Bitte registrieren Sie sich neu, um alle nicht kostenpflichtigen Inhalte auf fuchsrichter.de einsehen zu können.
030-288 817-20
0,00 €
4967
LGT Bank AG | TOPs 2017 - Vermögensstrategie & Portfolioqualität

LGT Bank AG: Schwer zu toppen

Die LGT Bank legt sich für den Kunden mächtig ins Zeug und zeigt an zahlreichen Stellen, wie man qualitätvoll und individuell vorgeht. Dabei ist der Anlagevorschlag durchaus ungewöhnlich.

LGT Bank AG Herrengasse 12, FL-9490 Vaduz
www.lgt.com

Die LGT Bank in Liechtenstein sendet dem Kunden zwei Protokolle. Eins mit den Kerninformationen aus dem Telefonat und ein weiteres, sehr ausführliches das auf 3,5 Seiten umfassend die Beratung dokumentiert. Form und Inhalt sind Benchmark! Im Anschreiben zum “individuellen Anlagekonzept” erhalten wir dann pointiert unser Renditeziel präsentiert: 2 % p. a. nach Kosten und Steuern. Die klare Botschaft lautet: Das alte Depot sollte zu Gunsten der neuen Struktur vollständig umgeschichtet werden. Der LGT gelingt es in ihrem Konzept, auf den Punkt zu kommen. Grafiken und Text, übersichtlich zusammengestellt, machen das Lesen leicht. Die Analyse des Kundendepots zeigt: Er hat ein defensives Depot aber mit z. T. schwachen Fonds. So hat der Emerging Marktes Anleihenfonds eine sehr mäßige Wertentwicklung und der Allianz Fonds ist schlicht zu teuer. Somit ist die Schlussfolgerung gut begründet: Wir sollten alle Fonds veräußern. Die LGT hat klare Meinungen zu den Renditen in der Zukunft. Aktien Europa sollten – bei allen Schwankungen – knapp 7 % bringen. Schwellenländer sogar 10 %. Private Equity hat mit 13 % die höchste Renditeerwartung.
Wertungsübersicht
Beratungs­gesprächVermögens­strategiePortfolio­qualitätTransparenzGesamt
34,2
25,5
6,1
12,0
77,9

max. 45 Punkte

max. 30 Punktemax. 9 Punktemax. 16 Punktevon 100

Anschaulicher Weg zur Zielrendite

Sehr anschaulich wird uns aufgezeigt, wie wir unsere Zielrendite erwirtschaften können. Die Kosten und Steuern werden grafisch abgetragen, die Bestandspflegezahlungen werden noch addiert. So kommen wir am Ende auf 2,1% - etwas mehr, als wir wünschen. Prima. „Taktisch“ sollen wir folgendermaßen anlegen: 5,4% Liquidität, 60,6% Anleihen, 17,0% Aktien, 17% Alternative Anlagen. Im Vergleich zu der strategischen Vermögensstruktur sind die Aktien etwas untergewichtet, die Anleihen bekommen dafür etwas mehr Gewicht. Im Anleihensektor besteht der größte Teil aus Unternehmensanleihen. Auch Katastrophen-Bonds sind beigefügt. Die 17 % Aktien sind überwiegend mit knapp 5% in Europa investiert. Stark ausgeprägt ist der Anteil “Alternative Anlagen” mit 9% Hedgefonds und 2% Immobilien. Auch Gold macht 3,2% aus. Gut gefällt uns auch der Stresstest: Der maximale Wertverlust des vorgeschlagenen Depots lag in der Vergangenheit bei 17,5%. Unser Verlustziel von maximal 10% innerhalb von fünf Jahren könne mit hoher Wahrscheinlichkeit erreicht werden, glaubt die LGT. Das Portfolio würde im Fall des Verlustes nach 4,6 Jahren den ursprünglichen Wert wieder aufgeholt haben – was natürlich nicht als garantierte Zusicherung der Bank verstanden werden darf. Das alles möchte die Bank so entlohnt haben: 1,00% All-In-Fee (bei Kontoführung in Liechtenstein falle keine MwSt. an). Kickbacks werden erstattet.

Fazit Vermögensstrategie: Die LGT punktet mit einem sehr kundenorientierten, gut aufgemachten und verständlichen Vorschlag. Hier müssen sich Wettbewerber mächtig ins Zeug legen, um ähnlich präzise ihre Vorschläge zu präsentieren. Auffallend ist der hohe Anteil an Alternativen Investments, insbesondere der Hedgefonds. Hier will die LGT mit ihrer langjährigen Expertise punkten. Dies ist ein nachvollziehbarer und zugleich konsequenter Weg. Allerdings sind auch die hohen Kosten dieser Fonds zu sehen: Für den eingesetzten Credit Suisse Multi-Stratey Fonds werden immerhin 3,12 % laufende Kosten p. a. ausgewiesen! Dennoch: eine Top-Leistung.

Fazit Portfolioqualität: Auch in der Portfolioqualität zeigt die LGT Bank in Liechtenstein Überdurchschnittliches. Das neu zusammengestellte Depot würde nur geringfügig auf einen Zinsschock reagieren. Die erwartete Rendite ist gut, allerdings müssen wir leichte Abstriche beim maximalen Verlust machen, der sich dennoch innerhalb der von uns gesetzten Bandbreite bewegt.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Nachhaltigkeit beim Stiftungsvermögen: Tiefe Einblicke und Diversität in Kooperationen

Von Datenlieferanten bis Beratungsnetzwerke: Wie Vermögensmanager ihre Nachhaltigkeitsstrategien stärken

Kollage Verlag Fuchsbriefe © Bild: envato elements
Um die nachhaltige Kapitalanlage zu stärken, setzen Vermögensmanager auf die Zusammenarbeit mit externen Instituten. Eine Analyse der FUCHS | RICHTER Prüfinstanz von 25 Organisationen enthüllt nicht nur eine reiche Vielfalt an Kooperationen, sondern auch signifikante Unterschiede in der Integration dieser Partnerschaften in ihre Nachhaltigkeitsstrategien.
  • Fuchs plus
  • Neue Produktionskette für Chemiefasern

Nachhaltige Polyesterfasern für Japan

Textilien © fomkin20 / stock.adobe.com
Sieben Unternehmen haben eine neue Produktionskette für Chemiefasern aufgebaut und benötigen kein Rohöl mehr in der Produktion. Erste Kleidungsstücke aus diesen Fasern kommen zur Zeit in Japan auf den Markt.
  • Fuchs plus
  • Logistik und Nachhaltigkeit

Elektro-LKW bei Österreichischer Post

Die Österreichische Post hat erstmals zwei Elektro-Lkw im Einsatz. Transportiert werden internationale Sendungen. Damit lassen sich rund 117 Tonnen direkte CO2-Emissionen pro Jahr einsparen.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Risiko: Negative Margen durch schwankende Kurse

Währungsrisiken vermeiden

Wenn Kurse von Währungen schwanken, kann das für Unternehmen bedeuten, dass sie durch zuvor geschlossene Verträge nun Verluste machen. Offene Restzahlungen werden so allenfalls zu einem Risiko. Mit dem richtigen Management kann das vermieden werden.
  • Fuchs plus
  • Neue Wärmepumpe effizient bei unterschiedlichen Temperaturen

Wärmepumpe für die Industrie

Wärmepumpe © 2023 Bundesverband Wärmepumpe (BWP) e.V.
Die ETH hat eine neuartige Wärmepumpe entwickelt, die verschiedene Temperaturen effizient erzeugen kann. Gerade Industriebetriebe könnten großen Nutzen davon haben.
  • Fuchs plus
  • Trendwende-Anzeichen in der Türkei

Notenbank bleibt restriktiv

Der Verfall der Türkischen Lira kennt seit Jahren kein Halten. Gegenüber dem Euro verlor die Devise des Lands am Bosporus mehr als 70% ihres Werts. Die Hoffnungen in die geldpolitische Wende wurden vorerst enttäuscht. Allerdings gewährt der Lira-Rückgang Investoren einen Abschlag auf die Vermögenswerte des Landes. Zusätzliche Chancen winken bei einem Kurswechsel der Währung.
Zum Seitenanfang