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Behtmann Bank AG | Stiftungsvermögen 2016 - Qualifikationsrunde: Angebotsabgabe

Bethmann erzeugt Vertrauen

Detaillierte Auseinandersetzung mit den Ausschüttungszielen
Die Bethmann Bank zeigt einen Ansatz auf, der sich zu einem stimmigen Gesamtbild fügt. Doch für die Zeit der Finanzkrise bleibt ihre Performance im Dunkeln.
Die Bethmann Bank möchte eigentlich nicht öffentlich auf den Prüfstand gestellt werden, schreibt sie. Doch das Prinzip der Private Banking Prüfinstanz ist es seit der Gründung, dass ihre Markttests ein ungeschminktes Bild der Beratungsrealität geben wollen. Daher können sie weder bestellt, noch abbestellt werden. Deshalb publizieren wir, wie wir das Angebot der Bethmann Bank bewertet haben. Zumal wir eigentlich nur Gutes zu berichten haben.

Der Anlagevorschlag

Die Bethmann Bank belegt der Alfred-Flakowski-Stiftung ihren Erfahrungsschatz in der Vermögensverwaltung, indem sie die dort tätigen Mitarbeiter benennt und aufzeigt, wie lange diese bereits bei der Bank sind und in der Abteilung arbeiten. Durchschnittlich 21 Jahre Erfahrung und durchschnittlich zehn Jahre bei Bethmann, so lautet die Aussage. Dazu muss man wissen, dass die Bethmann Bank in jüngerer Zeit diverse Konkurrenten aufgekauft und integriert hat: darunter die liechtensteinische Fürstenbank LGT Bank Deutschland sowie zuletzt das Privatkundengeschäft der Credit Suisse in Deutschland. Neben der Erfahrung an Jahren kommt also auch die Erfahrung aus verschiedenen Bankkulturen zusammen. Der Risikomanagementprozess wird ebenfalls anschaulich erläutert. Eine Value-at-Risk-Bewertung, ein Stop-Loss-Prozess und die üblichen Steuerungsmechanismen der Aktienquote und Durationen bei Anleihen fügen sich zum verständlichen Gesamtbild. Hinzu kommt noch ein Nachhaltigkeitsansatz mit einem eigenen Beirat. Unter anderem sind eine Pfarrerin und eine Biologin in dieses Gremium eingebunden – was der ausschreibenden Stiftung fachliche Komptenz signalisieren soll. Daher soll auch die Anlage nachhaltig sein – sowohl im Aktien-, als auch im Rentenbereich. Und so soll zum Zeitpunkt der Ausschreibung im Herbst 2015 angelegt werden: 16,8 % sind Liquidität, 55,7 % Anleihen 27,5 % Aktien. Bethmann zeigt dazu auf, wie das Haus in der Vergangenheit agiert hat. Der maximale Verlust lag bei 5,5 % in den letzten fünf Jahren. Leider fehlt der Blick auf den Höhepunkt der Finanzkrise, die Zeit um 2008/2009. Detailliert zu sehen ist die Ausschüttungsplanung. 43.000 Euro bleiben demnach jährlich übrig – nach Kosten. Die Darstellung ist übersichtlich und vorbildlich. Anschaulich sind auch die Erläuterungen zu ausgewählten Transaktionen. Warum hat die Bank gekauft oder verkauft? Dies zeigt sie auf und das bringt Transparenz in das Vorgehen der Bank, was wiederum Vertrauen erzeugt. So gut gemacht haben wir das von keiner anderen Bank gesehen. Das Ganze wird zu diesen Konditionen angeboten: 0,70 % + MwSt. und 10 % Gewinnbeteiligung bei überscheiten der Gewinnschwelle (Euribor + 125 Basispunkte). Alternativ könnten wir auch den Stiftungsfonds des Hauses wählen. Allerdings sind dort keine performanceabhängigen Vergütungen möglich.

FAZIT:
In der Summe sehen wir von Berthmann eindeutig Stiftungsexpertise und eine detaillierte Auseinandersetzung mit den Ausschüttungszielen der Alfred-Flakowski-Stiftung. Ein guter Anfang, eine überzeugende Leistung, die die Bank in die Liste der Kandidaten für den Beauty-Contest aufnimmt. Allerdings verzichtet sie von sich aus auf eine Teilnahme. Weitere Transparenzfragen und Auskunft zum Serviceangebot gibt sie nicht. Schade, für diesen Bewertungsteil können wir somit keine Punkte vergeben.

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