Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-0
0,00 €
307
Mietrecht

Verjährung bei Mietschulden

Aufgepasst: Die dreijährige Verjährungsfrist hat Ausnahmen. Wir zeigen ein Beispiel.
Vermieter haben grundsätzlich drei Jahre Zeit, säumigen Mietern zu kündigen. Das regelt die Verjährungsfrist nach § 195 BGB. Schuldet Ihnen ein Mieter also Miete, haben Vermieter eine relativ lange Zeit, darauf mit einer ordentlichen Kündigung zu reagieren. Es gibt eine Ausnahme. Nimmt Ihr Mieter eigenmächtig Veränderungen an der Wohnung vor und verschlechtert den Zustand, dann haben Sie nur sechs Monate Zeit für eine Kündigung. Die Verjährungsfrist bei Mietrückstand beginnt mit Ablauf des Jahres, in dem der Rückstand entstanden ist. Beispiel: Ein Mieter zahlt für Juli 2016 keine (oder zu wenig Miete). Die Verjährungsfrist für eine ordentliche Kündigung beginnt dann mit dem 31. Dezember 2016. Vermieter haben für die ordentliche Kündigung dann Zeit bis zum 31. Dezember 2019. Danach ist das Versäumnis des Mieters verfallen. Die Drei-Jahresfrist gilt auch für alle anderen mit dem Mietverhältnis zusammenhängenden Aspekte. Das sind auch Ansprüche wegen zu Unrecht gezahlter Maklerprovisionen. Sie gilt aber auch für Mietkautionen oder Betriebskosten – ob zu viel gezahlt (Anspruch des Mieters) oder zu wenig (Anspruch des Vermieters). Fristlos kündigen können Sie, wenn Ihr Mieter zwei Monate im Rückstand ist. Allerdings bedürfen Sie für den tatsächlichen Auszug – wie auch bei der fristgemäßen Kündigung – meist eine Räumungsklage, weil Mieter häufig  den Kündigungstermin ignorieren. Fristlos kündigen können Sie natürlich auch, wenn Ihr Mieter regelmäßig unpünktlich zahlt und Sie ihn deswegen bereits abgemahnt haben.

Fazit: Kündigungen von unliebsamen Mietern sind auf diversen Wegen möglich. Vermieter müssen die Details kennen, gut dokumentieren und die Fristen beachten.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Start einer neuen Artikelserie in FUCHS-DEVISEN

Kryptowährungen fahrlässig vernachlässigt

Kryptowährungen stehen in Deutschland nicht hoch im Kurs. Zu Unrecht wie wir meinen. Copyright: Picture Alliance
Kryptowährungen stehen in Deutschland bisher nicht hoch im Kurs. Selbst hinter europäischem Durchschnitt bleiben die Deutschen bei der Bitcoin-Nutzung weit zurück. Doch sich mit den Anwendungsmöglichkeiten im betrieblichen Zahlungsverkehr sollten sich Unternehmer unbedingt beschäftigen. Die Redaktion FUCHS-DEVISEN startet eine neue Serie und macht die Möglichkeiten von Kryptowährungen transparent.
  • Fuchs plus
  • Bankhaus Ellwanger & Geiger KG, Vermögensmanagement TOPS 2019: Qualifikation

Ein Besuch beim Maßschneider

Das Bankhaus Ellwanger & Geiger KG hat die grüne Ampel verdient.
Vielleicht sind wir auch wegen vorhergehender Enttäuschungen so begeistert. Vielleicht aber ist die Erfahrung Ellwanger & Geiger auch nüchtern betrachtet etwas Besonderes. Wie auch immer: Selbst bei längerem Nachdenken findet sich nichts Negatives an dem, was uns das Bankhaus geboten hat.
  • Fuchs plus
  • Bankhaus Jungholz AG - Private Banking Schweiz, Vermögensmanagement TOPS 2019: Qualifikation

Hausaufgaben für den Kunden, nicht für den Berater

Die Ampel des Bankhaus Jungholz steht auf rot.
Wir haben es bei der Beratung durch das Bankhaus Jungholz mit einer Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit zu tun. Wenn man die verschiedenen Ankündigungen und Verlautbarungen liest, glaubt man sicher in den allerbesten Händen zu sein. Das trifft - zumindest was unsere diesjährige Erfahrung angeht – leider nicht zu. Weder ist die Beratung hilfreich noch gibt es einen Anlagevorschlag.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Bei Spenden an Kirchen in der EU

Finanzamt muss Zuwendungen überprüfen

Zuwendungen an Kirchen (früher Spenden) in der EU sind steuerlich begünstigt. Das deutsche Finanzamt muss aber prüfen, ob dies so vorgegeben sei wie Spenden an deutsche Kirchen
  • In aller Kürze

Erbschaftsteuer auf geteiltes Grundstück

Der Bundesfinanzhof muss jetzt die Besteuerung für ein geerbtes Grundstück untersuchen. Das Grundstück besteht aus zwei Teilstücken mit separat geführten Grundbuchblättern. Das eine Grundstück ist einheitlich eingefriedet und wird zu eigenen Wohnzwecken genutzt. Das genügte den Richtern vom FG Düsseldorf aber nicht für die Erbschaftssteuerbefreiung. Aus ihrer Sicht handelt es sich um zwei separate Einheiten: ein bebautes und ein unbebautes Grundstück. (Finanzgericht-Mitteilung am 5. Juni 2018).
Zum Seitenanfang