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Besser als die Benchmark im Performance-Projekt VIII

Kohlhase investiert auch dort, wo sich sonst keiner traut

Finanzen und Berechnungen. © Matthias Buehner / Fotolia
Ein Mischfonds, der überwiegend in Anleihen investiert, schafft es nicht den breiten Markt zu schlagen? Doch! Dem DKO-Optima der Dr. Kohlhase Vermögensverwaltung aus München gelingt das im Performance-Projekt VIII sogar mit Bravour. Wie das möglich wird, erklärt der Geschäftsführer Michael Kohlhase im Gespräch mit der FUCHS | RICHTER Prüfinstanz.

Die Dr. Kohlhase ist eine „hemdsärmlige“ Vermögensverwaltung im besten Sinne. Hier gibt es keine große volkswirtschaftliche Abteilung oder ein Heer von Analysten, das die Portfolios steuert. Den Erfolg beschert hier einerseits die Erfahrung, die Michael Kohlhase und sein kleines Team im Bereich Portfoliomanagement über viele Jahre aufgebaut haben. Was sonst noch zur guten Performance beitragt: „Strukturen und der Mut, Dinge durchzuhalten“, meint Kohlhase gegenüber der Prüfinstanz.

Besser als die Benchmark mit Anleihen

Im Performance-Projekt VIII gelingt es Kohlhase nach fünf Monaten die ETF-Benchmark mit seinem Fonds deutlich auszuspielen. Das gilt sowohl mit Blick auf die Rendite als auch das Risiko (Volatilität). Das herausragendste Merkmal aus Sicht der Prüfinstanz ist, dass ihm dieser Erfolg weniger mit einer gezielten Aktienauswahl (Stockpicking), sondern vor allem durch Anleihen gelingt. Dabei konzentriert er sich vor allem auf Emittenten „außerhalb ausgetretener Pfade“. So finden sich nur als kleiner Sicherheitsanker eine vergleichsweise „sichere“ deutsche Staatsanleihe im Fondsportfolio. Stattdessen sind es vor allem europäische Südländer und Emerging Markets (Schwellenländer), die das Anleiheportfolio charakterisieren.

Anleihen bieten im Vergleich zu Aktien mehrere Vorteile. Da es sich bei ihnen um verzinste Schuldscheine handelt, lässt sich die Rendite einer Anleihe gut kalkulieren. Durch die Zinszahlungen kommt es zudem zu regelmäßigen Erträgen für die Anleger. Zwischenzeitlich kann es aber dennoch zu heftigen Kursschwankungen kommen. Das passiert dann, wenn Anleger in größeren Mengen Anleihen verkaufen, etwa weil die Notenbanken ihre Zinsen erhöhen und so die Ausfallrisiken steigen (Zinsänderungsrisiko). Das betraf natürlich auch die Kohlhase-Fonds. Sie mussten vor allem in zweiten und dritten Quartal die Zinserhöhungen von EZB und Federal Reserve verdauen.

Durchhalten wird belohnt

Solche Phasen gilt es aber durchzuhalten, so Kohlhase. Die weitere Entwicklung würde das belohnen. Vor allem das dritte Quartal 2023 bestätigt das. „Die Kurskorrekturen durch die Zinswende waren verdaut und Zinserhöhungen gab es nur noch moderat.“ Das spielte der Performance des Kohlhase-Fonds im Performance-Projekt erheblich in die Karten. Da es nun auch für Staatsanleihen sicherer Emittenten (Investmentgrade) bessere Zinsen gibt, nutzte Kohlhase die Gelegenheit, um die Qualität seiner Anleiheauswahl zu verbessern, indem er genau solche verstärkt nachkaufte.

Nichtsdestotrotz ist Kohlhase weiterhin sehr hoch in Schwellenländer-Anleihen investiert. Dabei achtet er darauf, möglichst in Anleihen mit einer kurzen Restlaufzeit zu investieren. Das reduziert die Risiken, etwa weil die Gefahr einer Staatspleite (und damit des Totalausfalls der Anleihe) dadurch kalkulierbarer ist. Mit einer solchen Strategie sind bei Schwellenländern Renditen weit über 5% möglich. Zum Vergleich: Eine 10-jährige deutsche Staatsanleihe bringt gerade mal 2,7% Rendite p.a., bei einer einjährigen deutschen sind 3,6% p.a. Das sind bereits deutlich mehr als noch vor zwei Jahren, wo es für deutsche Papiere teilweise sogar negative Renditen gab. Die Inflation können Anleger mit deutschen Titeln aber noch nicht ausgleichen.

Aktienauswahl mit Fokus auf Europa und den USA

Neben Anleihen spielen Aktien aber dennoch eine gewichtige Rolle. Schon allein unter Risikoaspekten ist es vernünftig, das Portfolio über verschiedene Anlageklassen zu streuen. „In Anbetracht der Weltlage ist man wahrscheinlich gut beraten, sich auf die USA, Europa und Australien zu konzentrieren“, meint Kohlhase. Das spiegelt auch die Aktienauswahl wider, die sich vor allem auf hochkapitalisierte Unternehmen konzentriert. Zur breiteren Streuung investiert Kohlhase innerhalb seiner Fonds und Kundenportfolios zudem in ETF und andere aktiv gemanagte Fonds. Denn beide Strategien (passive und aktive Fonds) haben und hatten schon immer ihre Berechtigung, so der Vermögensverwalter.

Explizit nachhaltige Mandate oder Megatrend-Fonds bietet Kohlhase nicht an. Das heißt aber nicht, dass er die Renditepotenziale großer Zukunftsthemen ignoriert. Spannend findet er die Bereiche Digitalisierung und Künstliche Intelligenz (KI). Dies komme aber mittelfristig allen Branchen zugute. Insofern müsse man nicht unbedingt nur in KI investieren, so Kohlhase. Über Investments in einen KI-Fonds holt er sich das virulente Thema aber gern in sein Portfolio. Auch das Thema Rohstoffe spielt für Kohlhase eine Rolle. Er investiert aber nicht direkt in z.B. Kupfer oder  Aluminium, sondern geht dafür lieber den mittelbaren Weg über Rohstoff-Aktien (z.B. Bergbauunternehmen)

Für jeden Anleger den passenden Fonds

Inzwischen verwaltet Kohlhase fünf hauseigene Fonds. Das Flaggschiff ist der DKO Optima Fonds, mit dem er auch im Performance-Projekt VIII den Wettbewerb bestreitet. Daneben gibt es drei Anleihefonds und einen Aktienfonds. Das unterstreicht nochmal die Spezialkompetenz im Bereich Anleihen. In der Vermögensverwaltung arbeitet Kohlhase intensiv mit diesen Fonds und kann je nach Kundenbedürfnis die Gewichtung bestimmen. Ergänzend investiert er noch in die NESTOR-Fondspalette, die von externen Vermögensmanagern betreut wird.

Unter Sicherheitsaspekten ist das ein sinnvolles Vorgehen. Es ermöglicht es die Portfoliobausteine (Fonds) jederzeit flexibel anzupassen. Je nach Marktsituation können einzelne Bausteine höher oder niedriger gewichtet werden. Das gilt auch mit Blick auf unvorhergesehe Ereignisse, von denen es in jüngster Vergangenheit ausreichend gab (z.B. Corona-Pandemie, Krieg in der Ukraine, Angriff der Hamas auf Israel). Portfolio-Software hilft Kohlhase dabei permanent die Depots zu überwachen. „Wenn wir meinen etwas ist zu tun, dann reagieren wir sofort“, so Kohlhase.

Das Dr. Kohlhase-Portfolio

Das Performance-Projekt VIII bestreitet Kohlhase mit seinem „Flaggschiff“, dem DKO-Optima Fonds. Das ist ein Mischfonds, der zu Beginn des vierten Quartals zu etwa zwei Dritteln in Anleihen und einem Drittel in Aktien investiert ist. Eine kleine Sicherheitsposition Liquidität vervollständigt das Portfolio.

Exotisches Anleiheportfolio

Im Segment Anleihen finden sich vor allem Schwellenländer und Länder aus dem europäischen Süden. So sind portugiesische Staatsanleihen die größte Anleihe-Position. Auch eine italienische Anleihe, eine Schuldverschreibung aus Griechenland sowie nordmazedonsiche, montenegrische, rumänische, ungarische und polnische Anleihen befinden sich im Portfolio. Durch die inzwischen höheren Zinsen haben es auch wieder Anleihen aus Deutschland und Großbritannien ins Portfolio geschafft.

Daneben fühlt sich Kohlhase vor allem in Südamerika sehr wohl. Staatsanleihen aus Kolumbien, Mexiko und Peru finden sich im Portfolio. Risikoreich aber hochverzinst sind zudem Anleihen aus afrikanischen Ländern wie Ägypten, dem Senegal oder Südafrika, die sich ebenfalls im Depot befinden. Mit Papieren aus Indonesien oder den Philippinen ist er auch im aussichtsreichen südostasiatischen Anleihemarkt investiert.

Kohlhase hat eine Lieblings-Aktie

Beim Blick auf den Aktienbaustein springt die hohe Allokierung der TAG Immobilien AG ins Auge. Ihr wird auch in anderen DKO-Fonds ein hohes Gewicht beigemessen. Für Kohlhase ist die Aktie aber ein klarer Turnaround-Kandidat. Er schätzt an dem Unternehmen die „hohe Dividendenrendite und die gute Immobilienstrategie“ (günstiger Einkauf von Bestandsimmobilien, eine effektive Immobilienverwaltung und dann noch ein innovatives Geschäft in Polen). Im Zuge der Zinswende ging es wie auch bei anderen Immobilien-Aktien auch für die TAG Immobilien-Aktie nach unten. Die unglückliche Kommunikation bezüglich einer Kapitalerhöhung und das vorübergehende Streichen der Dividende wurden vom Markt unglücklich aufgenommen. Für Kohlhase war das aber eine übermäßige Korrektur, in der er eine Kaufgelegenheit sah.

Weitaus kleiner gewichtet sind dann die weiteren Aktien. Hier finden sich schwerpunktmäßig US-amerikanische und europäische Titel. Die meisten dieser Unternehmen sind in den Bereichen Technologie, Energie/Versorger und Konsumgüter tätig. Es sind allesamt Unternehmen, die über eine gewisse Preissetzungsmacht verfügen, das heißt, steigende Preise gut an die Endverbraucher weitergeben können. Gerade in Zeiten hoher Inflationsraten ist das ein Qualitätsmerkmal.

Aktives Management hat seinen Preis

Ein aktiv gemanagter Fonds ist nahezu immer teurer als ein ETF. Das ist auch beim DKO-Optima der Fall. Angesichts der weitaus höheren Rendite bei geringerem Risiko im Vergleich zur ETF-Benchmark ist das aber verkraftbar.

Chancen im volatilen Marktumfeld wahrnehmen

Und wie sieht Kohlhase das zukünftige Marktumfeld? „Es bleibt spannend!“ so der Vermögensverwalter. Er erwartet eine unruhige, das heißt volatile Phase. Genau darin liegen sowohl Risiken als auch Chancen, die er für seine Kunden möglichst gut nutzen will. Die Zinswende der Notenbanken dürfte seiner Anleihe-Strategie dabei nützen. Und auch für Aktien ist es eine gute Nachricht, dass die Zinsen wohl nicht mehr sehr weit (wenn überhaupt) steigen werden.

Fazit: Der DKO-Optima schafft es nach Ablauf von fünf Projektquartalen weitaus besser zu performen als die ETF-Benchmark. Die FUCHS | RICHTER Prüfinstanz führt das vor allem auf die Spezialexpertise bei Anleihen zurück. Dass Kohlhase daneben in Aktien mit starker Preissetzungsmacht investiert, ist sicherlich ebenfalls Teil des Erfolgsgeheimnisses. Aus unserer Sicht macht das den DKO-Optima zu einem starken Basisinvestment für langfristig orientierte Anleger.

Hinweis: Die Dr. Kohlhase Vermögensverwaltung nahm bereits an mehreren Performance-Projekten der FUCHS | RICHTER Prüfinstanz teil. Bereits in den Performance-Projekten II und IV lag er jeweils vor der Benchmark. Im Performance-Projekten V rangiert er nur knapp hinter der Benchmark und lässt damit die Mehrheit der anderen Projektteilnehmer hinter sich. Im Performance-Projekt VII kämpft er sich nach oben, liegt aber noch hinter der Benchmark.

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