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Neuer Prozess mindert Abfallproblem der Alu-Industrie

Giftigen Rotschlamm zu Eisen verarbeiten

Stahl © Frank May / picture alliance
Forscher haben ein neues Verfahren zur Eisenherstellung entwickelt. Mit dem könnten große Abfallmengen aus der Aluminiumherstellung verringert und zu Eisen verarbeitet werden. Das könnte die Metall-Industrie grundlegend verändern und nachhaltiger machen.

Mit einer Innovation aus der Eisenforschung könnten Unternehmen bald aus giftigem Abfall aus der Alu-Produktion neuen Stahl herstellen. Denn Forschern des Max-Planck-Instituts für Eisenforschung ist es gelungen, aus Rotschlamm hochwertigen Stahl zu produzieren. 

Rotschlamm, das Abfallprodukte aus der Alu-Produktion, könnte zum Grundstoff für neuen Stahl werden. Denn das Material enthält einen sehr hohen Anteil Eisenoxid. Insgesamt gibt es derzeit weltweit rund 4 Mrd. t Rotschlamm. Jedes Jahr kommen 180 Mio. t aus der Alu-Produktion hinzu. Aus den derzeit vorhandenen Mengen des Abfallstoffs könnten etwa 700 Mio. t Stahl hergestellt werden. Das ist ein Drittel der weltweiten jährlichen Stahlherstellung.

Der Produktionsprozess würde sich schon heute lohnen

Den Forschern ist es gelungen, den Abfall zu recyclen und hochreines Eisen herzustellen. Das mit dem neuen Prozess hergestellte Eisen ist so rein, dass es sich ohne weitere Behandlung zu Stahl verarbeiten lässt. Die Forscher nutzten einen Lichtbogenofen zur Erhitzung des Materials und ein Plasma mit 10% Wasserstoff, um das Eisen zu reduzieren.

 Die für den Produktionsprozess benötigte Technik ist schon heute Standard in der Metallindustrie. Ein weiterer Vorteil des Prozesses: Schwermetalle, die im Rotschlamm enthalten sind, werden in der restlichen Schlacke gebunden und können nicht mehr von Wasser ausgeschwemmt werden. Bei vielen Rotschlamm-Vorkommen ist der Anteil des Eisenoxids so hoch (über 35%), dass sich die Produktion von Stahl schon heute lohnen würde. Der Prozess könnte daher schon in drei bis vier Jahren angewendet werden.

Fazit: Eigentlich ist Rotschlamm ein großes Umweltproblem. Er ist giftig, ätzend und schwer zu deponieren, weil Wasser Giftstoffe ausschwemmen kann. Mit dem neuen Verfahren könnte aus dem teuer zu deponierendem Abfall eine wichtige Ressource für die Metallindustrie werden.
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