Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-0
0,00 €
1397
Unternehmen | Steuern

Erbschaftssteuerbescheid eilt

Sichern Sie sich als Unternehmer so rasch wie möglich einen gültigen Steuerbescheid im Erbschafts- oder Schenkungsfall.
Sichern Sie sich als Unternehmer so rasch wie möglich einen gültigen Steuerbescheid im Erbschafts- oder Schenkungsfall. Das ist insbesondere dann wichtig, wenn der Übertrag unter Ausnutzung der geltenden Verschonungsabschläge stattgefunden hat. Denn „sobald dem Steuerpflichtigen der Erbschafts- oder Schenkungssteuerbescheid bekanntgegeben worden ist, genießt dieser einen Bestandsschutz“, sagt uns Steuerberater Jörg Stalleiken von der Kanzlei Flick Gocke Schaumburg. Dieser Schutz könnte wichtig werden, wenn das Bundesverfassungsgericht die bestehende gesetzliche Regelung zur Erbschaft- und Schenkungssteuer verwirft. Das ist voraussichtlich im ersten Halbjahr der Fall. Anschließend wird der Gesetzgeber eine verschärfte Regelung beschließen. In der Praxis stellt sich immer wieder das Problem, dass insbesondere Schenkungen von sog. „Cash-GmbH’s“ von der Finanzverwaltung nur schleppend veranlagt werden. In diesen Fällen optiert der Erwerber zur Vollverschonung, also der 100%igen Steuerfreiheit. Laut Stalleiken empfiehlt es sich aus taktischen Gründen, bei der Einreichung der Steuererklärung die Vollverschonung noch nicht zu beantragen. Das Finanzamt setzt dann erst einmal zeitnah Schenkungssteuer in Höhe der Regelverschonung (85 %ige Steuerfreiheit) fest. In diesem Fall hat der Erwerber zunächst einmal einen Bescheid, der ihm die Bestandskraft der steuerlichen Behandlung der Schenkung sichert. Die Vollverschonung kann er zeitnah später noch beantragen. Eine eventuell festgesetzte Steuer entfällt dann gegebenenfalls noch nachträglich.

Fazit: Bei Schenkungen und Erbfällen ist die Regelverschonung der 100%igen Steuerfreiheit zunächst vorzuziehen. Wichtig ist vor allem, dass ein rechtskräftiger Steuerbescheid noch vor einer gesetzlichen Neuregelung vorliegt, die noch 2014 ansteht.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Reduzierte Arbeitszeit ist kein Urlaub

Arbeitszeitverkürzung statt Urlaub geht nicht

Urlaub ist in jeder Beziehung was Besonderes, das meinte das Bundesarbeitsgericht (BAG) schon vor sechzig Jahren. Die Richter formulierten schon damals: „Das Interesse des Arbeitgebers sind gesunde und arbeitsfreudige Arbeiter". Diese Ideen verfolgen die Gerichte unverdrossen bis zum heutigen Tag.
  • Fuchs plus
  • LGT Bank (Österreich) AG, TOPS 2020: Beratungsgespräch

Fürstliche Beratung in Wien

Wer bei der elitären LGT – dem Family Office des Fürstenhauses von Liechtenstein – abgehobene Berater vermutet, die einen „kleinen" Studenten nicht ernst nehmen, der irrt sich. Wobei natürlich Studenten mit einem Vermögen von 1,5 Millionen Euro wahrscheinlich auch hier nicht die Norm sind. Tatsache ist, dass fachlich und menschlich beim Kontakt in Wien ziemlich viel richtig gelaufen ist.
  • Fuchs plus
  • Die Grünen bestimmen die politische Ausrichtung der Regierung

Der heimliche Mitregent

CO2-Steuer oder CO2-Bepreisung - was hilft besser bei der Reduktion ? © Picture Alliance
CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer dreht gerne politische Pirouetten. So ganz weiß man nie, wo sie in der Drehung anhält. Bei der CO2-Steuer vollführt sie gerade eine 180-Grad-Meinungswende. Wider besseres Wissen.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Aufwertung durch schwachen Euro

Interventionsgefahr beim Schweizer Franken

Der schwächelnde Euro wird zum Problem für den Schweizer Franken. Der Aufwertungsdruck wird die notenbank zum Handeln zwingen. Dazu kommt eine abkühlende Konjunktur.
  • Fuchs plus
  • Die großen Spekulanten haben sich eingedeckt

Silber stößt an einen Widerstand

Der Preis für das Edelmetall Silber ist bis knapp an die 16 Dollar-Marke geklettert. Hier muss der Preis jetzt einen Kurswiderstand überwinden, damit es weiter nach oben geht. Doch viele große Händler sind jetzt anders positioniert als vor einigen Wochen. Anleger sollten das beachten.
  • Fuchs plus
  • Der kurzfristige Aufwärtstrend ist noch intakt

Beim Kaffee konkurriert das Wetter mit der Technik

Die Kaffee-Ernte in Brasilien wird über die künftigen Preise entscheiden. Copyright: Pixabay
Beim Kaffee scheinen die Eindeckungskäufe spekulativ eingestellter Händler abgeschlossen. Sie trieben in den letzten Wochen den Kaffeepreis an. Doch nun zählen andere Faktoren.
Zum Seitenanfang