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Polens Wirtschaft: Zinssenkungen, Inflation und Herausforderungen im Handel

Von Inflation zu Wachstum: Polens Anpassungen der Leitzinsen

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Die rückläufige Inflation ebnete der Notenbank den Weg, um ihren Zinssenkungskurs fortzusetzen. Der schwächelnde Konsum bestätigt diesen Kurs und erhält von fallenden Refinanzierungskosten eine Stütze. Die Zoll- und Handelsstreitigkeiten belasten Polen und sorgen für rückläufige Exporte. Dennoch wertet der Zloty zum Euro weiter auf und schiebt die Rendite für Aktionäre an.

Die polnische Zentralbank setzt ihren Zinssenkungszyklus fort. Im Juli reduzierten die Währungshüter den Leitzins unerwartet um 25 Basispunkte auf 5%. Von Oktober 2023 bis April 2025 blieb er bei 5,75%, bevor er weiter gesenkt wurde.

Inflation im Zielbereich

Die Inflation ist seit April deutlich gesunken. Von knapp 5% im ersten Halbjahr 2025 liegt sie im Juli bei 3,1%. Diese Werte entsprechen der Prognose der Notenbank und dem Ziel von 2,5%. Die Europäische Kommission erwartet für 2025 3,6% und könnte zu hoch liegen.

Wachstum verlangsamt sich

Analysten erwarten für 2026 ein Wachstum von 3,0%. Im ersten Quartal wuchs die Wirtschaft um 3,2% im Jahresvergleich. Zölle und Handelsstreitigkeiten belasten die polnische Wirtschaft und drücken die Wachstumsrate.

Pessimistische Unternehmen

Eine Umfrage zeigt Firmenstimmung im Juli negativ. Mit -7,7 Zählern bleibt sie stabil auf Vormonatsniveau. Das Sentiment im herstellenden Gewerbe lag bei 45,9 Punkten, übertraf Erwartungen, bleibt aber unter der Expansionsschwelle.

Deutschlands Geschäft belastet

Schwache Nachfrage drückt die Stimmung der Einkäufer. Ein Exportrückgang nach Deutschland führte zur zweitstärksten Verschlechterung seit Mitte 2024. Schwache Auftragseingänge resultieren in Entlassungen.

Konsum bleibt skeptisch

Verbraucher sind skeptisch, trotz weniger pessimistischer Einschätzungen im Juni. Einzelhandelsumsätze fielen im Juni um 0,8%. Konsum, 58% des BIPs, profitiert von Zinssenkungen.

Energie bleibt essenziell

Der polnische Mineralölkonzern PKN Orlen sichert Energiebedarf. Das 23 Mrd.-EUR-Unternehmen hat ein Kurs-Gewinn-Verhältnis unter 5. Mit einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von 0,3 und einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von 0,6 wird eine Dividendenrendite von 7,5% erwartet.

Fazit: Bei Zinsen und Wachstum hat Polen weiter die Nase vorn. Neben den erforderlichen Rohstoffen und Energie verfügt das 38-Millionen-Einwohner Land auch über einen starken Dienstleistungssektor. Investoren nutzen Rückschläge und bauen Zloty-Positionen mit soliden Unternehmen weiter aus.

 
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