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Deutsche Bank AG - PWM | TOPs 2016 – Beratungsgespräch

Die Überraschung von Hamburg

Positive Überraschung: Grün für die Deutsche Bank - Private Wealth Management.
Zugegeben, wir stehen der Deutschen Bank aufgrund der anhaltend schlechten Presse ein wenig skeptisch gegenüber. Aber natürlich verdienen die Berater in Hamburg eine faire Chance. Und was sollen wir sagen: Wir erleben eine echte Überraschung.
Beim Thema Deutsche Bank fallen uns auf Anhieb jede Menge Sachen ein – allerdings wenig Gutes. Missmanagement, Zinsmanipulation, Geschäfte mit Sanktionsländern und umstrittenen Firmen, Lebensmittelspekulationen, zuletzt, ja, "Kundenverrat" selbst von "Superreichen", um rechtlich bloß auf der ganz sicheren Seite zu sein. Die Liste ist beinahe unendlich. Da drängt sich selbst dem gutmütigsten Kunden den Verdacht auf, dass hier irgendetwas nicht stimmt. Doch vielleicht trifft das ja alles gar nicht auf das Wealth Management unter der Leitung von Joachim Häger zu?   Auf der Startseite der Deutschen Bank finden wir – für eine Großbank überraschend – schnell den Pfad zu „unserer“ Filiale in Hamburg. Über wenige Stationen erreichen wir relativ leicht den „Kontakt“-Button und die Telefonnummer sowie die Adresse der Hamburger Filiale. Hier erfahren wir auch schon erste Daten zum Wealth Management der Deutschen Bank. So zum Beispiel, dass die Deutsche Bank mit ihrer Tochter Deutsche Asset & Wealth Management 354 Milliarden Euro Privatkundenvermögen verwaltet und der größte Vermögensverwalter in Deutschland ist. 40 Prozent des verwalteten Vermögens stammt aus Deutschland, 24 Prozent aus Nord- und Südamerika, 22 Prozent aus Europa, dem Mittleren Osten und Afrika sowie 14 Prozent aus Asien und dem pazifischen Raum. Das klingt gigantisch und soll die Internationale Ausrichtung der Großbank unterstreichen. Wir kommen uns mit unseren popeligen 500.000 Euro – auch wenn wir ihn aufstocken wollen – angesichts dieser Geldmengen und Dimensionen allerdings irgendwie mickrig vor. Dennoch setzt die Deutsche keine Einstiegsgrenze für die Dienstleistung Private Banking. Man betreue die Kunden bedarfsabhängig und nicht nach Vermögensgröße, heißt es auf unsere Anfrage. In Deutschland begleitet die Bank rund 13.000 Familienverbünde und Institutionen (per 31.12.2014 inkl. Sal. Oppenheim). Und es geht gleich im Stile von „think big“  weiter: „Die Verknüpfung von globaler Reichweite und Lokalmarktpräsenz ist integraler Bestandteil unserer Philosophie“, heißt es. „Unsere globale Organisation umfasst rund 900 Wealth Management-Betreuer an 130 Standorten in Asien, dem pazifischen Raum, Europa, Nord- und Südamerika. In Deutschland beraten Sie unsere Wealth-Experten an 39 Standorten.“ Das schüchtert uns ein wenig ein: Ob wir mit unserem Anliegen in dieser von Superlativen geprägten Bankenwelt eine Heimat finden? Wir werden sehen. Was die Bank über ihren Wealth Management-Ansatz schreibt, hört sich erst mal gut an: Anspruch sei es, der vertrauensvolle und führende Berater für vermögende Privatpersonen und ihre Familien sowie für institutionelle Kunden zu sein. Diesen Kunden werde eine umfassende, ganzheitliche Betreuung angeboten, mit individuellen Lösungen von der Finanz- und Vermögensplanung über Nachlass- und Stiftungsmanagement bis hin zu Vermögenscontrolling und -verwaltung. Die Deutsche Bank, heißt es weiter, werde von ihren Kunden als Institut wahrgenommen, das für innovative Lösungen und Produkte steht. Diesem Anspruch stelle sich auch das Wealth Management und zeichne sich insbesondere durch innovative Strategien in der Vermögensverwaltung aus, die auf Wunsch des Kunden passgenau in das persönliche Portfolio eingesetzt werden können. In ihrem Angebotsspektrum deckt die Bank eine große Bandbreite ab und kann z.B. Zertifikate oder Fonds initiieren. Das Besondere daran ist, dass sie nicht nur aus einer bestehenden Palette Produkte aussucht, die zur jeweiligen Marktsituation und zum Kunden passen, sondern auch situative und individuelle Lösungen konzipieren und umsetzen kann. Wir lassen uns überraschen, ob die Versprechen auch eingehalten werden. Eins jedoch vorweg: Die Deutsche Bank übt nicht mehr dieselbe Transparenz wie in früheren Zeiten, als sie noch bereit war Zahlen auf nationaler Basis zu kommunizieren und die Tochter Sal. Oppenheim das verwaltete Vermögen separat auswies. Jetzt bedient man uns auf Anfrage mit globalen Daten, in welche die Bank alles einrechnet, was eingerechnet werden kann. Zum Vergleich mit den o.g. Angaben: Per Ende 2013 betrugen die ausgewiesenen verwalteten Vermögen 86,7 Mrd. EUR per 31.12.2013. Angegeben waren die Invested Assets von Wealth Management Deutschland – ohne Custody, Sal. Oppenheim und BHF. Deutet die Einbeziehung von Sal. Oppenheim in diesem Jahr schon auf eine Vollintegration der einst stolzen selbständigen Kölner Privatbank in den Deutsche Bank Konzern hin?
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