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Weizenpreis stabilisiert sich: Aufwärtstrend trotz Wetter- und Logistikproblemen in Sicht

Volatile Weizenmärkte: Einflussfaktoren und Preistrends 2023

© Elenathewise / fotolia.com
Der Weizenpreis könnte vor einem neuen Aufwärtstrend stehen, nachdem er seit Jahresbeginn von 500 auf über 540 US-Cent je Scheffel gestiegen ist. Extreme Kälte in Russland beeinträchtigt die Winterweizenproduktion, während logistische Probleme den Export verzögern. Gleichzeitig bleibt die Nachfrage nach proteinreichem Weizen stabil. Auch in Europa zeigt sich der Weizenmarkt volatil, beeinflusst durch Währungsschwankungen.

Der Weizenpreis zeigt deutliche Anzeichen einer Bodenbildung und aus dieser könnte sich ein neuer Aufwärtstrend entwickeln. Zu Jahresbeginn handelte der richtungsweisende Terminkontrakt auf Weizen an der Warenterminbörse in Chicago noch bei Kursen um 500 US-Cent je Scheffel, Ende Januar überschritt der Weizenpreis bereits kurzzeitig die Marke von 540 US-Cent je Scheffel. 

Nach einem kurzen Rücksetzer handelt Weizen aktuell mit rund 527 US-Cent je Scheffel in der Mitte dieser Handelsspanne. Der harte Winter in vielen Teilen Europas und Russlands macht den Weizenbauern zu schaffen. So sind vor allem wichtige russische Winterweizenanbaugebiete von extremer Kälte betroffen. Dort herrschen teils Temperaturen von minus 30 Grad Celsius. „Das schlechte Wetter und die fehlenden Einnahmen für die Landwirte sind enorm“, kommentierte ein russischer Exporteur und verdeutlicht damit die potentiellen Auswirkungen auf die Winterweizenproduktion und die Zurückhaltung der Landwirte beim Verkauf. Auf der anderen Seite nehmen auch die logistischen Herausforderungen weiter zu. Schiffe in russischen Häfen verzeichnen Ladeverzögerungen von 7 bis 15 Tagen.

Stabile Nachfrage

Zugleich bleibt die Nachfrage nach proteinreichem Schwarzmeerweizen stabil, insbesondere während des Ramadan, da Käufer nach Alternativen zu proteinarmem und mittelproteinreichem Weizen aus der Südhemisphäre suchen. Auch die europäischen Weizenmärkte zeigen sich volatil, vor allem beeinflusst durch die Stärke des Euro gegenüber dem US-Dollar seit Mitte Januar. Rumänische und bulgarische Händler verwiesen auf eine starke Nachfrage seit Jahresbeginn und einige Verkäufer sicherten sich bereits Verträge für die kommenden Monate.

Fazit: Der heftige Winter drückt auf das Weizenangebot, während die Nachfrage zugleich stabil bleibt. Im Kursverlauf von Weizen zeichnet sich eine Bodenbildung ab.

Empfehlung: Mit einem ungehebelten Weizen-ETC (Beispiel ISIN: DE 000 A0K RJ9 3) können Anleger an steigenden Weizenpreisen partizipieren.

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