Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
0,00 €
2067
Pictet & Cie (Europe) S.A. | Stiftungsvermögen 2016 - Qualifikationsrunde: Angebotsabgabe

Pictet ist gut, aber teuer und konzentriert sich aufs Wesentliche

Was Pictet liefert, liefert die Bank in hoher Qualität. Dafür verlangt sie auch einen außerordentlichen Preis.
Die altehrwürdige Pictet-Gruppe befindet sich im Eigentum von sieben geschäftsführenden Teilhabern. Zu einem geringen Teil sind auch einige wenige Führungskräfte an dem über 200 Jahre alten Vermögensverwalter beteiligt. Ziel von Pictet ist es, mit einem unvoreingenommenen Anlageansatz unnötige Risiken zu vermeiden und robuste und stabile Investmentlösungen für seine Kunden zu entwickeln. Davon sollen auch Stiftungen profitieren.

Kennzahlen:
  • Stiftungsexpertise seit: 2000
  • Anzahl betreuter Fremdstiftungen: k.A.
  • Betreutes Stiftungsvermögen: k.A.
Pictet zählt auf zehn Mitarbeiter, die sich explizit um Stiftungen kümmern. Das Haus verweist auf eine sehr geringe Fluktuation seiner Mitarbeiter. Die beiden in Frankfurt/Main tätigen Mitarbeiter sind bereits im achten und sechsten Jahr bei dem Haus. In der Schweiz liegt die Fluktuation auf Gruppenebene bei 4 % - inklusive Pensionierungen. Pictet setzt auf ein großes Netzwerk externer Berater, die bei Bedarf hinzugezogen werden.
Serviceangebot für Stiftungen:
  • Strategiegespräche
  • Unterstützung bei Änderungen im Stiftungs- und Steuerrecht (aktive, zeitnahe Information)
  • Rechnungslegung | Jahresabschluss | Förderverwaltung
  • Mitarbeit in Stiftungsgremien
  • Unterstützung der Geschäftsführung der Stiftung
Das Serviceangebot für Stiftungen ist solide. Zwar werden keine besonderen Dienstleistungen für Stiftungen angeboten. Eine Unterstützung im Fundraising gibt es beispielsweise nicht. Aber sie bekommen alle grundlegenden Hilfestellungen, die sie benötigen.

Der Anlagevorschlag

Sehr persönlich schreibt Pictet dem Stiftungsvorstand, dass die Bank die Überlegungen zu Beteiligungen an lokalen Unternehmen und auch die Einbindung der bestehenden Immobilie nachvollziehen könne. Aber Pictet möchte sich auf das Thema Vermögensverwaltung konzentrieren, in diesem anderen Bereich könne sie nicht kompetent unterstützen. Das ist ehrlich, zugewandt formuliert und auch klar positioniert. Der Vorschlag selbst fokussiert folglich auf die liquiden Mittel: 70 % Anleihen, 30 % Aktien, 0 % Cash. In der Einzeltitelaufstellung sehen wir dann die Ausschüttungen je Wertpapier im Detail. Auf 3 % kommt die Bank insgesamt vor Kosten. Pictet setzt überwiegend Einzeltitel ein. Im Anleihenbereich finden sich auch Fonds, u. a. bei den Schwellenländer- und Hochzinsanlagen. Auch dem Wunsch der Stiftung, den maximalen Verlust zu benennen, kommt die Bank vorbildlich nach: 12 % in 2008 - alles leicht nachvollziehbar an einer „Unterwasserkurve“ ablesbar. Als herausfordernd, langfristig aber möglich, sieht die Bank den Spannungsbogen zwischen Kapitalerhalt und Ausschüttungsziel an. Eine erhöhte Aktienquote werde benötigt, auf 40 % sollte sie aber gedeckelt werden. Die Kosten sind im Marktvergleich sehr hoch. 0,95 % + USt. Eine erfolgsabhängige Vergütung sei „unüblich“ für solche Mandate. Bestandspflegezahlungen fließen dem Stiftungsvermögen zu.

FAZIT:
Ein auf die Wertpapieranlage fokussierter Vorschlag, der gut zu lesen ist. Nicht alle, aber die zentralen Fragen der Stiftung werden beachtet und präzise beantwortet. Alles wirkt solide. Die Kosten dagegen sind eher hoch. Dennoch verdient Pictet es, das Angebot in der Endauswahl mündlich zu erläutern.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Die Entscheidung fällt im 4. Quartal

Dollar stabil. Vorerst

Dollar stabil. Vorerst. Copyright: Pixabay
Das Virus macht Sommerpause. Und das Wohlgefühl steigt allenthalben mit den Temperaturen. Der aufgestaute Konsum bricht sich Bahn. Das sind gute Voraussetzungen für einen stabilen Dollar. Vorerst.
  • Fuchs plus
  • Innovation bei Stromspeichern

Billiger Speicher löst Problem der schwankenden Stromeinspeisung

Innovation bei Stromspeichern. Copyright: Pexels
Ein neuer Energiespeicher kann das Grundproblem der Erneuerbaren Energien - die schwankende Stromerzeugung - lösen. Der Speicher kann große Energiemengen von einem Gigawatt und mehr aufnehmen.
  • Fuchs plus
  • Israel im Corona-Aufschwung

Blendende Aussichten – zumindest kurzfristig

Israel im Corona-Aufschwung. Copyright: Pixabay
Israel hat sich aus der Corona-Krise herausgeimpft. Seit Jahresanfang werden die Aussichten mit jedem Tag besser. Trotz der geopolitischen Probleme sind daher die Aussichten für den Schekel gut.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Ewige Broker-Bestenliste 2021

Langfristwertung: Die Top 5 der Broker

Ewige Bestenliste FUCHS-Broker 2021. Copyright: Verlag Fuchsbriefe
Die Leistungen der Broker schwanken von Jahr zu Jahr teils kräftig. Das liegt einerseits an unserem Testfall, mit dem die einen besser, die anderen schlechter umgehen. Andererseits liegt es aber auch an der Personalpolitik der Häuser und ihren Investitionen und ihrer Philosophie hinsichtlich ihrem Standard für die Kundenbetreuung. Wer traden möchte, sollte wissen, welche Anbieter dauerhaft gut sind. Das zeigt unsere „Ewige Bestenliste“
  • Fuchs plus
  • Jahresranking

Die besten Broker 2021

Jahresranking FUCHS-Broker-Rating 2021. Copyright: Verlag Fuchsbriefe
Das Ergebnis des FUCHS-Broker-Rankings steht fest. Die drei Top-Broker auf dem Siegertreppchen sind in diesem Jahr FXFlat, WHSelfinvest und erstmals XTB Online Trades. Diese drei Anbieter dominieren in diesem Jahr die anderen Mitbewerber.
  • Fuchs plus
  • Wenn die Plattform im Ausland ist

Bürokratie-Risiken bei Krypto-Börsen

Alte Gassen, modernste Krypto-Technik: Auf Malta ist die Krypto-Börse Binance beheimatet. © Foto: Pixabay
Auch die Anmeldung auf Krypto-Plattformen ist mit bürokratischem Aufwand verbunden. Sobald man eine Plattform im Ausland wählt, sollte man besonders aufpassen und eine Reihe von Punkten beachten.
Zum Seitenanfang