Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
5247
Wirtschaft braucht viel Zinn

Zinn-Preis geht durch die Decke

Wirtschaft braucht viel Zinn. Copyright: Pexels
Zinn ist ein wichtiger Industrierohstoff, der für die Produktion von Halbleiterschaltkreisen bis hin zu Lagern von Maschinen eingesetzt wird. Der Nach-Corona-Aufschwung treibt die Nachfrage nach Zinn nach oben. Auf der anderen Seite sinkt das Angebot. Die Preisperspektive ist klar.

Der Zinnpreis ist in diesem Jahr massiv gestiegen. Ähnlich wie Kupfer und andere Industriemetalle kennt der Zinnkurs derzeit nur eine Richtung: stramm nach oben. Zuletzt handelte eine Tonne Zinn mit 33.500 US-Dollar nur knapp unter dem Anfang Mai erreichten Zehn-Jahres-Hoch (33.826 USD je Tonne). Verglichen mit dem Jahresbeginn hat sich Zinn um rund 60 Prozent verteuert – binnen der letzten zwölf Monate sogar beinahe verdoppelt.

Der Grund des steilen Preisanstiegs liegt in einer deutlich gestiegenen Nachfrage. Für Maschinenlager und Konservendosen, aber auch zum Löten von Halbleiterschaltkreisen ist Zinn als Legierungsbestandteil moderner Industriegüter zwingend nötig.

Nachfrage steigt, Angebot sinkt

Mit der dynamisch wachsenden Nachfrage hält das Angebot nicht mit. So verzeichnet der weltweit wichtigste Zinnexporteur – Indonesien – in diesem Jahr bis Ende Mai sogar einen Exportrückgang von drei Prozent gegenüber dem ohnehin bereits schwachen Vorjahreszeitraum. Auch in Chinas wichtigster Zinnregion, der Provinz Yunnan, kam es zwischenzeitlich zu Produktionseinschränkungen.

Branchenexperten rechnen für das laufende Jahr mit einem globalen Defizit von 120.000 Tonnen. Die Nachfrage nach Zinn, einem der Hauptprofiteure der sogenannten vierten industriellen Revolution, dürfte auch künftig hoch bleiben und die Preise strukturell stützen.

Fazit: Aus technischer Sicht hat der Zinnpreis nun zunächst die Hürde um 33.800 USD je Tonne vor der Brust. Ein Anstieg über dieses Kursniveau dürfte die nächste Rally-Stufe zünden.

Empfehlung: Mit einem Zinn-ETF (Beispiel ISIN: DE 000 PB8T1N2) können Anleger von steigenden Zinnpreisen profitieren.

Hier FUCHS-DEVISEN abonnieren

Neueste Artikel
  • Gesamtschau und Wochenbericht in KW 29 für PP V, PP VII, PP VIII und PP IX

FUCHS-Performanceprojekte: Risikodisziplin bleibt der entscheidende Erfolgsfaktor

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Vier Projekte, hunderte Anlageentscheidungen und völlig unterschiedliche Strategien. Dennoch zeigt die aktuelle Auswertung der FUCHS-Performance-Projekte ein erstaunlich einheitliches Bild. Nicht die aggressivsten Portfolios stehen vorne, sondern die Manager mit der konsequentesten Risikokontrolle. Während einzelne Häuser spektakuläre Vermögensstände erreichen, überzeugen andere durch außergewöhnliche Stabilität. Lesen Sie hier.
  • Fuchs plus
  • Wochenbericht zu Projekt IX in KW 29: Vermögensverwalter im Belastungstest

BTV, Berliner Sparkasse, Deka und LLB vor der Benchmark

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Das Benchmarkdepot setzt auch in Projekt 9 (Stiftungsportfolio) hohe Maßstäbe. Dennoch gelingt vier Vermögensverwaltern der Sprung über die Referenzmarke. Während die Bank für Tirol und Vorarlberg das Feld beim Vermögensstand anführt, überzeugen Berliner Sparkasse, Deka Vermögensmanagement und die Liechtensteinische Landesbank mit konstant starken Ergebnissen. Die aktuellen Zahlen zeigen, wer Risiken kontrolliert und warum die Mehrheit der Teilnehmer hinter der Benchmark zurückbleibt.
  • Fuchs plus
  • Wochenbericht zu Projekt VIII: Sieben schlagen die Benchmark

Genève Invest, Hansen & Heinrich und FV Frankfurter Vermögen vorne

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Das Benchmarkdepot gilt in Projekt 8 als Messlatte für aktives Fondsmanagement. Dennoch haben sieben Vermögensverwalter den Referenzwert inzwischen übertroffen. Während Genève Invest den größten Vermögensvorsprung erzielt, überzeugt FRÜH & PARTNER mit einer außergewöhnlichen Kombination aus Rendite und Risikokontrolle. Viele bekannte Namen bleiben dagegen hinter dem Maßstab zurück. Die aktuellen Zahlen zeigen, wer echten Mehrwert schafft und wer Anlegern aktuell wenig Mehrertrag bietet.
Zum Seitenanfang