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Rückläufige Förderungen bremsen Europas E-Auto-Verkäufe

Verschiebungen auf dem Automarkt

Die E-Auto-Verkäufe wachsen, weltweit aber vielfach langsamer. Das trifft besonders auf Europa zu. Deutschland verzeichnete sogar einen Rückgang bei den Zulassungen. Grund sind reduzierte Förderungen. Bemerkenswert sind vor allem die fundamentalen Verschiebungen bei den Modellen und die Ausmaße des Preiskampfes.

Die Verkäufe von E-Autos steigen weltweit, aber langsamer als in den Vorjahren. Das betrifft vor allem Europa. Ein Grund für das geringere Wachstum: In vielen Ländern sind die Förderungen zurückgegangen. Weltweit wurden 2024 insgesamt 10,8 Mio. reine E-Autos zugelassen. Das zeigt eine Untersuchung der Internationalen Energie-Agentur (IEA). Insgesamt wurden global 78 Mio. Autos neu zugelassen. Die IEA rechnet mit einem weltweiten Anteil von E-Autos an den Neuwagenverkäufen von 40% im Jahr 2030.  

China boomt, USA holen auf

China bleibt weltweit führend bei den Zulassungen. Der Marktanteil er E-Autos liegt dort bei 60%. Die USA holen gerade auf, vor allem wegen der höheren Subventionen im Rahmen des Inflation Reduction Act. In Europa stagniert der Markt, insbesondere wegen rückläufiger Förderungen und Subventionen und vergleichsweise hoher Fahrzeugpreise. In Deutschland wurden im Jahr 2024 sogar 27% weniger reine E-Autos zugelassen als im Jahr zuvor. 

Der Markt verschiebt sich zunehmend zu Hybridfahrzeugen (PHEV) und kleineren Modellen. In China nahmen die Verkäufe von PHEV im Jahr 2024 um 82% zu. Das zeigen Zahlen der Unternehmensberatung Strategy&. Treiber ist die seit April 24 gewährte staatliche Abwrackprämie. Hinzu kommt eine Umsatzsteuerbefreiung für E-Autos und der unbeschränkte Zugang zu Städten, der für Verbrenner beschränkt ist.

Markt: Preiskämpfe und Hybrid-Boom

Zudem sinken die Preise für neue Modelle, vor allem im Einstiegs- und Mittelklasse-Segment (FB vom 27.02.). Hintergrund sind die Preisoffensiven der chinesischen Hersteller, die mit zunehmenden Stückzahlen auf den europäischen Markt drängen. Parallel drückt Tesla wegen seiner Überkapazitäten auf die Preise. Teils liefern sich die Hersteller Rabattschlachten, teilweise können sie gesunkene Preise für Batterien weitergeben.

Fazit: Der Markt für E-Autos wächst langsamer als bisher. Das Wachstum könnte in den kommenden Monaten über den Preiswettbewerb aber neue Impulse bekommen. Der Preisdruck ist gut für Käufer, bei den Unternehmen reduziert er die Margen.  

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