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Interview mit Stiftungsvorständin der Stiftung Fliege Johanna Schüller und dem Geschäftsführer der Stiftungsverwaltung Gutes Stiften GmbH Thomas Ebermann

Stiftung Fliege: Einblicke in den professionell begleiteten Auswahlprozess

Thumb Stiftungsvermögen 2024, © Grafik Redaktion Fuchsbriefe mit Envato Elements
Die Stiftung Fliege hat den Auswahlprozess zur Bestimmung eines neuen Vermögensverwalters durchlaufen. Begleitet wurde sie dabei von der FUCHS | RICHTER Prüfinstanz. Johanna Schüller, Vorständin der Stiftung Fliege, und Thomas Ebermann, Geschäftsführer der GUTES STIFTEN GmbH, geben in einem Gespräch mit der Redaktion Fuchsbriefe Einblicke in den Ablauf und die Auswirkungen dieser Zusammenarbeit.

Der Auswahlprozess der Vermögensverwalter habe sich durch die professionelle Unterstützung grundlegend verändert. „Es gab eine viel breitere Auswahl an Angeboten. Die professionelle Unterstützung ermöglichte eine klare, kennzahlenorientierte Analyse der Angebote“, erklärt Johanna Schüller. Die präzise Auswahl der Kandidaten sei ein signifikanter Vorteil der Beratung gewesen. Die Einbindung eines professionellen Beraters habe den Entscheidungsprozess jedoch auch verlängert.

Ein weiteres zentrales Thema war die Kosten-Nutzen-Abwägung. Laut den vorliegenden Angeboten sei sowohl von einer Kostenersparnis als auch von einer besseren Anlageperformance bei deutlich geringerem Risiko auszugehen. Endgültig könne das Ergebnis natürlich erst nach längerer Zeit bewertet werden.

Prozess war aufwändiger als anfänglich gedacht

Mit den Ergebnissen der Zusammenarbeit zeigten sich beide Interviewpartner zufrieden, vergaben jedoch keine volle Punktzahl. Vor allem der Aufwand, der hinter dem Prozess steckt, sei anfänglich deutlich unterschätzt worden. Allerdings bewerten beide die Kommunikation während des Auswahlprozesses positiv: „Durch die langjährige Expertise konnten wir auf einen wirklich eingespielten Prozess zurückgreifen, der immer klar und strukturiert gewesen ist.“ Und: „Es ist für eine kleinere Stiftung eine zeitliche Herausforderung, alle Unterlagen zu studieren und im Prozess immer am Ball zu bleiben“, erklärt Ebermann. Dies hätten wir ohne professionelle Unterstützung kaum bewältigen können.

Die Stiftung konnte durch die Beratung vor allem wertvolle Lerneffekte erzielen. „Nur weil man einen professionellen Verwalter hat, ist man nicht alle Sorgen los“, betont Schüller. Man sollte die Chance nutzen und sich in dem Bereich gemeinsam mit dem Verwalter professionalisieren, damit man die Anlage wirklich verstehen und durchdringen kann, erläutert die Stiftungsvorständin weiter. Dabei gehe es nicht darum, die Manager zu ersetzen sondern mit ihnen auf Augenhöhe diskutieren zu können.

„Unglaublich wertvolle Anregungen“ zur Integration von Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeitsaspekte und ethische Überlegungen spielten eine wichtige Rolle im Auswahlprozess. „Wir werden das in die Anlagerichtlinie integrieren. Hier haben wir aus der Beratung unglaublich wertvolle Anregungen bekommen“, sagt Schüller. Diese Anregungen halfen der Stiftung, die Nachhaltigkeit spezifisch für ihre Bedürfnisse zu definieren.

Die Leistung des ausgewählten Vermögensverwalters werde regelmäßig evaluiert und überwacht. „Wir sind gerade dabei, das mit dem zukünftigen Verwalter gemeinsam zu definieren“, sagt Ebermann.

Fazit: Für die Zukunft planen Schüller und Ebermann, die Erkenntnisse aus dem Prozess zu nutzen und weiterzuentwickeln. „Wir würden jeder Stiftung mit einem Vermögen von mehr als 5 Millionen Euro eine externe Beratung bei einem solchen Auswahlprozess empfehlen“, so Ebermann. Die Lernkurve sei enorm und der zeitliche Aufwand stehe in keinem Verhältnis zum Erkenntnisgewinn.

Lesen Sie weitere Berichte in den Rating-News der FUCHS|RICHTER Prüfinstanz zum Stiftungsmanagement.

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