Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-0
0,00 €
2201
Bronzefiguren im Trend

Kunstmarkt: Kitsch als Wertanlage

Im Trend: Bronzefiguren | © Getty
Bronzefiguren sind unverwüstlich - für den Kunstmarkt werden sie gerade neu entdeckt.
Klassische Bronzefiguren werden am Markt für Antiquitäten und Kunst neu entdeckt. In aller Stille haben sich die Preise für solche Kunstwerke bereits im vergangenen Jahr erheblich nach oben bewegt. Ein Ende dieser Aufwärtsbewegung ist noch nicht absehbar. Denn noch ist das Preisniveau moderat. Besonders gefragt sind die typischen Bronzedarstellungen von Menschen oder Tieren. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie eigenständig oder auf soliden Marmorsockeln angebracht sind. Besonders begehrt sind bei Sammlern ca. 25 cm bis etwa 1,50 Meter große unbekleidete, halbbekleidete oder in Gewänder gehüllte weibliche und männliche Figuren sowie Tierdarstellungen aus der europäischen Mythologie. Die meisten dieser Stücke wurden bis 1939 gegossen. Solche Figuren galten über viele Jahrzehnte als verkitschte Staubfänger. Das Image hat sich aber gehörig gewandelt und die Nachfrage steigt aktuell weiter an. Zugleich ist das Angebot ziemlich beschränkt. Die große Masse solcher Figuren ist aufgrund des hohen Bronzebedarfs im Zweiten Weltkrieg Einschmelzungen zum Opfer gefallen. Aussichtsreiche Künstler gibt es einige. Bekanntere Namen sind Franz Iffland, Otto Poertzel, der Franzose Etienne Henry Dumaige und der Österreicher Leopold Steiner. Die Preise des Bronzegießers Steiner bewegen sich seit geraumer Zeit im flotten Aufwärtstrend. Eine seiner Figuren („Krieger mit Putto“) hat es derzeit auf knapp 20.000 Euro geschafft. Vor fünf Jahren war sie nur die Hälfte wert. Ähnlich ist die Entwicklung bei den Skulpturen von Poertzel, allerdings noch auf niedrigerem Niveau. Für 2.300 Euro können diese gekauft werden. Vor fünf Jahren lagen sie bei 1.100 Euro. Diese Preisbeispiele sind repräsentativ für den breiten Markt. Dennoch finden Einsteiger auch günstigere Angebote. Ein „Borghesischer Fechter“ (deutsch, Gießer unbekannt) aus der Zeit um 1900 bis 1910 ist schon für 220 Euro zu haben (Maße: 23 x 16 cm). Daneben haben wir eine von Grundmann signierte Bronzefigur von 1910 ausgemacht („kleines Mädchen balanciert auf Rollschuhen“, 17 cm hoch), die 180 Euro kostet. Insbesondere wenn die Künstler unbekannt sind, liegen die Preise ihrer Skulpturen deutlich tiefer. Preisssteigerungspotenzial gibt es für solche Figuren natürlich auch. Das dürfte nach allen Regeln des Kunstmarktes aber geringer sein als bei bekannten Namen. Ein Vorteil für Investoren ist die relative Unverwüstlichkeit von Bronzefiguren. Im Gegensatz zu Porzellan oder auch Holzskulpturen sind sie recht robust. Das stützt die Preise auch über lange Zeit. Investoren sollten wissen, dass Bronzefiguren in der Regel monogrammiert sind. Originale sind somit auch für Laien leicht am Gießereistempel im Sockel zu erkennen. Übrigens: Nachgüsse mit Künstlersignatur sind nur unwesentlich billiger und gelten auch nicht als Fälschung.

Fazit: Kunst darf kitschig sein. Wertsteigerungen steht das nicht im Weg.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Im Fokus: Defensive Aktien

Sichere Titel im Warenkorb

Defensive Titel sichern das Portfolio ab Copyright: Pixabay
An den Börsen nehmen die Unsicherheiten zu. Handelskonflikte, Atom-Abkommen, sogar Tweets treffen die Aktienmärkte immer wieder empfindlich. Konjunkturunabhängige Titel lassen sich davon wenig beeindrucken. Dazu zählen unter anderen Aktien von Lebensmittelhändlern, von denen wir zwei vorstellen. Auch ein Pharma-Unternehmen zählt zu unseren defensiven Favoriten.
  • Fuchs plus
  • Im Fokus: Wasserstoff und Brennstoffzellen

Suche nach Diesel-Alternativen treibt an

Wasserstoff-Atom Copyright: Pixabay
Saubere, ökologische und nachhaltige Antriebsmöglichkeiten sind derzeit gefragt. Dass man Wasserstoff als Energieträger nutzen kann, lernt man bereits im Chemie-Unterricht in der Schule. Auch heute schon, kann man mit einem Wasserstoff-Motor nicht unerhebliche Reichweiten erreichen. Durch die Diesel-Diskussion werden diese Motoren stärker gefragt. Findige Konzerne werden auf ebenso innovative Zulieferer aus der Branche angewiesen sein. Wir stellen einige der potenziellen Profiteure vor.
  • Nestlé S.A.

Preiserhöhungen sind Kurstreiber

Schon fast stoisch scheint der Kursverlauf von Nestlé die momentane Börsenkorrektur zu ignorieren. Die Aktie kennt derzeit nur die Richtung gen Norden. das macht die Aktie zu einem Sicherheit bringenden und zugleich profitablen Titel in den Depots der Anleger.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Weitere Preisdynamik zu erwarten

Eindeckungsrally bei Mais läuft

Shortverkäufer müssen sich mit Mais eindecken. Das treibt den Preis kräftig nach oben. Wie sich Anleger jetzt verhalten sollten .
  • Fuchs plus
  • Kryptowährung in einem Quartal von 3.000 auf 8.000 USD gestiegen

Was es mit dem Kursanstieg von Bitcoin auf sich hat

Bitcoin hat ein enormes Wertsteigerungspotenzial.
Solche Kursschwankungen kennt man sonst nur bei Inflationsgeld: Die Hartwährung Bitcoin stieg in wenigen Monaten von 3.000 auf kann 8.000 USD. Zwei Jahre zuvor hatte sie schon einen Kurssturz erlebt. Das alles ist normal. Wir sagen warum. Und was Investoren nun zu erwarten haben.
Zum Seitenanfang