Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
0,00 €
1474
Wer zahlt, ist unwichtig

Auch Sonderausgaben werden bei Ehegatten geteilt

Sonderausgaben von Eheleuten werden steuerlich geteilt. Dabei ist es unerheblich, wer sie tatsächlich aufgebracht hat. Auch wenn dies ein Finanzamt anders sieht ...

Sonderausgaben von Eheleuten können steuerlich geteilt werden. Dabei ist es unwichtig, wer die Aufwendungen erbracht hat. Auf die geteilten Sonderausgaben sind dann individuelle Höchstbetragsberechnungen bei der Günstigerprüfung zur Höhe der Besteuerung erforderlich, entschied das Finanzgericht Baden-Württemberg (Urteil 2 K 1032/16, Az. vom 29.11.2017, mitgeteilt am 03.05.2018; beim Bundesfinanzhof anhängig unter Az. III R 11/18).

Das Finanzamt hatte die Einzelveranlagung zuvor davon abhängig gemacht, wer von den Eheleuten wie viel gezahlt hatte. Darauf führte es dann die Günstigerprüfungen durch. Das ergab deutlich höhere Steuerforderungen. Das verwarf das Finanzgericht. Es forderte stattdessen die Teilung der gezahlten Summen. Und zwar unabhängig davon, wie viel die einzelnen Partner gezahlt hatten.

Denn laut Gericht muss die Summe der Zahlungen geteilt werden. Durch die Teilung ohne Berücksichtigung der Zahlungsströme waren die anrechenbaren Altersvorsorgeaufwendungen bei der Ehefrau deutlich höher als das Finanzamt angenommen hatte. Sie muss entsprechend weniger Steuern zahlen.

Fazit: Prüfen Sie daher jeweils, ob das Teilungsmodell bei Günstigerprüfungen auch für Sie Vorteile bringt.

Meist gelesene Artikel
  • Landtagswahl in Sachsen-Anhalt

Test für die neue AfD-Spitze

Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Copyright: Pixabay
Seit Kurzem hat die Alternative für Deutschland (AfD) mit Tino Chrupalla und Alice Weidel ein neues Spitzenduo für die Bundestagswahl. Am kommenden Sonntag wird sich in Sachsen-Anhalt zeigen, ob sich die Partei mit dem Duo einen Gefallen getan hat. Ob "Erfolg" oder Misserfolg" für die rechte Partei, darüber entscheidet eine Prozentlinie.
  • Fuchs plus
  • Starkes Entrée und bereitwillige Auskünfte

Donner & Reuschel: Vorbereitung ist alles

Donner & Reuschel: Vorbereitung ist alles. Copyright: Verlag Fuchsbriefe
Bei Donner & Reuschel erlebt der Stiftungskunde viel Licht – und leider auch Schatten. Während der Anlagevorschlag weitestgehend ein Genuss ist, werden an anderer Stelle wertvolle Punkte durch schlechte Vorbereitung liegen gelassen.
  • Fuchs plus
  • Wiederverwertung von Rohstoffen

Startup löst Recycling-Problem bei Altreifen

Startup löst Recycling-Problem bei Altreifen. Copyright: Pexels
Das Recycling von Altreifen wird immer mehr zum Problem. Denn die Nachfrage nach den Resten geht stetig zurück. Ein Jungunternehmen aus dem Saarland hat die Lösung: Es zerlegt Gummi in seine Bestandteile. Dabei entstehen leicht verwertbare Rohstoffe. Bis Ende kommenden Jahres soll eine erste kommerzielle Anlage aufgebaut werden.
Neueste Artikel
  • Im Fokus: Batterietechnik und E-Mobilität

Unternehmen unter Strom

Die E-Mobilität wird zum entscheidenden und starken Treiber für Batterie-Technik. Copyright Pixabay
Die E-Mobilität wird zum entscheidenden Treiber der Batterie-Entwicklung. Die technische und wirtschaftliche Dynamik ist groß und bietet vielen Unternehmen große Chancen. Zugleich wird der Markt allmählich reif. Das ist ein entscheidendes Kriterium für Anleger, sich dem Investment-Thema strategisch zu nähern.
  • Fuchs plus
  • Steuerliche Besonderheiten bei ausländischen Altersvorsorge-Plänen

Steuerpflicht auch bei Leistungen aus den USA

Steuerliche Besonderheiten bei ausländischen Altersvorsorge-Plänen. Copyright: Pixabay
Den Wohnsitz zumindest eine Zeit lang ins Ausland zu verlegen, ist heutzutage nichts Unübliches. Viele sorgen auch im Ausland fürs Alter vor. Steuerlich gibt es dabei ein paar Dinge zu beachten.
  • Fuchs plus
  • Warnung vor überhöhten Ausschüttungen

Firmen sollen zurückhaltender ausschütten

Firmen mit eigenen Pensionskassen sollen sehr viel vorsichtiger als bisher Dividenden zahlen und Aktien zurückkaufen, wenn ihre Liquiditätssituation unbefriedigend ist. Das hat die zuständige britische Aufsichtsbhörde verfügt.
Zum Seitenanfang