Steigende Risiken im deutschen CRE-Markt
Der IWF warnt vor Kreditausfällen bei Gewerbeimmobilien(CRE). In Deutschland hätten viele Kreditnehmer aufgrund niedrigerer Erträge und höherer Refinanzierungskosten Schwierigkeiten bei der Bedienung ihrer Darlehen. Das hat bereits zu einem Anstieg der notleidenden Kredite (NPL) geführt.
Gründe sind struktureller Wandel und höhere Zinssätze. Das hat zu einer Schwäche bei den Preisen für Gewerbeimmobilien weltweit geführt. Dies wurde durch die Pandemie und den Anstieg des Online-Shoppings verstärkt. Der CRE-Index ist in den USA seit Anfang 2022 um etwa 21%, in Deutschland um 17% und in der Eurozone insgesamt um 12% gefallen.
Erhöhtes Kreditexposure bei deutschen Banken
Deutsche Banken haben erhebliche Kreditaussetzungen gegenüber CRE in Deutschland und im Ausland, insbesondere in den USA. Im Durchschnitt machen CRE-Kredite 18% ihrer Kreditbücher aus. Fast zwei Drittel dieser Exposition liegen in Deutschland.
Versicherungsgesellschaften haben eine geringere Risiken. Sie halten hauptsächlich physische CRE-Vermögenswerte und können die Preisschwäche länger aussitzen. Unter Annahme eines Anstiegs der NPL-Quote auf 10% für deutsche und EU-CRE und 15% für US-CRE, könnten drei der 15 untersuchten Banken Kapitalverluste erleiden.
IWF-Vorschlag: CRE in Wohungen umwandeln
Der IWF schlägt zur Problembewältigung den Abbau administrativer und rechtlicher Hürden bei der Umwandlung von CRE in Wohnnutzung vor.