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Gefühlte Stimmungslage

Wie schnell gute Vorsätze auf den Prüfstand geraten

Und, haben Sie auch ein paar Vorsätze fürs neue Jahr gefasst? Ich schon. Vor allem will ich mich möglichst nicht mehr ärgern. Der Intendant des Hauses der Kulturen, Bernd Scherer, hat dafür gesorgt, dass es mir schon in den ersten Tagen schwerfiel, diesen Vorsatz einzuhalten.

Eigentlich will ich mich möglichst wenig ärgern im neuen Jahr. Doch Bernd Scherer, Intendant des Hauses der Kulturen, machte es mir am Wochenende schwer, den Vorsatz einzuhalten. „Wir müssen lernen, die Welt neu zu sehen“, war sein Essay in der FAZ überschrieben. Es enthielt manch tief schürfenden Gedanken, aber leider einen falschen Satz als Einstieg: „Wir leben in einer Gesellschaft, die von Angst geprägt ist“. Und Scherer legte noch nach: Angst kennzeichne „das Gefühl, die Kontrolle über das eigene Leben zu verlieren, den vagen Eindruck, dass Prozesse im Gange sind, die man weder ganz verstehen, noch beeinflussen kann“. Man sucht sogleich den Sand, in den man seinen Kopf stecken kann … 

Positive Stimmung vermiest

Ich mochte zunächst nicht weiterlesen, denn ich sah meinen Vorsatz in Gefahr. Und das, wo das Jahr noch so jung ist. Also griff ich zu einer anderen Lektüre, zu einem dieser Sprüche-Büchlein, das ich zu Weihnachten geschenkt bekommen habe. Es ist nicht das erste dieser Art in meinem Bücherregal. Nur las ich es diesmal etwas intensiver und anders als frühere Exemplare. Es mag dem reiferem Alter geschuldet sein, aber bei vielen Sätzen gewann ich den Eindruck, dass darin ein tiefer Sinn liegt, der eine Menge Kraft entfalten kann.

Bernd Scherer empfehle ich die Lektüre. Denn da finden sich Sätze wie: „Man soll nicht von sich auf andere schließen“. Es ist erst wenige Monate her, da konstatierte eine große Versicherungsgesellschaft in ihrer jährlichen Untersuchung zu den Ängsten der Deutschen: Sie „sind 2019 deutlich optimistischer als im vergangenen Jahr – so gelassen wie heute waren sie zuletzt vor 25 Jahren.“ Das steht in scharfem Kontrast zu Scherers Stereotypen-Pflege, die nichts als Lähmung erzeugt.

Weisheiten für 2020

Dem stelle ich die weise Erkenntnis gegenüber: „Die größten Schwierigkeiten liegen da, wo wir sie suchen.“ Scherer rufe ich zu: „Achte auf Deine Gedanken – sie sind der Anfang Deiner Taten.“ Ich selbst habe mir vorgenommen: „Tue wenig(er), aber mache es richtig.“ Und Ihnen mag ich den Spruch mit auf den Weg durch das neue Jahr geben: „Wenn du glücklich sein willst, dann genieß den Moment.“
Alles Gute für 2020 wünscht Ihnen 

Ihr Ralf Vielhaber

Alles Gute für 2020 wünscht Ihnen
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