Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-0
0,00 €
465
Erhebliche Anforderungen vor Anerkennung

Schulbesuch steuerlich Privatsache

Schulgeld bleibt grundsätzlich Privatsache. Das Finanzgericht Düsseldorf verneint eine steuerliche Anerkennung als auch dann, wenn die Wahl aufgrund von Krankheit eine Kindes auf eine einer spezielle Privatschule fällt.
Schulgeld bleibt grundsätzlich Privatsache. Eine steuerliche Anerkennung als außergewöhnliche Aufwendung auch bei der Wahl einer speziellen kostenpflichtigen Privatschule aufgrund von Krankheit eines Kindes ändert daran nichts. Dies entschied das Finanzgericht Düsseldorf (Urteil vom 14. 03. 2017, Az. 13 K 4009/15). Es ließ aber doch Revision beim BFH zu. In dem Fall machte ein Arzt Schulgeld für zwei Kinder auf englischen Boarding Schools geltend. Er begründete die außergewöhnliche Belastung von 69.000 Euro für zwei Jahre damit, dass seine Kinder an Aufmerksamkeitsstörung (ADHS) litten. Deshalb benötigten sie eine Schule mit spezieller Betreuung. Der Arzt selbst hatte die Krankheiten bescheinigt. Das reicht aber laut Gericht bei weitem nicht zur Anerkennung einer außergewöhnlichen Belastung aus. Stattdessen verlangt das Gericht ein vor dem Schulbeginn erstelltes ärztliches Gutachten, aus dem die Notwendigkeit zum Besuch einer speziellen Schule hervorgeht.

Amtsarzt oder Medizinischer Dienst

Diese Bescheinigung muss ein Amtsarzt oder der Medizinische Dienst der Krankenversicherung erstellen. Dies gelte nicht nur für eine medizinisch erforderliche auswärtige Unterbringung eines behinderten Kindes, sondern erst recht bei einer einfachen Erkrankung. Außerdem sei der Schulbesuch Bestandteil einer psychotherapeutischen Behandlung, die ebenfalls erhöhten Nachweisanforderungen unterliege. Der BFH dürfte kaum zu einem anderen Urteil kommen.

Fazit: Vor der steuerlichen Anerkennung eines durch Krankheit bedingten Besuchs einer speziellen Schule steht erheblicher bürokratischer Aufwand.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • HypoVereinsbank, Vermögensmanagement TOPS 2019: Qualifikation

Mehr Großbank als Privatbank

Die Ampel der HypoVereinsbank steht auf Rot.
Die HypoVereinsbank gibt sich auf ihrer Internetseite sehr technisch, was das Private Banking angeht. Sie verspricht ihren Kunden, gut aufgestellte Portfolios zu entwerfen. Diese stellen „eine ausbalancierte Einheit von Anlageklassen weltweit" dar, „passend zur Risikotoleranz" des Kunden. Das aber muss dann auch gelingen.
  • Fuchs plus
  • Haushaltszahlen beruhen auf übertriebenen Wachstumsannahmen

Italiens Defizit liegt sogar nahe 3%

Italiens angepeilte Neuverschuldung von 2,4% vom BIP ist auch nur die halbe Wahrheit. Denn sie beruht auf übertriebenen Wachstumsannahmen. Krach mit Brüssel ist programmiert.
  • Fuchs plus
  • Frankfurter Bankgesellschaft (Schweiz), Vermögensmanagement TOPS 2019: Qualifikation

Beratung nach einem Drehbuch Franz Kafkas

Die Ampel der Frankfurter Bankgesellschaft (Schweiz) steht auf Rot.
„Eine Spur persönlicher" will die Frankfurter Bankgesellschaft (Schweiz) sein. Das gelingt im Beratungsgespräch nicht. Statt Beratung gibt es Fragen über Fragen an den Kunden, aber keinen Dialog. Trotzdem reicht die Zeit reicht nicht, alle für den Anlagevorschlag wichtigen Fragen unterzubringen. Insgesamt eine eher kafkaeske Erfahrung.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Es fehlt vor allem an Vertrauen

Das deutsche EZB-Dilemma

AUf die Ansagen aus der EZB müssen nun auch Taten folgen.
Kann die EZB machen, was sie will? Es scheint so. Der EuGH will ihr jedenfalls keine Grenzen setzen. Das stärkt die Institution EZB. Ihre Schwäche liegt woanders.
  • Fuchs plus
  • Öl (WTI) hat den Höhenflug gestoppt

Gegenwind aus den USA für den Ölpreis

Öl WTI hat einen Widerstand erreicht. Copyright: Picture Alliance
Seit Anfang Oktober ist Öl (US-Sorte West Texas Intermediate – WTI) wieder deutlich zurückgekommen. Vor allem die USA fördern wieder deutlich mehr vom Schwarzen Gold. Ist der Preisauftreibe damit beendet?
Zum Seitenanfang