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Neues Sicherheitsgesetz vertreibt Firmen und Mitarbeiter aus Hongkong

Unternehmens-Exodus aus Hongkong

Welche Zukunft hat der Standort Hongkong? Unser FUCHS-Korrespondent vor Ort hört diesbezüglich einen Satz immer öfter: "Hongkong is over." Insbesondere das neue Sicherheitsgesetz treibt zunehmend Unternehmen und Mitarbeiter aus der chinesischen Sonderverwaltungszone. Zwei Standorte profitieren besonders vom Exodus.

Der Wirtschaftsstandort Hongkong hat keine Zukunft mehr neben China. Zu dieser Schlussfolgerung kommt Stephen Roach. Der ist war amerikanischer Investmentbanker und ist Aufsichtsratsvorsitzender von Morgan Stanley in Hongkong. Sein Fazit bei einem öffentlichen Vortrag: "Hongkong is over".

Roach ließ keine Zweifel daran, dass die großen Tage der ehemaligen britische Kronkolonie und heutigen chinesischen Sonderverwaltungszone endgültig vorbei sind. Wesentliche Ursache dafür ist die "von der chinesischen Zentralregierung in Peking verfolgte Gleichschaltungspolitik", erklärt Roach. Chinas Präsident Xi Jinping sei sich der Probleme Hongkongs durchaus bewusst. Seine Machtpolitik habe aber der Durchsetzung seiner Kontrollpolitik den Vorrang vor dem wirtschaftlichen Wohlergehen der Sonderverwaltungszone gegeben. 

Sicherheitsgesetz vertreibt Unternehmen aus Hongkong

Jüngstes Beispiel des wachsenden chinesischen Einflusses ist das neue Sicherheitsgesetz. Das macht unter anderem jegliche Kritik am politisch-wirtschaftlichen Kurs in Hongkong strafbar. Die Behörden erhalten weitere erhebliche Befugnisse, um gegen kritische Stimmen vorzugehen. 

Das wirkt immer stärker auch negativ auf die Unternehmen in Hongkong zurück. Zu den Folgen gehört, dass zahlreiche Unternehmen aus aller Welt bis hin zu den Niederlassungen bedeutender Anwaltskanzleien intern neue Kommunikationsregeln eingeführt haben. Im Prinzip haben etliche Firmen den internen Online-Nachrichtenverkehr (Intramail) vollständig unterbrochen. Das berichtet unser Korrespondent vor Ort. Ziel der Maßnahme ist, dass die Mails und Chats von den Sicherheitsbehörden oder anderen Stellen nicht mehr (mit-)gelesen werden können. 

Mitarbeiter folgen den Unternehmen nach Singapur und Tokio

Inzwischen hat aber ein Unternehmens-Exodus eingesetzt. Eine wachsende Zahl von Häusern verlegen strategisch wichtige Funktionen aus Hongkong heraus. Sie ziehen an andere asiatische Plätze, vornehmlich nach Singapur und Tokio. Das spiegelt sich auf dem Büromarkt in Hongkong. Der leidet stark unter dieser Entwicklung. Zu beobachten ist auch, dass geschäftliche Termine (z.B. Meetings, Geschäftsessen, Verhandlungen) nach Shenzen verlagert werden. 

Mit den Unternehmen verlassen auch viele Mitarbeiter den Standort. Selbst die Preise für hochwertige Mietwohnungen stehen darum in Hongkong inzwischen unter Druck. Ein guter Teil der Wohnungsnachfrage verschiebt sich dabei auf das chinesische Festland ins dicht gelegene Shenzen. Dort werde dem Vernehmen nach "nicht halb so viel kontrolliert wie in Hongkong." Außerdem wurden in Shenzen so viele Wohnungen gebaut, dass die Preise dort attraktiv sind.

Fazit: China versucht sukzessive, seine Kontrolle über Hongkong auszubauen. Die Maßnahmen werden für Unternehmen inzwischen so störend, dass viele damit begonnen haben, Aktivitäten zu verlagern. Das dürfte sich mittelfristig auf den Finanzstandort, aber auch auf den Warentransport auswirken. Auch der könnte sich von dem Knotenpunkt weg verschieben.
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