Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
1592
Fotografie

Markt segmentiert sich

Der Markt für Fotografien ist attraktiv. Aber es gibt Risiken.
Der Markt für Fotografie erlebt einen kometenhaften Aufstieg und teilt sich zusehends. Die wichtigsten Segmente sind alte Fotografie, digitale Medien, Silber-Gelatine-Techniken, C-Prints und noch einige mehr. Die Gründe für die wachsende Beliebtheit von Fotokunst sind vielfältig. Die inflationäre Etablierung digitaler Fototechnik in diversen Geräten privater Nutzer führte z. B. ein breites Publikum an die Fotografie heran. Jeder kann fotografieren und viele glauben, Fotokünstler zu sein. Die Fotografie ist deshalb heute Bestandteil einer Lifestyleindustrie geworden, die einen breiten Markt für fotografische Produktion etablierte. Mit speziellen Fotogalerien, Fotoabteilungen in Auktionshäusern, Fotokunsteditionen und fokussierten Handelsunternehmen (z. B. Lumas) wird der Trend gestützt. Die Preise für Fotos zogen aufgrund des Beliebtheitszuwachses sofort spürbar an. Von 1998 bis April 2008 stieg der Artprice Global Index (Sektor Fotografie) zügig von 100 auf 223 – verdoppelte sich also locker. Im Zuge der Finanzkrise folgte zeitweilig eine Korrektur (-40%) und eine anschließende Erholung bis September 2014 auf 206 Punkte (Quelle: artprice.com). Allerdings ist der aktuelle Boom für Käufer mit Vorsicht zu genießen. Denn die hohe Nachfrage erzeugt ein stark wachsendes Angebot. Das allerdings verwässert oft die Qualität der angebotenen Kunst. Der Anteil minderer Qualität steigt überproportional an. Hinzu kommt, dass das Segment so genannter Blue Chips entsteht, das von großen Marktteilnehmern gepflegt wird. Allerdings zeigen die Preise in diesem Segment inzwischen eine Tendenz zur Blasenbildung. Die Marktsättigung wird in den jüngsten Ergebnissen der Herbstauktionen 2014 sichtbar. So waren die Zuschlagsquoten von 50 bis 65% de facto nur zufriedenstellend. Selbst Arbeiten von Spitzenfotografen wie Robert Mapplethorpe und Andreas Gursky blieben z. T. unverkauft oder bewegten sich im unteren Schätzbereich. Demgegenüber erwiesen sich die Fotografien namhafter Fotografen der Jahre 1910-1950 wegen hoher künstlerischer Qualität als sehr wertstabil und attraktiv. Zu den gefragten Künstlern zählen u. a. August Sander, Otto Steinert, André Kertesz. Nicht zu unterschätzen ist der Einwand vieler Interessenten zum Thema „Werthaltigkeit von Fotokunst“. An erster Stelle stehen die Reproduzierbarkeit und damit die Infragestellung des Unikat-Charakters. Die Werthaltigkeitsfrage hat besondere Brisanz, wenn digitale Datenträger die Basis der Kunstwerke bilden. Ebenso risikobehaftet sind die jeweiligen Druckverfahren. Hier gibt es keine Langzeiterfahrungen für Pigmentstabilitäten und Bildträger. Beteuerungen der Verkäufer, „da gibt es keine Probleme“, sollte man mit Vorsicht begegnen. Alte Polaroids und Videobänder mahnen.

Fazit: Das Fotosegment ist attraktiv für Anleger. Aber die bekannten Spitzenkünstler scheinen preislich ausgereizt zu sein.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • EuG: „Kommission hat einen offensichtlichen Fehler begangen“

Einstufung von Titanoxid als krebserregend ist falsch

Sitzung des EuGH © curia.europa.eu
Krebserregendes Titanoxid – mit dieser Einstufung versetzte die EU-Kommission 2019 zahlreiche Unternehmen, in denen der Stoff verwendet wird, in Aufruhr. Doch die Einschätzung der EU-Gesetzgeber beruht auf eindeutigen Beurteilungsfehlern, wie jetzt richterlich bestätigt wurde.
  • Fuchs plus
  • Berlin verlängert Geltungsdauer von Hundemarken um ein Jahr

Auf den Hund gekommen

Hund geht Gassi. © Foto: Image by Yvonne Lüneburger from Pixabay
Dem Hund sagt man nicht nur nach der beste Freund des Menschen zu sein - es ist auch das beliebteste Haustier der Finanzverwaltung. Die Eintreibung der Hundesteuer wird immer öfter digital unterstützt. Neuestes Beispiel ist die Stadt Berlin.
  • Im Fokus: Raumfahrt-Aktien

Europa forciert Weltraum-Investitionen

Artemis I rocket with Orion and European Service Module on the launchpad. © European Space Agency
Mit einem neuen hochgesteckten Investitionsrahmen will sie die EU in Weltraum-Fragen unabhängiger von internationalen Partnern machen. Von diesem Souveränitätsbestreben werden einige Aktien profitieren. FUCHS-Kapital stellt sie vor.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Kräftiger Preisrücksetzer überwunden

Bedarf an Autobatterien treibt die Nachfrage nach Nickel

Nickel ist für Autobatterien unverzichtbar. © Foto: © david hughes / Fotolia.com
E-Autos sind der Renner – zumindest solange der Staat sie kräftig subventioniert. Jeder dieser Wagen benötigt eine Batterie. Und so ist es kein Wunder, dass auch bestimmte Industriemetalle davon profitieren. Eines ist Nickel.
  • Fuchs plus
  • Südostasien mit Chancen

Thai Baht auf dem Sprung

Der Tourismus wird eine wichtige Rolle dafür spielen, dass sich der Thailändische Baht erholt.
Konjunkturaussicht und Inflation spielen dem Land in Südostasien in die Hände. Mit relativ niedirgen Zinsen könnte der Turnaround realtiv schneller gehen als in vielen anderen Ländern. Die Bewertung ist ebenfalls attraktiv und wartet mit hohen Dividenen auf.
  • Fuchs plus
  • Edelmetall schließt Bodenbildungsphase ab

Silber glänzt wieder

Bei Silber übersteigt derzeit die Nachfrage das Angebot. © Foto: Pixabay
Bei Edelmetallen lohnt es sich stets, neben der fundamentalen Lage – also dem Blick auf Angebot und Nachfrage – auch der technischen Situation Aufmerksamkeit zu widmen. Hier hat Silber gerade einen markanten Punkt erreicht.
Zum Seitenanfang