Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
0,00 €
2048
Unternehmen | Steuern

Erbschaftssteuerbescheid eilt

Sichern Sie sich als Unternehmer so rasch wie möglich einen gültigen Steuerbescheid im Erbschafts- oder Schenkungsfall.
Sichern Sie sich als Unternehmer so rasch wie möglich einen gültigen Steuerbescheid im Erbschafts- oder Schenkungsfall. Das ist insbesondere dann wichtig, wenn der Übertrag unter Ausnutzung der geltenden Verschonungsabschläge stattgefunden hat. Denn „sobald dem Steuerpflichtigen der Erbschafts- oder Schenkungssteuerbescheid bekanntgegeben worden ist, genießt dieser einen Bestandsschutz“, sagt uns Steuerberater Jörg Stalleiken von der Kanzlei Flick Gocke Schaumburg. Dieser Schutz könnte wichtig werden, wenn das Bundesverfassungsgericht die bestehende gesetzliche Regelung zur Erbschaft- und Schenkungssteuer verwirft. Das ist voraussichtlich im ersten Halbjahr der Fall. Anschließend wird der Gesetzgeber eine verschärfte Regelung beschließen. In der Praxis stellt sich immer wieder das Problem, dass insbesondere Schenkungen von sog. „Cash-GmbH’s“ von der Finanzverwaltung nur schleppend veranlagt werden. In diesen Fällen optiert der Erwerber zur Vollverschonung, also der 100%igen Steuerfreiheit. Laut Stalleiken empfiehlt es sich aus taktischen Gründen, bei der Einreichung der Steuererklärung die Vollverschonung noch nicht zu beantragen. Das Finanzamt setzt dann erst einmal zeitnah Schenkungssteuer in Höhe der Regelverschonung (85 %ige Steuerfreiheit) fest. In diesem Fall hat der Erwerber zunächst einmal einen Bescheid, der ihm die Bestandskraft der steuerlichen Behandlung der Schenkung sichert. Die Vollverschonung kann er zeitnah später noch beantragen. Eine eventuell festgesetzte Steuer entfällt dann gegebenenfalls noch nachträglich.

Fazit: Bei Schenkungen und Erbfällen ist die Regelverschonung der 100%igen Steuerfreiheit zunächst vorzuziehen. Wichtig ist vor allem, dass ein rechtskräftiger Steuerbescheid noch vor einer gesetzlichen Neuregelung vorliegt, die noch 2014 ansteht.

Meist gelesene Artikel
  • Im Fokus: Insider-Geschäfte

Aktien, die die Vorstände kaufen

Im Fokus: Insider-Trades. Copyright: Pixabay
Anleger können sich gut an den Käufen und Verkäufen von Firmeninsidern orientieren. Die kennen "ihre" Firmen gut und positionieren sich bei Käufen oft strategisch. Wer solche Käufe und Verkäufe kennt und nachvollzieht, hat bei Investments oft ein gutes Chance-Risiko-Verhältnis.
  • Und täglich grüßt das italienische Murmeltier

Mario Draghi: Letzte Hoffnung für den Euro?

Krise in Rom. Copyright: Pexels
Mitgefangen, mitgehangen – das gilt in der EU. Daher ist jede Krise in einem größeren EU-Land – noch dazu in einem extrem hoch verschuldeten wie Italien – immer auch eine Krise des Euroraums und des Euro. Bekommt Italien nun seine letzte Chance?
  • Fuchs plus
  • Kaffee wird teurer

Angebot dünnt aus und Container fehlen

Jetzt wird der Kaffee-Preis heiß. Einerseits mangelt es an Containern zum Transport der braunen Bohne. Andererseits gehen auf der Angebotsseite gut 30 Millionen Sack Kaffee verloren. Der Trinkgenuss dürfte somit bald wieder teurer werden.
Neueste Artikel
  • Im Fokus: Index-Aufsteiger

Überrenditen mit Index-Aufsteigern

Index-Kletterer im Fokus. Copyright: Pixabay
Wenn Aktien neu in Indizes aufgenommen werden, dann haben professionelle Anleger Handlungsbedarf. Denn viele müssen diese Aktien kaufen, um sie in ihren Portfolios abzubilden. Das beschert den Aufsteigern oft Überrenditen. Die können auch Anleger abschöpfen.
  • Fuchs plus
  • Wallstreet:Online wird Broker

Revolution auf dem Trading-Markt

Generalangriff von Wallstreet Online. Copyright: Pexels
Wallstreet:Online (WO) wird den deutschen Broker-Markt kräftig aufmischen. Denn die Finanzinformationsseite verlässt das Feld der reinen Information und hat inzwischen einen eigenen Broker im Angebot. Außerdem hat WO mit Matthias Hach einen Broker-Profi ins Boot geholt.
  • Fuchs plus
  • Ärger mit Inkassodienstleistern

Vermieter haben Handlungsoptionen

Vermieter haben immer öfter mit Inkassodienstleistern zu tun, die harsch gegen einen vermeintlich überzahlten Mietzins vorgehen. Insbesondere seit Einführung der Mietpreisbremse nimmt die Zahl der Fälle deutlich zu. Die gute Nachricht: Vermieter können sich dagegen wehren.
Zum Seitenanfang