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Bank Gutmann | TOPs 2017 - Vermögensstrategie & Portfolioqualität

Bank Gutmann AG: Sorgfalt voraus

Bank Gutmann überzeugt bei der schriftlich erarbeiteten Vermögensstrategie wie schon in vorangehenden Tests durch die Sorgfalt der Arbeit und die Orientierung an den Wünschen des Kunden. Dennoch gibt es Punkte, die zu kritisieren sind.

Bank Gutmann AG Schwarzenbergplatz 16, A-1010 Wien
www.gutmann.at

Wir erhalten nach der Beratung ein Gesprächsprotokoll. Dies ist, wie schon aus vorangehenden Qualitätstests bekannt, ausführlich und individuell erstellt. Alle wichtigen Aspekte sind enthalten, auch unser Renditeziel von 2% nach Kosten und Steuern. Das Verlustrisiko in Höhe von 15% ist ebenfalls dokumentiert. Prima! Die "Veranlagungsstrategie nach Maß", wie die Bank es nennt, setzt sie tatsächlich um. Die Ziele des Kunden sind klar im Fokus: "Ihre Ziele – unsere Lösungen" sind gleich zu Beginn festgehalten: Mit 40% Aktien schaffen wir demnach unser Ziel. In einem Rück-Betrachtungszeitraum von 10 Jahren lagen die Verluste für das vorgeschlagene Portfolio bei bis zu 12%, heißt es weiter. Auch das ist in unserer Range! Alles Weitere wird dann ausführlich auf den nächsten Seiten erläutert. Mit einer Ertragserwartung von 7% p.a. bei Aktien und 1,4% bei Anleihen (Februar 2016) erreicht die Bank mit einer Aufteilung 60% Anleihen, 40 % Aktien eine Rendite von 3,64%. Werden die Kosten und Steuern noch abgezogen, kommt die Bank auf 2,39%. Die Bank zeigt auf, dass unser Verlustziel von 15% bei einem einfachen Depot aus MSCI World und deutschen Renten kurzzeitig 16,82% überschritten hat. Dazu hatte der Kunde aber sein "Ok." zurückgemeldet. Wir können die Entwicklung auch gut an einer sog. "Unterwasserkurve" des Musterdepots nachvollziehen.
Wertungsübersicht
Beratungs­gesprächVermögens­strategiePortfolio­qualitätTransparenzGesamt
34,1
22,5
7,1
13,3
77,0

max. 45 Punkte

max. 30 Punktemax. 9 Punktemax. 16 Punktevon 100

Fünf Szenarien vorgestellt

Ein interessanter Ansatz: Gutmann präsentiert uns fünf Szenarien und ihre Auswirkungen auf unser Depot. Allerdings sind wir darüber verwundert, dass bei einer Erholung des Ölpreises unser Depot leiden wird. Begründet wird dies mit der Entlastung für die Verbraucher. Die Realität in den Jahren 2015 / 2016 hat aber etwas Anderes gelehrt. Im neuen Portfolio sehen wir auf der Rentenseite hauptsächlich Gutmann-Fonds. Diese werden nicht in der Vermögensverwaltungsgebühr berücksichtigt. Dies begründet auch die geringere Gebühr bei der Berechnung der Zielrendite von 0,29% p. a.. Auch auf der Aktienfondsseite sehen wir für die Hälfte des Aktienvermögens einen Gutmann-Dividenden-Fonds. Als Honorar werden hier 0,70% + 20 % USt. All-In-Fee angeboten. Allerdings lesen wir nichts über Kickback-Erstattungen der Fremdfonds. Und auch eine – prinzipiell gute – Aufstellung, wieviel die Bank durch die hauseigenen Fonds an Vermögensverwaltungsvergütung verdient, bleibt undurchsichtig. In Sachen Gebührentransparenz ist deutlich mehr möglich. Die kurz gehaltene Rückmeldung zu unserem bestehenden Depot ist fundiert. Drei Fonds sollten wir verkaufen. Den Allianz Fonds will die Bank zum Teil integrieren. Hier zeigt sich, dass sich Gutmann detailliert mit unseren Fonds beschäftigt hat.

Fazit Vermögensstrategie: In der Summe liefert das Haus einen individuellen und sorgfältig erstellten Anlagevorschlag ab. Er ist gut strukturiert und ganz nah an dem Renditewunsch des Kunden aufgebaut. Wir haben künftig mehr Aktien im Portfolio. Wie aber ein möglicher Zinsschock abgefangen wird, können wir nicht erkennen. Ein Einblick hier, hätte uns noch mehr überzeugt. Auf der Kostenseite fehlt es noch an Transparenz.

Fazit Portfolioqualität: Auch in der Portfolioqualität überzeugt das neue Depot. Einen Zinsschock von 1% Zinssteigerung würde es gut wegstecken. Erwartete Rendite und maximaler Verlust sind im oberen Mittelfeld des Wettbewerbs, das sich in der Gesamtwertung Portfolioqualität unter die Top 10 einreiht.

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