitenanfang