Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-0
0,00 €
849
Produktcheck: Weltzins-Invest (P)

Zinsen kassieren mit Fremdwährungsanleihen

Wer Zinsen will, muss das Risiko erhöhen. Zum Beispiel indem er in andere Währungsräume ausweicht. Der Fonds der LBB-Invest weiß die Renditechancen bei Anleihen außerhalb des Euros zu nutzen.
Anleger, die auf Zinsen aus sind, haben  im aktuellen Marktumfeld kaum Chancen.  Anleihen mit guten Ratings („AAA“) werfen fast keine Zinsen mehr ab. In kürzeren Laufzeitbereichen fallen gar negative Zinsen an. Wer Zinsen kassieren will, muss darum das Risiko erhöhen. Das heißt, Anleger müssen Abstriche bei der Bonität des Emittenten machen oder in andere Währungsräume (z. B. Schwellenländer) ausweichen. Andere Währungsräume bieten dabei gleich mehrere Vorteile. Zum Einen ist der Zinskupon oft höher als bei einer vergleichbaren Euro-Anleihe. Zudem locken bei guter wirtschaftlicher Entwicklung Kursgewinne. Und schließlich liegt in der fremden Währung nicht nur ein Risiko, sondern eben auch die Chance auf Wechselkursgewinne. Wertet die Währung, in der die Anleihe begeben wurde, gegenüber dem Euro auf, klettert auch die Rendite. Global nach Zins-Investments mit gutem Rendite-Risikoprofil zu suchen, ist nicht trivial. Wer sein Geld nur auf wenige Schwellenländerbonds verteilt oder gar nur eine Anleihe auswählt, geht ein hohes Klumpenrisiko ein. Eine breite Streuung über verschiedene Währungen und Emittenten ist zwingend, wenn sich Anleger nicht allein auf das Glück verlassen wollen. Ein internationaler Rentenfonds, der Anlegern dieser Arbeit abnimmt, ist der Weltzins-Invest. Der Fonds der Landesbank Berlin Investment GmbH (LBB-Invest) weiß die Renditechancen bei Anleihen außerhalb des Euros zu nutzen. Fondsmanager Lutz Röhmeyer verantwortet den Fonds seit der Auflage im Juli 2010 mit großem Erfolg. Vom Start weg hat der Local Currencies Bond Fund das Gros ähnlich strukturierter Rentenfonds sowie seinen Benchmark-Index (JPM GBI-EM Global Diversified Index) deutlich übertroffen. Der Weltzins-Fonds investiert weltweit in Anleihen in der jeweiligen Landeswährungen (Local Currency Bonds). Die entsprechenden Fremdwährungspositionen werden natürlich nicht abgesichert. Auf ein Investment in Derivate verzichtet der Fondsmanager ebenfalls. Einen Anlageschwerpunkt bilden Anleihen aus Emerging- und Frontier Markets. Trotz dieser Schwerpunktsetzung auf Schwellenländer und deren Fremdwährungen ist der Fonds nicht sonderlich volatil oder riskant. Die Kapitalkurve des Fonds zeigt einen überzeugenden Anteilspreisverlauf. Aufschwungphasen werden gut genutzt, in Abschwungphasen ist der Weltzins-Invest gegenüber vergleichbaren Rentenfonds auffallend stabil. Der Grund dürfte in der extrem breiten Diversifikation des Anlageportfolios liegen. Aktuell hält Fondsmananger Röhmeyer mehr als 1.000 einzelne Anleihepositionen und diversifiziert in 64 Währungen. In den Top Zehn-Positionen stecken nur 3,35% des gesamten Fondsvermögens. Asiatische (28%) und mittel- bzw. südamerikanische Währungen (22%) sind derzeit am stärksten im Portfolio gewichtet. Danach folgen Local Currency Bonds aus Afrika (ca. 12%) und Osteuropa (ca. 11,5%). Bei den Einzelwerten bevorzugt Röhmeyer supranationale Anleihen mit sehr guter Bonität, die z. B. von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) oder der Weltbank ausgegeben werden. Zudem kauft er Quasi-Staatsanleihen wie die von Gazprom oder Petrobras, die einer impliziten Staatsgarantie unterliegen. Unternehmensanleihen machen hingegen nur etwa 5% des Anleiheportfolios aus. Die durchschnittliche Rendite der gehaltenen Anleihen liegt bei 8,2%, die  durchschnittliche Restlaufzeit bei 3 Jahren und 9 Monaten. Der Weltzins-Invest kann zuzüglich eines Ausgabeaufschlags von maximal 3,00% börsentäglich direkt über die KAG gehandelt werden. Anleger, die den Fonds an einer deutschen Börse ordern, können diese Ausgabekosten sparen. Die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufpreis beträgt weniger als 1%.

Fazit: Der Weltzins-Invest (P) eignet sich für Anleger, die ihr Portfolio durch die Beimischung höher verzinster Fremdwährungsanleihen diversifizieren wollen. Uns überzeugt vor allem die sehr gute langfristige Wertentwicklung.

Meist gelesene Artikel
  • Deutschland schröpft seine Mittelschicht

Erstklassig nur bei Steuern und Abgaben

Ralf Vielhaber
Die OECD hat neuste Zahlen zur Belastung der Löhne mit Steuern und Abgaben vorgelegt. Und zeichnet da für Deutschland ein in Teilen erschreckendes Bild. Vor allem, wenn man an die Zukunft denkt.
  • Im Fokus: Aktien aus Neuseeland

Lukrative Titel vom anderen Ende der Welt

Auf der Suche nach spannenden Titeln in Neuseeland Copyright: Pixabay
Von Deutschland aus betrachtet, liegt Neuseeland am anderen Ende der Welt. Dieser Tatsache ist es wohl geschuldet, dass neuseeländische Titel bei hiesigen Anlegern kaum eine Rolle spielen. Das ist angesichts lukrativer Unternehmen und Investments ungerechtfertigt. Einige davon stellen wir heute vor.
  • Fuchs plus
  • FXFlat

Der Sieger im Ranking

FXFlat markiert im aktuellen Ranking die Benchmark für Broker. Mit einem hauchdünnen Vorsprung sichert sich der Broker den ersten Platz. Wir gratulieren dazu und sind dgespannt, ob uns der Broker auch im nächsten Jahr eine so tolle Leistung bietet.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Die alten Rezepte wirken nicht mehr

Geldpolitik völlig losgelöst

Charles Evans begreift die aktuelle Geldpolitik der Fed als restriktiv. Angesichts der aktuellen Zinsen scheint das eine steile These zu sein. Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen jedoch, dass althergebrachte Rezepte ihre Wirkung verloren haben.
  • Fuchs plus
  • Japans Trumpf ist die Schwäche der Anderen

Steuererhöhungen stehen an

Anstehende Steuererhöhungen in Japan werden in Zukunft die Konjunktur belasten. Für den Yen ergibt sich daraus ein trüber Ausblick. Die Stärke des Yen liegt aktuell vor allem in der Schwäche der Anderen.
  • Fuchs plus
  • Die Konjunktur kühlt sich weiter ab

Eurozone liefert schwache Signale

Die Konjunktur innerhalb der Eurozone verliert weiter an Fahrt. Indikator dafür sind die sinkenden Import- und Exportzahlen. Für die Perspektive des Euro zeichnet sich dadurch ein klares Bild.
Zum Seitenanfang