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Vermögenspreise

Wer hat, der hat

Die Vermögenspreise in Deutschland steigen kräftig an. Im Jahresvergleich erreichen sie im Flossbach von Storch Vermögenspreisindex einen Spitzenwert. Eine Altersgruppe profitiert davon am stärksten.
Die Vermögenspreise in Deutschland erreichen einen neuen Spitzenwert. Zum Ende des zweiten Quartals 2017 verteuerten sie sich um 7,7% im Jahresvergleich. Das ist der höchste Preisanstieg seit Beginn der Zeitreihe in 2005, errechnet der Vermögensverwalter Flossbach von Storch in seinem FVS Vermögenspreisindex. Getrieben wird die Preiswachstumsrate von Aktien (21,9% gegenüber dem Vorjahresquartal), Betriebsvermögen (21,1%) und Immobilien (5,9%). ?Sammel- und Spekulationsgüter verteuern sich um 6,6%. Die Haushalte von Wohlhabenden und Personen vor dem Renteneintrittsalter profitieren am stärksten von den steigenden Vermögenspreisen. Sie besitzen anteilsmäßig die meisten Aktien, das größte Betriebsvermögen und werthaltige Immobilien. ?Ihr Vermögen stieg um 9,1%, das von jungen Haushalten lediglich um 5,0%.

Anstieg pro Jahr mehr als doppelt so hoch wie be Konsumentenpreisen

Seit 2005 sind die Vermögenspreise im Jahresschnitt um 3,1% gestiegen. Die Konsumentenpreise kamen im gleichen Zeitraum nur um 1,4% p.a. voran. Besonders stark war der durchschnittliche Preisanstieg von Betriebsvermögen: +7,3%. Sammel- und Spekulationsgüter kamen immer noch auf ein Plus von 6,5% p.a.

Fazit: Wer hat, der hat – der Index bestätigt noch einmal, dass die Politik der EZB eine sehr starke Umverteilungswirkung hat.

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