Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
2605
Zusammenhang zwischen Maklerleistung und Immobilienkauf

Wann die Maklercourtage entfällt

Über den Zusammenhang zwischen Maklerleistung und Immobilienkauf. Copyright: Pexels
Die Maklercourtage ist in Deutschland frei verhandelbar. Üblicherweise beträgt sie bei Immobilienverkäufen zwischen drei bis sechs Prozent des Kaufpreises zuzüglich Mehrwertsteuer. Verzögern sich die Vertragsunterschriften längere Zeit, kann der Makler am Ende sogar leer ausgehen.

Wer zu spät kommt...geht manchmal leer aus. Das betrifft auch Immobilienmakler. Denn es fällt z. B. keine Maklercourtage mehr an, wenn zwischen der Tätigkeit des Maklers und dem Kaufvertragsschluss 14 Monate liegen und der Käufer die Immobile zwischenzeitlich angemietet hat. In dem Fall bot der Makler eine Immobile zum Verkauf an, bei der zuvor noch eine Grundstücksaufteilung vor dem Kauf vorgenommen werden musste. 

Zeitlicher Zusammenhang wichtig

Der Käufer wurde durch den Makler auf das Haus aufmerksam. Er entschloss sich das Haus zu erwerben. Der Notartermin platzte aber, weil der beurkundende Notar auf Probleme bei der Aufteilung des Grundstücks hinwies. Der Käufer mietete dann kurzerhand und vorübergehend die Immobile. 

Nach der Aufteilung des Grundstücks wurde der Kaufvertrag abgewickelt. Der Makler forderte seine Courtage von 7.140 Euro, der Käufer wollte aber nicht zahlen. Schließlich waren inzwischen 14 Monate vergangen. Das Oberlandesgericht (OLG) Zweibrücken musste entscheiden und hat die Forderung des Maklers abgewiesen. Der Erwerb der Immobilie mehr als ein Jahr nach dem ersten Notartermin stehe nicht mehr im Zusammenhang mit der Leistung des Maklers.

Fazit: Der Käu­fer eines Hau­ses muss für eine Mak­ler­leis­tung keine Cour­ta­ge zahlen. Dafür ist der zeitliche Zusammenhang zwischen Maklerleistung und Kaufvertrag entscheidend.

Urteil: OLG Zweibrücken vom 5.10.2020, Az.: 5 U 42/20

Hier: FUCHSBRIEFE abonnieren

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Nachhaltigkeit beim Stiftungsvermögen: Tiefe Einblicke und Diversität in Kooperationen

Von Datenlieferanten bis Beratungsnetzwerke: Wie Vermögensmanager ihre Nachhaltigkeitsstrategien stärken

Kollage Verlag Fuchsbriefe © Bild: envato elements
Um die nachhaltige Kapitalanlage zu stärken, setzen Vermögensmanager auf die Zusammenarbeit mit externen Instituten. Eine Analyse der FUCHS | RICHTER Prüfinstanz von 25 Organisationen enthüllt nicht nur eine reiche Vielfalt an Kooperationen, sondern auch signifikante Unterschiede in der Integration dieser Partnerschaften in ihre Nachhaltigkeitsstrategien.
  • Fuchs plus
  • Preisdruck auf natürliche Diamanten verschärft sich

Kaufzeit für Diamanten!

Der Kunde verlangt vermehrt synthetische Diamanten. © Foto: Pixabay
Die Preise für natürliche Diamanten sinken weiter mit einem Wertverlust von etwa 12 Prozent bei Einkarätern in bester Qualität. De Beers und Händler reagieren mit Preissenkungen und Produktionsanpassungen, während kleinere Juweliergeschäfte stark betroffen sind.
  • Fuchs plus
  • Logistik und Nachhaltigkeit

Elektro-LKW bei Österreichischer Post

Die Österreichische Post hat erstmals zwei Elektro-Lkw im Einsatz. Transportiert werden internationale Sendungen. Damit lassen sich rund 117 Tonnen direkte CO2-Emissionen pro Jahr einsparen.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Attraktive Bewertungen bei Small- und Mid-Caps

Im Fokus: Mögliche Übernahmekandidaten Small Caps

Größer werdende Geldstapel © jirsak / Stock.adobe.com
Small- und Midcaps, kleinere und mittelgroße börsennotierte Unternehmen gelten als unterbewertet. Ein "Run" auf diese Firmen dürfte nach der Sommerpause losgehen.
  • Fuchs plus
  • RKI-Protokolle jetzt ungeschwärzt

Whistleblowerin bringt Aufarbeitung der Coronazeit erneut ins Rollen

Die ungeschwärzten RKI-Protokolle bringen die Diskussion um die Rolle von Wissenschaft, Politik und unser Rechtssystem in der Coronazeit erneut ins Rollen. FUCHSBRIEFE hat die Protokolle, die von einer Whistleblowerin aus dem RKI ins Netz gestellt wurden, einer ersten Sichtung unterzogen.
Zum Seitenanfang