Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
2445
Zinserhöhung in Japan beeinflusst Yen und Carry-Trades

Yen: Carry-Trades vor Neubewertung

Die Bank of Japan (BoJ) steht vor einer Zinsanhebung im Dezember. Dieser Schritt dürfte den Yen stärken. Carry-Trades müssen darum neu bewertet werden. Auch Unternehmen mit Japan-Geschäft sollten die neue Yen-Perspektive ins Kalkül ziehen.

Unternehmen mit Japan-Geschäft sollten eine neue Yen-Bewertung in Erwägung ziehen. Denn am 18. Dezember wird die Notenank in Japan (BoJ) die Leitzinsen bewegen. Entgegen der US-Fed (Senkung) und der Europäischen Zentralbank (EZB, konstant) wird die BoJ die Zinsen anheben. Wir kalkulieren einen Schritt um 25 Basispunkte.

Die notorisch vorsichtige BoJ kann nicht mehr länger reglos an der Seitenlinie stehen. Die Inflation liegt stabil über dem Ziel von 2%. Hinzu kommen erste Hinweise auf erneut höhere Löhne im kommenden Jahr. Die Konjunktur bleibt zwar fragil, aber der Konsum zieht langsam und kontinuierlich an. 

Vorsicht vor Yen-Schulden

Die Zeiten, in denen die BoJ aus Prinzip „ewig locker“ blieb, sind zu Ende. Für die Finanzmärkte wäre der Zinsschritt der BoJ genau dafür ein wichtiges Signal. Der Yen dürfte dann strukturell Rückenwind bekommen, insbesondere gegenüber dem US-Dollar. Denn die Fed dürfte im kommenden Jahr die Leitzinsen weiter nach unten schleusen. Gegenüber dem Euro könnte der Yen seinen Abwertungstrend ebenfalls drehen. Allerdings ist das Potenzial für Aufwertungen nicht ganz so hoch.

Die Folge: Carry-Trades müssen neu bewertet werden. Die beliebte Verschuldungswährung Yen (geringe Zinsen, Abwertungsperspektive) könnte deutlich stärker werden im nächsten Jahr. Wer Schulden im Yen gemacht und das Geld in Europa oder den USA angelegt hat, sollte das berücksichtigen. Denn solche Carry-Trades kommen von zwei Seiten unter Druck. Die Zinsdifferenz zwischen Verschuldungs- und Anlagewährung wird geringer. Die Verschuldungswährung könnte gegenüber der Anlagewährung aufwerten. Das kann die Rendite-Rechnung für einen solchen Trade schnell kippen. 

Fazit: Unternehmen sollten für den Yen einen neuen Trend einkalkulieren. Die Zinsen werden steigen, der Yen könnte nachziehen. Carry-Trades gegenüber USD und EUR werden riskanter. Wer in Yen zahlen muss, sollte die Schwäche jetzt noch nutzen, die Währung könnte bald teurer werden. Wer Yen vereinnahmt, hat Zeit und kann später voraussichtlich teurer in USD oder Euro wechseln. 
Neueste Artikel
  • Gesamtschau und Wochenbericht in KW 15 für PP V, PP VII, PP VIII und PP IX

Performance-Projekte: Ruhige Woche, harte Fakten

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Eine Woche ohne Hektik, ohne große Trades, ohne Schlagzeilen – und doch voller Erkenntnisse. Kalenderwoche 15 legt offen, wie sich Vermögensverwalter wirklich vom Markt absetzen. Vier Projekte, vier Benchmarkdepots, hunderte Millionen Euro in der Betrachtung. Wer genauer hinsieht, erkennt: Nicht Aktion macht den Unterschied, sondern Struktur. Diese Woche zeigt, warum stille Phasen die ehrlichsten Antworten liefern.
  • Wochenbericht zu Projekt IX in KW 15: Rendite, Risiko und Handel

Warum Kapitalstärke alleine nicht reicht

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Kalenderwoche 15 offenbart im Performance‑Projekt 9 (Stiftungsportfolio) ein klares Bild. Große Vermögen treffen auf moderate Märkte, das Benchmarkdepot setzt den Takt. Während die Portfolios reagieren, zeigt sich deutlich, was in diesem Projekt trägt: weniger Aktion, mehr Struktur. Wer genau hinschaut, erkennt, warum sich manche Strategien behaupten – und andere bewusst zurücknehmen.
  • Wochenbericht zu Projekt VIII in KW 15: Performance, Gewinner und Verlierer

Markt, Fonds, Benchmark – Lektionen aus Projekt 8

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Kalenderwoche 15 war im Performance‑Projekt 8 (vermögensverwaltende Fonds) eine Woche ohne jede Handelsaktivität. Kein Fondswechsel, keine taktischen Manöver, keine Eingriffe. Und doch entstand ein klares Bild. Das Benchmarkdepot setzte den Maßstab, die Fondsportfolios reagierten unterschiedlich. Wer genau hinsieht, erkennt: Gerade im Fondsprojekt zeigt sich, wie viel Struktur, Ausrichtung und Historie wirklich bedeuten.
Zum Seitenanfang