Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-0
0,00 €
1613
Monitoring „Trusted Wealth Manager“

Vermögensverwaltung: 72 sind vertrauenswürdig

Seit Anfang des Jahres läuft das Vertrauens-Monitoring der Private Banking Prüfinstanz Trusted Wealth Manager. Jetzt liegen Ergebnisse vor.
Laut Fairness-Monitoring der Private Banking Prüfinstanz (www.pruefinstanz.de) „Trusted Wealth Manager“ verdienen bisher 72 Vermögensverwalter das Signet „vertrauenswürdig“. Dazu zählen Banken, Vermögensverwalter und Family Offices. Rechnet man die Niederlassungen heraus, sind es 17. Seit Januar dieses Jahres beobachten wir in fünf Segmenten, ob Informationen vorliegen, die auf ein unfaires Verhalten von Vermögensverwaltern gegen ihre Kunden hindeuten und bewerten diese Informationen. 792 Häuser einschließlich ihrer Niederlassungen stehen aktuell unter laufender Beobachtung (http://tinyurl.com/hmrbmnh). Ständig eingesehen werden öffentlich zugängliche Quellen (Pressedienste, Medien). Wir greifen auf Informationen von Fachanwälten zu, insbesondere der acht Kanzleien, die unseren Beirat (www.pruefinstanz.de/Reiter „Trusted Wealth Manager“/Partner) stellen. Wir fordern Kunden und Mitarbeiter auf, uns vertraulich über entsprechende Fälle zu informieren. Und wir bitten die einzelnen Anbieter um eine Selbstauskunft. Als unfair werten wir insbesondere Fälle nachweislich unzureichender Beratung, die zu Produktfehlkäufen führen. Dazu gehört aber auch das nachgewiesene Verschweigen von Provisionseigeninteressen eines Anbieters bei der Produktauswahl. Um die Fälle abzuklären, greifen wir auf Urteile zu, treten mit den Anbietern und den Kundenanwälten in Kontakt. Viele juristisch verfolgte Fälle liegen oftmals ein Jahrzehnt oder länger zurück. Daher legen wir besonderen Wert auf die Auskunft, ob und wie ein betroffener Anbieter personelle und strukturelle Konsequenzen im Beratungsprozess gezogen hat und lassen uns diese genau erläutern. Sind die Ausführungen stimmig und passen sie zu unseren Beobachtungen in unseren alljährlichen Banktests (TOPs), schalten wir die Vertrauensampel dennoch auf Grün, auch wenn beispielsweise ein aktuelles Gerichtsurteil nachteilig für den Anbieter ausfällt. Wo wir keine oder nur unzureichende Auskunft erhalten, stellen wir die Ampel auf Gelb bzw. Rot. Die meisten Anbieter scheitern für den Nachweis der Vertrauenswürdigkeit an der Selbstauskunft. Hier haben wir Fragen gestellt wie „Haben Sie in den letzten drei Jahren Verfahren mit Kunden geführt?“ oder „Stellen Sie Kundenzufriedenheitsumfragen an?“ Oder „Wie viele Beschwerden kommen auf 100 Kunden?“. In 91 Fällen haben wir dazu eine konkrete Antwort bekommen. Sechs Anbieter sind demnach aktuell in Verfahren mit Kunden verstrickt oder haben sich in den letzten drei Jahren juristisch mit Kunden auseinandergesetzt. Wohlgemerkt: Das sind diejenigen, die dies in einer Selbstauskunft bekanntgeben. Das ist mutig. Und es schafft auch Klarheit für Kunden, wie ein Anbieter mit solchen Fällen umgeht: transparent. Daneben sind uns Fälle zu etlichen Häusern bekannt geworden, die eine Selbstauskunft ablehnen. Drei Häuser sagen, dass sie sich in der Mehrzahl der Fälle außergerichtlich mit den Kunden geeinigt hätten bzw. eine solche Einigung anstrebten. In 52 Niederlassungen gehören regelmäßige Kundenzufriedenheitsumfragen zum regelmäßigen Standard. In 34 Fällen werden die Ergebnisse veröffentlicht. In der Regel, so die Selbstauskünfte, kommen weniger als 5 Beschwerden auf 100 Kunden.

Fazit: Der Trusted Wealth Manager strebt eine möglichst umfassende Spiegelung der Verhältnisse im Sektor Private Banking an. Je mehr Informationen auch von Kunden und Mitarbeitern erfolgen, desto aussagekräftiger wird unser Monitoring.

Hinweis: Wer konkrete Hinweise geben will, meldet sich bei FUCHS-Chefredakteur Ralf Vielhaber (ralf.vielhaber@fuchsbriefe.de). Wir legen Wert auf Transparenz, wie unsere Beurteilungen zustande kommen. Daher kommentieren wir jeden Vorfall unter Wahrung der Persönlichkeitsinteressen eines betroffenen Kunden.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Zu viele Unwägbarkeiten

Die Mär vom vorzeitigen Kanzlerwechsel

Ein Thronwechsel im Kanzleramt ist derzeit nicht zu erwarten. Copyright: Pixabay
Deutschland diskutiert über einen vorzeitigen Kanzlerwechsel. Merkel wirke müde, Impulse seien von ihr nicht mehr zu erwarten. Die designierte Nachfolgerin Annegret Kramp-Karrenbauer stehe kurz vor Halbzeit in den Startlöchern. Was sich plausibel liest, ist es beim Blick hinter die Kulissen noch lange nicht. FUCHSBRIEFE berichten, was in Berlin hinter den Kulissen dazu zu hören ist .
  • Fuchs plus
  • Im Fokus: Aktien aus Australien

Viel zu entdecken in Down Under

Im Fokus: Aktien aus Australien Copyright: Pixabay
Nachdem wir vor wenigen Wochen Titel aus Neuseeland vorgestellt haben, fokussieren wir uns in dieser Woche auf den großen Bruder: Australien. Durch die räumliche Distanz kommen europäische Anleger nur selten mit australischen Titeln in Kontakt. Ein Manko, das es angesichts der soliden Wirtschaft und lukrativer Unternehmen auszuräumen gilt.
  • Fuchs plus
  • Im Fokus: Wasserstoff und Brennstoffzellen

Suche nach Diesel-Alternativen treibt an

Wasserstoff-Atom Copyright: Pixabay
Saubere, ökologische und nachhaltige Antriebsmöglichkeiten sind derzeit gefragt. Dass man Wasserstoff als Energieträger nutzen kann, lernt man bereits im Chemie-Unterricht in der Schule. Auch heute schon, kann man mit einem Wasserstoff-Motor nicht unerhebliche Reichweiten erreichen. Durch die Diesel-Diskussion werden diese Motoren stärker gefragt. Findige Konzerne werden auf ebenso innovative Zulieferer aus der Branche angewiesen sein. Wir stellen einige der potenziellen Profiteure vor.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Bank für Sozialwirtschaft, Stiftungsmanagement 2019: Qualifikation

Keinerlei Enthusiasmus

Die Bank für Sozialwirtschaft hat es nicht in die Endauswahl geschafft.
So geht es nicht. Die Bank für Sozialwirtschaft kommt mit einem 08-15 Angebot daher. Die vorgegebenen Kundenwünsche werden unter den Tisch gekehrt. Wichtige Angaben zu den Kompetenzen des Hauses werden nicht gegeben. Damit macht es sich die Bank viel zu einfach und stellt sich mit diesem Angebot im Wettbewerberumfeld selbst ins Abseits.
  • Fuchs plus
  • HSBC, Stiftungsmanagement 2019: Qualifikation

Viel heiße Luft

Die HSBC hat es nicht in die Endauswahl geschafft.
HSBC hat nach eigenen Angaben alle notwendigen Qualifikationen im Stiftungsmanagement und kann auf eine lange Tradition zurückbleiben. Im spezifischen Fall kocht die HSBC allerdings nur mit Wasser. Intelligente Überraschungsmomente sucht man vergebens. Einige Kundenwünsche werden sogar kurzerhand negiert. Mit dieser Haltung kann die HSBC nicht an vorderster Front mitspielen.
  • Uni-Leitungen ohne Rückgrat

Professoren-Pranger und Repression

An den Unis grassiert ein Klima der geistigen Repression. Studenten führen sich auf wie Jakobiner, Universitätsleitungen geben klein bei. Die Tempel der geistigen Freiheit verkümmern zu Höhlen des eingeschränkten Diskurses mit einem virtuellen Pranger im Zentrum. Fuchsbriefe-Chefredakteur Ralf Vielhaber über eine traurige Entwicklung, die an der US-Elite-Uni Harvard gerade wieder „Schule" macht.
Zum Seitenanfang