Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
0,00 €
1191
Rohstoffpreise gehen unterschiedliche Wege

Öl nahe dem Hoch, Gold peilt neue Rekorde an

Die Rohstoffpreise werden sich 2020 sehr unterschiedlich entwickeln. Gold wird in ganz neuem Glanz erstrahlen. Für Öl sieht es dagegen düster aus. Bei Industriemetallen werden zwei spezielle Metalle punkten.
Die Rohstoffpreise sind 2019 auf breiter Front in einen Aufwärtstrend eingeschwenkt. 2020 wird sich das jedoch nicht so fortsetzen. Die Preise für Energierohstoffe, Industriemetalle, Edelmetalle und Agrarrohstoffe werden auseinander laufen.
Der Ölpreis ist exakt bis an unser Kursziel herangelaufen, das wir hier vor einem Jahr prognostiziert hatten. Öl der Sorte WTI notiert bei 61 US-Dollar je Fass (Brent 66 USD je Fass). Im Jahr 2020 dürfte dies der Mittelwert für den Ölpreis sein. Denn bei Öl verschiebt sich die Angebots- und Nachfragerelation. Die Nachfrage wächst langsamer. Das liegt an der konjunkturellen Entwicklung auf der Welt, aber auch an Verschiebungen zu anderen Energieträgern (Kohle, Gas, Strom). Auf der anderen Seite wächst das Ölangebot. Die Ölpreise haben daher wenig Potenzial nach oben. Höher als bis 80 US-Dollar je Fass WTI sehen wir sie nicht steigen – und das auch nur bei einer konjunkturellen Beschleunigung. Rutscht die wirtschaftliche Dynamik weiter ab, dürfte der Ölpreis wieder bis in Regionen um 45 US-Dollar abschmieren – angetrieben von einem wachsenden Überangebot. 

Elektromobilität und Risikoaversion

Die Preisentwicklung der Industriemetalle hängt ebenfalls stark von der Weltkonjunktur ab. Die Preise sind aufgrund der geringeren Elastizität des Angebots aber nicht ganz so konjunkturempfindlich. Daher schwanken sie nicht so schnell wie die Ölpreise. Die Fortsetzung der laufenden Aufwärtstrends ist daher wahrscheinlicher. Sonderfaktoren gibt es z. B. für Palladium und Platin aufgrund der zunehmenden E-Mobilität. Für diese Metalle sind auch neue Rekordstände zu erwarten.
Die Preise der Edelmetalle Gold und Silber bleiben im Aufwärtstrend. Sie werden von steigender Risikoaversion getrieben. Der Goldpreis hat Potenzial bis 1.700 US-Dollar. Silber, das zu 50% auch in der Industrie eingesetzt wird, hat Luft bis 24 US-Dollar. Treiber sind die kontinuierlich tief gehaltenen Notenbankzinsen und die wahrscheinlich anziehende Inflation. Knickt die Konjunktur jedoch kräftig ein, werden die Preise zügig ihre jüngsten Krisenhochs anlaufen. Gold wird dann wieder Richtung 2.000 Dollar je Feinunze steigen. Für Silber wären dann Kurse um 30 US-Dollar je Unze möglich. 
Der Ölpreis hat nur begrenztes Steigerungspotenzial. Preisabsicherungen im Einkauf sind für die gefragten Metalle Platin und Palladium angezeigt. Auch Edelmetalle dürften im Jahresverlauf teurer werden. Sie gehören als Absicherung in jedes Anlagedepot.
Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Japans Notenbank steigt im Dezember in die grüne Finanzierung ein

Nippons Geldhüter überraschen den Yen nicht

Japans Notenbank steigt im Dezember in die grüne Finanzierung ein. Copyright: Pexels
Nach zweitägiger Beratung verkündeten die Geldhüter Japans – für die Märkte wenig überraschend – dass sie an ihrer Geldpolitik festhalten. Sorgen machen sollten allerdings die dahinter liegenden Gründe. Dennoch gibt es gute Nachrichten – auch für Anleger.
  • Fuchs plus
  • Optimistische Weizen-Prognosen aus Down Under

Angeknackster Preistrend

Optimistische Weizen-Prognosen aus Down Under. Copyright: Pixabay
Das Bauern Freud' ist des Investors Leid: Das gilt auch bei Agrarrohstoffen. Aktuell ist Weizen betroffen. Noch vor einem Monat sah es hier mit den Ernten düster aus. Doch es hat sich etwas geändert.
  • Fuchs plus
  • Kündigung eines Prämiensparvertrages

Sparkasse kündigt Sparverträge, weil sie ihr zu teuer sind

Sparkasse kündigt Sparverträge, weil sie ihr zu teuer sind. Copyright: Pixabay
Prämienspar­verträge waren lange ein Sparkassen-Bestseller. Zusätzlich zum Zins erhält der Sparer eine jähr­liche Prämie, die mit der Lauf­zeit ansteigt. In Niedrigzins-Zeiten wird diese Prämie aber zur Belastung. Die Sparkassen kündigen nun alte Spar­verträge. Ist das zulässig?
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • EuGH verhängt finanzielle Sanktionen gegen Polen

Der Zloty unter Druck: Bleibt Polen in der EU?

Der Zloty unter Druck: Bleibt Polen in der EU? Copyright: Pixabay
Polens Regierung muss nun erstmals vom EuGH verhängte finanzielle Sanktionen hinnehmen. Der Anlass: Ein vom Nachbarn Tschechien betriebenes Verfahren um den Braunkohletagebau Turow. Das dürfte nur ein Testlauf sein für weitere Sanktionen im Streit um die Justizreform. Offenbar werden nun auch die Finanzmärkte davon beeinflusst.
  • Fuchs plus
  • Japans Notenbank steigt im Dezember in die grüne Finanzierung ein

Nippons Geldhüter überraschen den Yen nicht

Japans Notenbank steigt im Dezember in die grüne Finanzierung ein. Copyright: Pexels
Nach zweitägiger Beratung verkündeten die Geldhüter Japans – für die Märkte wenig überraschend – dass sie an ihrer Geldpolitik festhalten. Sorgen machen sollten allerdings die dahinter liegenden Gründe. Dennoch gibt es gute Nachrichten – auch für Anleger.
  • Fuchs plus
  • China will ausufernden Immobilien(preis-)boom stoppen

Evergrande erschüttert Rohstoff-Lieferanten – Renminbi bleibt unberührt

China will ausufernden Immobilien(preis-)boom stoppen. Copyright: Pexels
Seit Tagen ist die drohende Pleite des chinesischen Bauträgers Evergrande Marktgespräch. Es geht darum, die Schieflage und ihre Folgen möglichst treffsicher einzuschätzen. Die Devisenmärkte haben das (wie die Aktienmärkte auch) bereits getan.
Zum Seitenanfang