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Fotografie

Markt segmentiert sich

Der Markt für Fotografien ist attraktiv. Aber es gibt Risiken.
Der Markt für Fotografie erlebt einen kometenhaften Aufstieg und teilt sich zusehends. Die wichtigsten Segmente sind alte Fotografie, digitale Medien, Silber-Gelatine-Techniken, C-Prints und noch einige mehr. Die Gründe für die wachsende Beliebtheit von Fotokunst sind vielfältig. Die inflationäre Etablierung digitaler Fototechnik in diversen Geräten privater Nutzer führte z. B. ein breites Publikum an die Fotografie heran. Jeder kann fotografieren und viele glauben, Fotokünstler zu sein. Die Fotografie ist deshalb heute Bestandteil einer Lifestyleindustrie geworden, die einen breiten Markt für fotografische Produktion etablierte. Mit speziellen Fotogalerien, Fotoabteilungen in Auktionshäusern, Fotokunsteditionen und fokussierten Handelsunternehmen (z. B. Lumas) wird der Trend gestützt. Die Preise für Fotos zogen aufgrund des Beliebtheitszuwachses sofort spürbar an. Von 1998 bis April 2008 stieg der Artprice Global Index (Sektor Fotografie) zügig von 100 auf 223 – verdoppelte sich also locker. Im Zuge der Finanzkrise folgte zeitweilig eine Korrektur (-40%) und eine anschließende Erholung bis September 2014 auf 206 Punkte (Quelle: artprice.com). Allerdings ist der aktuelle Boom für Käufer mit Vorsicht zu genießen. Denn die hohe Nachfrage erzeugt ein stark wachsendes Angebot. Das allerdings verwässert oft die Qualität der angebotenen Kunst. Der Anteil minderer Qualität steigt überproportional an. Hinzu kommt, dass das Segment so genannter Blue Chips entsteht, das von großen Marktteilnehmern gepflegt wird. Allerdings zeigen die Preise in diesem Segment inzwischen eine Tendenz zur Blasenbildung. Die Marktsättigung wird in den jüngsten Ergebnissen der Herbstauktionen 2014 sichtbar. So waren die Zuschlagsquoten von 50 bis 65% de facto nur zufriedenstellend. Selbst Arbeiten von Spitzenfotografen wie Robert Mapplethorpe und Andreas Gursky blieben z. T. unverkauft oder bewegten sich im unteren Schätzbereich. Demgegenüber erwiesen sich die Fotografien namhafter Fotografen der Jahre 1910-1950 wegen hoher künstlerischer Qualität als sehr wertstabil und attraktiv. Zu den gefragten Künstlern zählen u. a. August Sander, Otto Steinert, André Kertesz. Nicht zu unterschätzen ist der Einwand vieler Interessenten zum Thema „Werthaltigkeit von Fotokunst“. An erster Stelle stehen die Reproduzierbarkeit und damit die Infragestellung des Unikat-Charakters. Die Werthaltigkeitsfrage hat besondere Brisanz, wenn digitale Datenträger die Basis der Kunstwerke bilden. Ebenso risikobehaftet sind die jeweiligen Druckverfahren. Hier gibt es keine Langzeiterfahrungen für Pigmentstabilitäten und Bildträger. Beteuerungen der Verkäufer, „da gibt es keine Probleme“, sollte man mit Vorsicht begegnen. Alte Polaroids und Videobänder mahnen.

Fazit: Das Fotosegment ist attraktiv für Anleger. Aber die bekannten Spitzenkünstler scheinen preislich ausgereizt zu sein.

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