Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-0
0,00 €
172
Wald

Stetige Erträge, günstige Preise

Waldflächen sind ein attraktives Investment. Das zeigt eine Studie des Immobilienberaters Savills. Zum einen haben die Flächen eine hohe Wertstabilität. Zum anderen verspricht die steigende Holznachfrage für wachsende Erträge. Kaufinteressenten stehen dennoch vor einigen Schwierigkeiten.
Im Zuge der Immobilienpreis-Hausse ziehen auch die Preise für Wald an. Sie unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland. In Sachsen-Anhalt kostet der Hektar (2014) 2.500 Euro; in Baden-Württemberg als teuerstem Flächenland sind es 30.000 Euro. Größere Flächen erzielen höhere Hektarpreise als kleinere. Art, Qualität und Alter der Bäume bestimmen 50 bis 55% des Wertes eines Waldstücks. Weil Holz Transportkostenintensiv ist, erhöht die Nähe zu einem Sägewerk oder einer Papierfabrik deutlich den Wert eines Waldes. Forstflächen sind ein wertstabiles Investment. Das zeigt eine Studie des Immobilien-Beraters Savills. Selbst in der Finanzkrise sank der Wert von Wald kaum. In der Niedrigzinsphase hat sich der Wert dann durchgängig erhöht. Wald liefert zudem stetige und stabile Erträge. Zwischen 2006 und 2015 lag der Ertrag im Schnitt bei Privatwäldern ab 200 ha bei 165 Euro/ha. Unterstellt man einen Wert von 7.500 Euro/ha, so entspricht das einer laufenden Rendite von 2,2% im Jahr. Die Erträge kommen zu 90% aus dem Holzverkauf.

Nachfrage nach Holz steigt

Die Nachfrage nach Holz als Werk- oder Brennstoff wird in den kommenden Jahren noch steigen. Eine jährliche Gesamtrendite von 4% ist damit in den nächsten Jahren nach Prognosen von Marktexperten realistisch. Mit forstwirtschaftlich effizient genutzten Großflächen außerhalb der Hochpreisregionen lassen sich deutlich höhere Renditen erzielen.

Kleinteiliger Markt – Wert stark vom Baumbestand bestimmt

Problem für Käufer: Der Markt für Forstimmobilien in Deutschland ist sehr intransparent. Er ist kleinteilig und regional. Zwischen 2007 und 2014 gab es jährlich etwa 22.000 Verkäufe. Dabei wurden durchschnittlich etwa 41.000 ha und etwa 320 Mio. Euro p.a. umgesetzt. Pro Transaktion sind das weniger als 2 ha und 15.000 Euro. Der Markt ist also nicht nur segmentiert, sondern auch kleinteilig – viele Transaktionen gehen über sehr gute regionale Beziehungen über die Bühne.

Fazit: Waldflächen sind ein attraktives Investment. Eine Arrondierungs-Strategie, bei der ein zusammenhängendes Stück stetig vergrößert wird, ermöglicht eine starke Wertsteigerung. Expertenrat ist aber unerlässlich!

Meist gelesene Artikel
  • Produktcheck

Comgest Growth Greater China

Vor zwei Jahren galt China als größtes Risiko für die Weltwirtschaft. Die Börse ist wieder in einen moderat steigenden Aufwärtstrend gewechselt. Einer der besten China-Fonds ist der Growth Greater China des französischen Vermögensverwalters Comgest.
  • Wenn der Sonne über die Wald scheint

Entschuldigung, wir schreiben politisch nicht korrekt

Ralf Vielhaber, Chefredakteur FUCHSBRIEFE
Wie schreibt man einen politisch korrekten Fuchsbrief, ohne seine LeserInnen zu verletzen. Und 58 weitere Geschlechter noch dazu. Fuchsbriefe-Chefredakteur Ralf Vielhaber hat sich mit seinem Team dazu Gedanken gemacht. Und sie kommen zu einem überraschenden Ergebnis.
  • Beschäftigungsbonus nicht mit EU-Recht vereinbar

Beschäftigungsbonus kippt

Der von der Regierung beschlossene Beschäftigungsbonus kommt nicht. Das Finanzministerium hielt ihn nicht mit EU-Recht verineinbar.
Neueste Artikel
  • Bis Mitte Februar muss Lohnnachweis an die Unfallversicherung übermittelt werden

Letztmalig doppelgleisig

Wir die Lohnsumme nicht bis zum 12.02.2018 and die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung übermittelt, so wird sie geschätzt. Letzmalig kann der Nachweis in Papier- oder Fax-Verfahren eingereicht werden.
  • Viele Seiteneinsteiger im tschechischen Kabinett

Neulinge in der Überzahl

Die tschechische Minderheitsregierung hat viele neue Seiteneinsteiger. Der neue Ministerpräsident Andrej Babiš berät sich in Brüssel mit den Chefs der Wisegradstaaten über die Flüchtlingsfrage.
  • Knapper Sieg für Kretschmer

Dresden: Etliche Abweichler

Bei der Wahl des neuen Ministerpräsidenten in Sachsen konnte sich Michael Kretschmer knapp durchsetzten und ist somit jüngester Ministerpräsident eines Bundeslandes.
Zum Seitenanfang