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Bafög-Reform für Vermieter interessant

Studenten werden solventer

Eine Küche in einer Studierenden-WG. Copyright: Pixabay
Die Ampel-Koalitionäre haben es sich auf die Fahne geschrieben, das Bafög zu reformieren. Auch wenn es noch keine konkreten Zahlen gibt, steht bereits jetzt fest, dass mehr Studierende Bafög-berechtigt sein sollen und obendrein auch mehr Geld bekommen. Das macht sie für Vermieter interessanter.

Vermieter sollten Studierende nicht sofort aus dem Interessentenkreis potenzielle Mieter ausschließen. Hintergrund: Die Ampel-Koalitionäre wollen den Kreis der Bezieher von Bafög ausweiten, „elternunabhängiger“ machen und auch dafür sorgen, dass Studis insgesamt mehr Geld in der Tasche haben. Mit diesen zusätzlichen Mitteln ausgestattet, qualifizieren sie sich für Wohnungen, die bisher nicht in ihrer Preisklasse lagen und werden insgesamt solventere Mieter.

Ampel will das Studi-Konto aufstocken

Bisher liegt der Bafög-Höchstsatz bei 825 Euro pro Monat. Zudem dürfen Studierende 450 Euro (Minijob) monatlich dazu verdienen (ohne Abzug). Insgesamt macht das bisher im „besten Fall“ 1.275 Euro Einkommen. Die Ampel-Koalition will das nun erhöhen. Konkrete Zahlen haben bisher nur die Grünen in ihrem Wahlprogramm gemacht: Der Höchstsatz würde sich bei Ihnen auf 1.068 Euro erhöhen. Nun ist eine Koalition bekanntlich kein Wunschkonzert. Insbesondere die FDP wird gegen eine derart hohe Steigerung protestieren. Wir erwarten eine Bafög-Erhöhung auf etwa 900 Euro.

Bekannt ist bereits, dass die Minijobgrenze auf 520 Euro angehoben werden soll. Zusammengerechnet hätten Studenten dann im Idealfall 1.420 Euro monatlich zur Verfügung. Das wäre eine geschätzte Einkommenssteigerung von 11%.

Lukratives Segment für Immobilieninvestoren

Insgesamt bleibt das Segment der Studentenwohnungen lukrativ. Im Sommersemester 2021 sind die Mieten in Deutschland für entsprechende Objekte um 1,8% gestiegen (ggü. Vj.). Am stärksten war der Anstieg in Freiburg (+6%). In Konstanz, Leipzig und Münster müssen Studierende 4% mehr als im Vorjahr zahlen. In Hannover, Bonn, Karlsruhe, Bochum und Magdeburg sind die Mieten hingegen gesunken. Das geht aus dem MLP Studentenwohnreport hervor.

Fazit: Langfristig sind die Renditechancen bei Studenten-Appartements gut. Der Run auf die Universitäten wird nach einer Corona-Pause wieder zunehmen. Für Immobilieninvestoren bleibt das Segment attraktiv.

Hinweis: Die von uns taxierte Einkommensanhebung bei Studierenden um 11% ist eine spekulative Annahme. Dass es ein höheres Bafög geben wird, steht allerdings so gut wie fest. Auch das passt in unser großes Bild der zunehmenden Inflationstreiber. In Deutschland sind immerhin fast 3 Mio. Menschen an einer Uni immatrikuliert. Knapp 16% davon (465.000) beziehen Bafög. Die Ampel will den Bezieherkreis ausweiten.

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