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Kunstmarkt

Andenken oder echtes Werk?

Wer Kunst kauft, sollte einige Grundregeln beachten. Das gilt besonders dann, wenn es sich um Künstler handelt, die eine große Präsenz im öffentlichen Raum haben. Denn dann spielen uns die Emotionen gelegentlich einen Streich.

Sammler, die auf Werke von Künstlern mit großer Präsenz im öffentlichen Raum fokussieren, sollten einige Regeln beachten. Ob Lanzarote, Barcelona oder Wien – es gibt Orte, bei denen jedem sofort Namen bekannter Künstler einfallen. Wer einmal die goldfarbig-bunten Materialwelten und die bis ins surreal getriebene Formen des Hundertwasserhauses in Wien gesehen hat, dem fällt spätestens im Bahnhof Uelzen oder auch in Magdeburgs „Grüner Zitadelle" am Domplatz der Name Hundertwasser ein. In der Malerei waren es Paula Modersohn-Becker die dem kleinen Örtchen Worpswede Weltgeltung verschafften.

Die Werke solcher Künstler finden sich in namhaften Museen und Galerien der Welt wieder. Die Museumsshops laden mit einem breiten Angebot diverser „Nachdrucke", Sammeltassen, Seidentüchern und anderen Devotionalien zu Käufen ein. Mehr als ein „Andenkenwert" haben diese Angebote in den meisten Fällen allerdings nicht.

Doch es gibt auch Originale in Galerien und Auktionshäusern. Das Angebot von Originalgrafik von Hundertwasser im deutschen Auktionshandel ist sogar recht üppig. Wer einen Hundertwasser sucht, sollte einmal auf die Farbserigraphie „Good Morning City - Bleeding Town" von 1969/70 schauen. Sie taucht regelmäßig auf und wird in einer Preisspanne zwischen 800 bis 2.000 Euro gehandelt. Trotz der hohen Stückzahl der Auflage sind die Preise über die Jahre relativ konstant geblieben.


Paula Modersohn-Becker schuf im Laufe ihres Künstlerlebens eine stattliche Anzahl von Radierungen. Je nach Erhaltungszustand und Motiv werden diese auf Auktionen in einer Preisspanne zwischen 800 und 6.000 Euro aufgerufen.
Besucher der Insel Lanzarote stoßen unwillkürlich auf den Maler, Bildhauer und Baukünstler Cesar Manrique. Mit seinen Werken prägt er diese Insel bis heute. Ein Besuch der „Fundación César Manrique" und seinem Wohnhaus in Haría sind dringend zu empfehlen. Hier findet sich eine repräsentative Auswahl seiner Gemälde. Gerade Manriques Kombination von Inselsand mit Acrylfarbe auf Leinwand schuf poetische Kunstwerke in unverkennbarer Manier. Deutsche Auktionshäuser bieten gelegentlich Gemälde in einer Preisspanne von 2.000 bis 10.000 Euro an.

Beim Kunstkauf an touristischen Hotspots ist aber zu beachten, dass wir uns in einer besonderen emotionalen Stimmung befinden. Wir schauen dann weniger auf den Preis und oftmals noch weniger auf Qualität und Authentizität. Mit dem Abstand einiger Kilometer und nochmaligem Blick auf Werk und Preis finden sich oftmals gute Gelegenheiten Besseres und Günstigeres im Auktionshandel zu finden.

Fazit

Achten Sie beim Kunstkauf auch auf Ihre Emotionen. Insbesondere positive Stimmungen rund um Museumsbesuche an Touristenhotspots verleiten zu Käufen. Dabei werden aber meist Andenken erstanden, keine Kunstwerke mit Anlageperspektive.

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