Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
0,00 €
811
Schenkungsteuer

Überhöhte Mietzahlungen sind keine Schenkung

Überhöhte Mietzahlungen wertet der Bundesfinanzhof nicht als Schenkung. Das führt zu interessanten Möglichkeiten der Steuergestaltung.
Überhöhte Mietzahlungen sind keine verdeckte Gewinnausschüttung und stellen daher auch keine Schenkung dar. Diese Entscheidung des Finanzgerichts Münster wurde allerdings noch zur letztlichen Klärung dem BFH vorgelegt (FG Münster, Mitteilung vom 15.12.2015 zum Urteil vom 22.10.2015, Az. 3 K 986/13; BFH, Az. der Revision: II R 54/15). Der Fall: Eine GmbH, deren Alleingesellschafterin die Ehefrau des Geschäftsführers war, vermietete ein Grundstück und verschiedene Maschinen an die GmbH. Diese gehörten dem Geschäftsführer privat. Die Betriebsprüfung ergab einen überhöhten Mietpreis. Dies führte zum Ansatz verdeckter Gewinnausschüttungen und damit einer höheren Körperschaftsteuer der GmbH. Das reichte dem Finanzamt aber noch nicht. Die verdeckten Gewinnausschüttungen wertete der Fiskus zusätzlich auch noch als Schenkungen an den Geschäftsführer. Daraufhin forderte er Schenkungsteuer. Diese Sichtweise lehnte das Gericht jedoch ab. Schenkungsteuer gelte nur für freigebige Zuwendungen. Vermögensvorteile, die durch eine Erwerbshandlung am Markt erzielt werden, unterlägen dagegen der Einkommensteuer. Denn die Mietzahlungen stellten beim Kläger in voller Höhe Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung dar. Da hierauf Einkommensteuer entfiele, dürfe für die Beträge nicht auch noch Schenkungsteuer erhoben werden.

Fazit: Bleibt es bei der Entscheidung, ergeben sich ggf. interessante Gestaltungsmöglichkeiten bei ähnlich gelagerten Fällen – bspw. durch die Steuerung der Einkommensteuer mit Hilfe steuerlich optimierter Mietzahlungen.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Regierung Modi hält an ihrem Reformkurs fest

Starke Stütze für die Rupie

Die Reformen von Narendra Modi zeigen Wirkung. Copyright: Pexels
Die Regierung Modi hält an der Liberalisierung der Agrarmärkte auch gegen den Protest der Bauern fest. Sie setzt dabei auch auf den Erfolg der expansiven Finanzpolitik. Die dürfte neuen Schwung für die Wirtschaft und die Rupie bringen.
  • Fuchs plus
  • In Kooperation mit der Finanzoo GmbH

Borgwarner verkaufen

Im Musterdepot bei unserem Partner Finanzoo haben wir erneut Handlungsbedarf. Seit März 2019 haben wir Borgwarner im Portfolio und liegen gut im Plus. Nun machen wir aufgrund der Unternehmensmeldungen Kasse.
  • Fuchs plus
  • Und täglich grüßt das italienische Murmeltier

Mario Draghi: Letzte Hoffnung für den Euro?

Krise in Rom. Copyright: Pexels
Mitgefangen, mitgehangen – das gilt in der EU. Daher ist jede Krise in einem größeren EU-Land – noch dazu in einem extrem hoch verschuldeten wie Italien – immer auch eine Krise des Euroraums und des Euro. Bekommt Italien nun seine letzte Chance?
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Die Tür für Peking wird weiter geöffnet

HSBC expandiert nach China

Die HSBC zieht sich aus Europa zurück und expandiert nach China. Was in London scharfe Kritik hervorrief, könnte für China ein großes selbstgeschaffenes Problem lösen helfen.
  • Fuchs plus
  • In Kooperation mit der Finanzoo GmbH

Borgwarner verkaufen

Im Musterdepot bei unserem Partner Finanzoo haben wir erneut Handlungsbedarf. Seit März 2019 haben wir Borgwarner im Portfolio und liegen gut im Plus. Nun machen wir aufgrund der Unternehmensmeldungen Kasse.
  • Fuchs plus
  • Mega-Marge mit erneuerbaren Energien

Encavis kauft strategisch zu

Encavis ist ein Versorger, der auf erneuerbare Energien setzt. Das Geschäft läuft rund, das Unternehmen wächst dynamisch und die Marge ist sensationell hoch. Jetzt kauft auch noch der Vorstand ordentlich Aktien - ein gutes Omen.
Zum Seitenanfang