Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-0
0,00 €
808
Unternehmen | Steuern

Erbschaftssteuerbescheid eilt

Sichern Sie sich als Unternehmer so rasch wie möglich einen gültigen Steuerbescheid im Erbschafts- oder Schenkungsfall.
Sichern Sie sich als Unternehmer so rasch wie möglich einen gültigen Steuerbescheid im Erbschafts- oder Schenkungsfall. Das ist insbesondere dann wichtig, wenn der Übertrag unter Ausnutzung der geltenden Verschonungsabschläge stattgefunden hat. Denn „sobald dem Steuerpflichtigen der Erbschafts- oder Schenkungssteuerbescheid bekanntgegeben worden ist, genießt dieser einen Bestandsschutz“, sagt uns Steuerberater Jörg Stalleiken von der Kanzlei Flick Gocke Schaumburg. Dieser Schutz könnte wichtig werden, wenn das Bundesverfassungsgericht die bestehende gesetzliche Regelung zur Erbschaft- und Schenkungssteuer verwirft. Das ist voraussichtlich im ersten Halbjahr der Fall. Anschließend wird der Gesetzgeber eine verschärfte Regelung beschließen. In der Praxis stellt sich immer wieder das Problem, dass insbesondere Schenkungen von sog. „Cash-GmbH’s“ von der Finanzverwaltung nur schleppend veranlagt werden. In diesen Fällen optiert der Erwerber zur Vollverschonung, also der 100%igen Steuerfreiheit. Laut Stalleiken empfiehlt es sich aus taktischen Gründen, bei der Einreichung der Steuererklärung die Vollverschonung noch nicht zu beantragen. Das Finanzamt setzt dann erst einmal zeitnah Schenkungssteuer in Höhe der Regelverschonung (85 %ige Steuerfreiheit) fest. In diesem Fall hat der Erwerber zunächst einmal einen Bescheid, der ihm die Bestandskraft der steuerlichen Behandlung der Schenkung sichert. Die Vollverschonung kann er zeitnah später noch beantragen. Eine eventuell festgesetzte Steuer entfällt dann gegebenenfalls noch nachträglich.

Fazit: Bei Schenkungen und Erbfällen ist die Regelverschonung der 100%igen Steuerfreiheit zunächst vorzuziehen. Wichtig ist vor allem, dass ein rechtskräftiger Steuerbescheid noch vor einer gesetzlichen Neuregelung vorliegt, die noch 2014 ansteht.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Erbschaftsteuergesetz ist offensichtlich verfassungswidrig

Der Staat macht den Erbfall zum Risiko

Erblasser werden vom Staat im Stich gelassen. Das deutsche Erbschaftsteuerrecht ist nach Meinung des ehemaligen Verfassungsrichter Prof. Paul Kirchhof nicht verfassungskonform – Gestaltungen geschehen unter Vorbehalt. © PictureAlliance
Erst vor Kurzem hat die (alte) Bundesregierung das Erbschaftsteuerrecht geändert. Doch auch die Neuregelung ist klar verfassungswidrig. Das sagt der ehemalige Richter am Bundesverfassungsgericht, Prof. Paul Kirchhof. Das bringt erhebliche Unsicherheit für Steuergestaltungen mit sich.
  • Verbraucherschutz als Wiedergutmachungsprogramm

Das Märchen vom Bürokratieabbau

Chefredakteur Ralf Vielhaber
Vor dreizehn Jahren schaffte es die Entbürokratisierung als Ziel in den Koalitionsvertrag der ersten großen Koalition. Kanzlerin Angela Merkel erklärte ihn zur Chefinnensache. Inzwischen wurde er längst ins Reich der Märchen verbannt wurde, erzählt Fuchsbriefe Chefredakteur Ralf Vielhaber.
  • Fuchs plus
  • Hauptstadt-Notizen

Ziellose Minister

Horst Seehofer
In jedem Unternehmen müssen sich Führungskräfte konkreten Zielen stellen. Diese müssen möglichst eindeutig formuliert werden, damit ihre Erfüllung nicht reine Auslegungssache ist. Unsere Spitzenpolitiker halten dagegen wenig von konkreten Zielfestlegungen. Das ergab eine Umfrage von FUCHSBRIEFE.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Weberbank, Stiftungsmanagement 2018: Qualifikation

Bärenstarke Berliner Bank?

Die Weberbank hat es nicht in die Endauswahl geschafft.
Die Berliner Weberbank ist Partner der Hertha BSC. Ob ihr Anlagevorschlag oben mitspielt, im Mittelfeld dümpelt oder Abstiegsgefahr lauert, zeigt unser Test.
  • Fuchs plus
  • Baden-Württembergische Bank, Stiftungsmanagement 2018: Qualifikation

Unselbstständig, doch mit prima Angebot

Die BW | Bank hat es in die Endauswahl geschafft.
Die BW | Bank ist Teil der Landesbank Baden-Württemberg und somit formal vielleicht nicht die erste Überlegung, wenn man an die Verwaltung von Stiftungsvermögen denkt. Zudem fungiert sie auch als Sparkasse ... Doch sollte man sich von solchen Äußerlichkeiten in diesem Fall nicht beeinflussen lassen. Der Anschein trügt.
  • Hauptstadt-Notizen vom 23. April 2018

Haushaltskürzungen geplant

Die EU-Kommission wird am 2. Mai voraussichtlich einen Sparhaushalt für 2021 bis 2027 vorlegen. Die bisherigen Vorstellungen von Haushaltskommissar Günther Oettinger, den Ausfall Großbritanniens nach dem Brexit durch Mehrzahlungen der verbleibenden Mitgliedsländer auszugleichen, hat angesichts des Widerstandes der Mehrheit der Mitgliedsländer vorerst keine Chance mehr. Das bedeutet für den Agrar- und den Kohäsionsfonds eine Kürzung um bis zu 6% oder rund 10 Mrd. Euro p.a.
Zum Seitenanfang