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Bankhaus Löbbecke AG | TOPs 2017 Vermögensstrategie & Portfolioqualität

Bankhaus Löbbecke AG: Vor allem hochpreisig

Bankhaus Löbbecke dokumentiert die Kundenziele korrekt – aber nicht vollständig. In diesem Stil geht es weiter und endet bei einem Gebührenangebot, das vor allem in der Höhe herausragt.

Bankhaus Löbbecke AG Behrenstr. 36, D-10117 Berlin
www.bankhaus-loebbecke.de

Das Bankhaus Löbbecke sendet uns ein ausführliches Protokoll über 5 Seiten. 2% nach Kosten und Steuern wollen wir erzielen. Richtig! Unser Verlustziel ist aber nicht dokumentiert. Der Anlagevorschlag ist überschrieben mit “Depotanalyse” und “Musterallokation Vermögensverwaltung Konservativ” und zeigt nur bei der Rückmeldung zu unseren Fonds etwas Individualität. Der Baring-Fonds hat relativ hohe Kosten und ist der schlechteste im Ranking der Bank in der Vergleichsgruppe. Die Übersicht der Fonds zeigt uns die “Modified Duration”, was das aber bedeutet, lesen wir nicht. Zumindest erfahren wir, dass Zinsänderungsrisiken tatsächlich vorhanden sind. Keiner der Fonds würde aber den Qualitätskriterien der Bank entsprechen, so die klare Aussage. Sie ließen sich auch nicht in die neue Struktur einbinden. Diese besteht aus 67,19% rentenähnlichen Anlagen, 26,07% aktienähnlichen Anlagen, 4,13% sonstigen Anlagen und 2,60% Liquidität.
Wertungsübersicht
Beratungs­gesprächVermögens­strategiePortfolio­qualitätTransparenzGesamt
31,5
13,5
4,7
0,0
49,7

max. 45 Punkte

max. 30 Punktemax. 9 Punktemax. 16 Punktevon 100

Lücken im Angebot

Wir sehen dann diverse Einzelaktien wie Nestle, AXA, Coca-Cola oder Samsung und eine Mischung aus aktiv und passiv gemanagten Fonds, sowohl bei den Renten als auch bei den Aktien. Rückblickend hat die Bank im Jahr 2008 einen Verlust von 7,6% erzielt, sonst war alles überwiegend positiv. Wie hoch die Zinssensibilität jetzt ist und ob wir unser Ziel wirklich erreichen, ist nicht transparent dargelegt. Auch einen Stresstest, wie ihn Wettbewerber zeigen, sehen wir nicht. Das Angebot wirkt wie aus der Schublade. Dafür will die Bank 1,25% + MwSt. von uns erhalten. Das ist viel, zumal sie die Kickbacks zusätzlich einbehalten will. Möglich wäre auch eine performanceabhängige Vergütung, die dann die Hälfte der Gebühr bedeuten würde, plus 20% der absoluten Performance nach einer Gewinnschwelle von 4%. Allerdings wird diese jedes Jahr berechnet und Verluste aus den Vorjahren müssen nicht erst aufgeholt werden. Das sind hohe Preise im Marktvergleich.

Fazit Vermögensstrategie: Die Bank zitiert am Ende ihres Vorschlags den liberalen Ökonomen Friedrich August von Hayek: “Es ist allemal besser, grob richtig zu liegen als präzise falsch”. Wenn das der Maßstab ist, dann hat die Bank halbwegs gut geliefert. Um qualitativ im Wettbewerb mithalten zu können und Kunden exzellent zu bedienen, ist “grob richtig zu liegen” nicht ausreichend – zumindest wenn die Leistung anderer Häuser herangezogen wird.

Fazit Portfolioqualität: Ebenso wenig wie der Anlagevorschlag überzeugt bei Löbbecke die Portfolioqualität. Die Sensitivität des Portfolios bei einem Zinsanstieg von 1% ist hoch, zu hoch, errechnet Quanvest! Die erwartbare Rendite kann überzeugen, nicht aber der maximale Verlust, den der Kunde mit dem Portfolio erleiden kann.

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