Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
2576
Bafög-Reform für Vermieter interessant

Studenten werden solventer

Eine Küche in einer Studierenden-WG. Copyright: Pixabay
Die Ampel-Koalitionäre haben es sich auf die Fahne geschrieben, das Bafög zu reformieren. Auch wenn es noch keine konkreten Zahlen gibt, steht bereits jetzt fest, dass mehr Studierende Bafög-berechtigt sein sollen und obendrein auch mehr Geld bekommen. Das macht sie für Vermieter interessanter.

Vermieter sollten Studierende nicht sofort aus dem Interessentenkreis potenzielle Mieter ausschließen. Hintergrund: Die Ampel-Koalitionäre wollen den Kreis der Bezieher von Bafög ausweiten, „elternunabhängiger“ machen und auch dafür sorgen, dass Studis insgesamt mehr Geld in der Tasche haben. Mit diesen zusätzlichen Mitteln ausgestattet, qualifizieren sie sich für Wohnungen, die bisher nicht in ihrer Preisklasse lagen und werden insgesamt solventere Mieter.

Ampel will das Studi-Konto aufstocken

Bisher liegt der Bafög-Höchstsatz bei 825 Euro pro Monat. Zudem dürfen Studierende 450 Euro (Minijob) monatlich dazu verdienen (ohne Abzug). Insgesamt macht das bisher im „besten Fall“ 1.275 Euro Einkommen. Die Ampel-Koalition will das nun erhöhen. Konkrete Zahlen haben bisher nur die Grünen in ihrem Wahlprogramm gemacht: Der Höchstsatz würde sich bei Ihnen auf 1.068 Euro erhöhen. Nun ist eine Koalition bekanntlich kein Wunschkonzert. Insbesondere die FDP wird gegen eine derart hohe Steigerung protestieren. Wir erwarten eine Bafög-Erhöhung auf etwa 900 Euro.

Bekannt ist bereits, dass die Minijobgrenze auf 520 Euro angehoben werden soll. Zusammengerechnet hätten Studenten dann im Idealfall 1.420 Euro monatlich zur Verfügung. Das wäre eine geschätzte Einkommenssteigerung von 11%.

Lukratives Segment für Immobilieninvestoren

Insgesamt bleibt das Segment der Studentenwohnungen lukrativ. Im Sommersemester 2021 sind die Mieten in Deutschland für entsprechende Objekte um 1,8% gestiegen (ggü. Vj.). Am stärksten war der Anstieg in Freiburg (+6%). In Konstanz, Leipzig und Münster müssen Studierende 4% mehr als im Vorjahr zahlen. In Hannover, Bonn, Karlsruhe, Bochum und Magdeburg sind die Mieten hingegen gesunken. Das geht aus dem MLP Studentenwohnreport hervor.

Fazit: Langfristig sind die Renditechancen bei Studenten-Appartements gut. Der Run auf die Universitäten wird nach einer Corona-Pause wieder zunehmen. Für Immobilieninvestoren bleibt das Segment attraktiv.

Hinweis: Die von uns taxierte Einkommensanhebung bei Studierenden um 11% ist eine spekulative Annahme. Dass es ein höheres Bafög geben wird, steht allerdings so gut wie fest. Auch das passt in unser großes Bild der zunehmenden Inflationstreiber. In Deutschland sind immerhin fast 3 Mio. Menschen an einer Uni immatrikuliert. Knapp 16% davon (465.000) beziehen Bafög. Die Ampel will den Bezieherkreis ausweiten.

Hier: FUCHSBRIEFE abonnieren

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Tauwetter nach sechs Jahren Eiszeit

Australien und China wollen wieder miteinander sprechen

Südsee-Atoll. © senaiaksoy / Getty Images / iStock
Den G20-Gipfel wird Australiens Premierminister auch zu offiziellen Gesprächen mit Chinas Präsidenten nutzen. Das ist auch ein Signal an eine dritte Partei, die in der Region um Einfluss buhlt.
  • Inhalte, Angebote und Diskussionen

Verlag Fuchsbriefe jetzt auch bei LinkedIn

Icon von LinkedIn auf dem Bildschirm eines Smartphones. © scyther5 / Getty Images / iStock
Mit unserer erweiterten Social Media Präsenz erreichen Sie die FUCHSBRIEFE jetzt auch bei LinkedIn.
  • Fuchs plus
  • Freiberufler-Personengesellschaften als Vorbild

BFH entwickelt Geringfügigkeitsgrenze für Vermögensverwaltende Personengesellschaften

Mehrere 2-Euro-Münzen © Olivier Le Moal / stock.adobe.com
Eine vermögensverwaltend z.B. durch Vermietung oder Kapitalanlagen tätige Personengesellschaft (z.B. OHG, KG, GbR) erzielt grundsätzliche private Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung oder Kapitalvermögen und keine gewerbesteuerpflichtigen „gewerblichen“ Einkünfte. Doch der BFH entwickelt gerade eine Grenze, wann die Schwelle zur gewerblichkeit überschritten wird.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Heiße Dachgeschosswohnung sorgte für Streit

Gehört eine Klimaanlage zur Wohnung?

Der Klimawandel führt dazu, dass immer mehr Wohnungen und Häuser auch mit Klimaanlagen ausgestattet werden. Doch was, wenn die Anlage defekt oder nicht nutzbar ist: Hat ein Mieter Anspruch darauf, die Anlage nutzen zu können?
  • Fuchs plus
  • Gute-Laune-Nachrichten vom 28. November 2022

Der Optimismus kehrt zurück

Die Unternehmen scheinen ihre "Stimmungstiefs" überwunden zu haben. Von überall aus der Welt erreichen die FUCHSBRIEFE-Redaktion entsprechende Nachrichten, die optimistisch stimmen.
  • Fuchs plus
  • Länderblick Schweiz - TOPS 2023

Die Schweiz zeigt sich zugeknöpft

Symbolbild TOPS 2023 Länderblick. © FUCHS | RICHTER Prüfinstanz
Die Schweiz stand einst für einen Finanzplatz allererster Güte - den sucht man bei den aktuellen Beratungserlebnissen der FUCHS|RICHTER Prüfinstanz aber oftmals vergeblich. Hier ist viel Arbeit notwendig.
Zum Seitenanfang