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Das Testdesign: Wie wir werten

Unser anonymer Anbieter-Test basiert auf klaren Kriterien, die wir für die Auswahl eines Brokers für wesentlich halten. Wir legen besonderen Wert auf die langfristige Seriosität und Sicherheit der Anbieter. Denn ein tolles Produktangebot und geschenktes Handelsguthaben nützen nichts, wenn der Broker schlecht reguliert oder grundsätzlich unseriös ist.

ESMA greift in den CFD-Markt ein

Das wichtigste Ereignis des Jahres 2018 für Broker und Trader war der erste regulierende Markteingriff der ESMA in den CFD-Markt. Die Regulierungsbehörde hat die maximal erlaubten Hebel teilweise deutlich gekürzt. Das hatte direkte kurzfristige Auswirkungen am Markt, wird aber auch langfristige Folgen nach sich ziehen.

Eine Folge ist eine veränderte Beziehung zwischen Kunde und Anbieter. Das gilt insbesondere für nicht professionelle Trader und Neueinsteiger. Für diese Klientel wird die Suche nach dem passenden Trading-Anbieter etwas schwieriger, weil die ESMA die Unterscheidungskriterien in vielerlei Hinsicht „eingeebnet" hat. So können sich die Broker nicht mehr mit enorm unterschiedlichen Hebeln überbieten. Das entschärft in relevantem Umfang die gern genutzten Marketingbotschaften, dass mit „wenig Geld schnell hohe Gewinne" gemacht werden können.

Hinzu kommt, dass die Regulierungsbehörde auch diverse andere Marketing-Instrumente verboten hat (z. B. Cash-Back). Solche Instrumente wurden meist von u. E. eher unseriösen Anbietern aggressiv genutzt. Aber offenbar haben diese Mechanismen – zahle 100 Euro ein, trade 10 mal und bekomme 100 Euro zurück – bei blutigen Anfängern gut funktioniert. In den meisten Fällen wahrscheinlich zwar nur für den Broker selber, aber der hatte zumindest erst mal den Kundenkontakt und konnte dann auf Folgegeschäft hoffen.

Da diese Differenzierungsmerkmale nun weggefallen sind, müssen die Anbieter mehr mit ihren Kernkompetenzen und der Seriosität um Kunden buhlen. Im Kern unterscheiden sich die Broker in ihren Angeboten und Werbebotschaften aber kaum. Darum wird die Auswahl des passenden Trading-Anbieters für Anleger wieder schwieriger.

Wer aber eine Geschäftsbeziehung startet, sollte seinen Partner sehr genau auswählen. Das gilt ganz besonders für Geld-Geschäfte. Die unabhängigen Anbietertests aus dem Verlag FUCHSBRIEFE sind dazu gedacht, Interessenten bei der Suche nach hervorragenden Dienstleistern eine Hilfestellung zu bieten. Wir machen die Leistungen unterschiedlicher Anbieter transparent und vergleichbar.

Die FUCHS-Philosophie

Die Online-Handelsplattformen wurden auf Basis unserer grundlegenden FUCHS-Philosophie getestet. Das bedeutet: Für unsere nach dem Prinzip des Mystery-Shopping ablaufenden Anbietertests nehmen wir ausschließlich die Perspektive des Interessenten und potenziell künftigen Kunden ein. Wir versetzen uns also in die Lage eines Traders. Wir orientieren uns bei unserem Markt- und Anbietertest somit an den konkreten Erfahrungen und Erlebnissen mit den von uns getesteten Online-Plattformen, die jeder andere Kunde auf der Suche nach einem Anbieter genau so machen würde.

Typisch für das FUCHS-Testdesign ist, dass wir für die Bewertung der Ergebnisse keine absolute Messlatte anlegen, die sich an einer Idealvorstellung der Dienstleistungsqualität orientiert. Zwar gibt es maximal 100 Punkte auf unserer Wertungsskala. Entscheidend für das von uns erstellte Ranking und die daraus resultierenden Ratings ist aber die relative Leistung im Vergleich zu anderen Wettbewerbern.

Die FUCHS-Tests lassen sich vom Prinzip „Der Markt ist die Benchmark" leiten. Die beste Leistung in einem Marktsegment ist die Orientierungsgröße für alle anderen Anbieter. Denn potenzielle Kunden eines Brokers können nur im realen Marktumfeld ihren favorisierten Anbieter auswählen.

Die Branche lobt das Test-Design

Ein entscheidendes Abgrenzungskriterium im Vergleich zu anderen Markttests im Segment der Broker und Online-Tradingplattformen ist, dass unsere Tests weder bestellt – vor allem aber nicht abbestellt – werden können. Wir verstehen uns als Prüfinstanz im Auftrag potenzieller Trading-Kunden – nicht im Auftrag der Broker. Während die Anbieter bei ähnlichen Tests anderer Mitbewerber gefragt werden, ob sie teilnehmen möchten, testen wir Anbieter, auch wenn sie das nicht wollen. Denn wer am Markt aktiv ist und um Trading-Kunden wirbt, muss sich dem Wettbwerb mit anderen Plattformen und dem Urteil von Kunden stellen.

Dieser Ansatz wird in der Branche zunehmend gelobt –auch von Häusern, die in unserem Ranking nicht unbedingt weit vorn landen. So hören wir regelmäßig, dass gerade unser Testansatz eine reale Orientierung über die Qualität der Broker bietet. Daraus entsteht für einige Häuser immer wieder ein „sportlicher" Anreiz ist, sich an der „Benchmark" zu orientieren und sich selber weiter zu entwickeln.

Das spiegelt sich in diesem Jahr allerdings teilweise nicht in den Testergebnissen. Die sind im Vergleich zum Vorjahr bei vielen Häusern etwas schlechter ausgefallen. Wir sehen zwar etliche Broker, die genau in jenen Feldern Optimierungen angestrebt haben, die im vorigen Jahr von uns noch kritisiert und aus Kundensicht als unbefriedigend bewertet wurden. In diesem Jahr sehen wir aber auch, dass viele Häuser im Service nachgelassen und auch unsere offizielle Transparenz-Umfrage nicht beantwortet haben. Gerade unsere Fragen zu den Auswirkungen der ESMA-Regeln haben etliche Häuser geflissentlich übersprungen.

Als positiv wird von den getesteten Anbietern weiterhin wahrgenommen, dass es beim FUCHS-Test keine „Sieger-Inflation" gibt. Es gibt grundsätzlich keine Sieger in einzelnen Test-Kategorien. Das ist konsequent: Was nützt einem Kunden der Sieger im Bereich Produktpalette, wenn der Service mies ist? Kunden, die sich für einen Anbieter entscheiden, müssen ein Gesamtpaket wählen. Darum gibt es beim FUCHS-Broker-Rating nur ein Gesamtranking.

Und: Nur die höchstplatzierten Top-Broker mit mehr als 90 Punkten haben die Möglichkeit, mit dem FUCHS-Gütesiegel für ihre Qualität zu werben. Nur das schafft echte Markt- und Anbietertransparenz. Schließlich wollen wir mit unserem Anbieter-Rankings den Blick der Tradinginteressierten schärfen. Darum beschränken wir die Anzahl der Siegel und prüfen per Mystery-Shopping.werben. Denn wenn fast alle Broker in irgendeiner beliebigen Kategorie Sieger sind, dann wird gerade keine Markt- und Anbietertransparenz hergestellt, sondern der klärende Blick verstellt. Wir wollen mit unseren Anbieter-Rankings den Blick der Tradinginteressierten schärfen. Darum beschränken wir die Anzahl der Siegel und prüfen per Mystery-Shopping.

Der Fall: Ich will hebeln

Die Ausgangslage für unseren Test war in diesem Jahr selbstverständlich wieder anders, als im vergangenen Jahr. Unser Ziel und unsere Herausforderung für die Anbieter lautete: Ich will hebeln! Mit diesem Wunsch traten wir an alle Anbieter heran. Wir stellten uns als Anleger vor, der bereits einige Tradingerfahrungen an den Märkten gesammelt hat. Ein echter Profi-Anleger sind wir dabei aber nicht – und 500.000 Euro für die Einstufung als professioneller Anleger haben wir leider auch nicht am Start. Aber wir waren bereit, in einer ersten Einzahlung bis zu 10.000 Euro zu aktivieren, um die Plattform, das Trading und auch die Livekunden-Betreuung auszuprobieren.

Unsere Erwartung an die Anbieter war einfach: Wir wollten insbesondere testen, wie sie mit unserem Hebel-Wunsch umgehen. Es war für uns dabei nicht relevant, ob uns die Broker die Möglichkeit geboten haben, auf Umwegen zu längeren Hebeln zu kommen. Unser zentrales Ziel bestand darin, seriöse und umfassende Beratung zu bekommen. Diese sollte unsere Interessen berücksichtigen, auf unsere Erfahrungen eingehen und uns Möglichkeiten aufzeigen. So war für uns beispielsweise absolut zentral, ob uns die Anbieter darauf hingewiesen haben, dass die Einstufung als professioneller Trader zwar möglich ist, damit aber auch der Verlust diverser Sicherungen (z. B. Nachschusspflicht) einher geht. Das war nicht immer der Fall – was eine sträfliche Vernachlässigung der Informationspflichten darstellt.

Besonderes Augenmerk legten wir auch in diesem Jahr natürlich wieder auf die Bildungsangebote der Plattformen. Viele Häuser haben ihre Angebote erneut ausgebaut, etliche Handelsplattformen und Broker haben ihre Schulungsangebote auch weiter professionalisiert. Bei etlichen Adressen gibt es inzwischen tolle und sehr hochwertige Bildungsangebote (vielfach sogar kostenlos), die Einsteigern und Profis einen hohen Nutzen bieten.

Diese Bemühungen der Anbieter wollten wir nicht unberücksichtigt lassen. Schließlich ist es unsere Mission, Transparenz und Orientierung in einen komplexen Markt zu bringen – möglichst mit dem Effekt, dass sich die Branche in einem Best-Practice-Verfahren im Wettbewerb an den jeweils Besten orientiert und sich somit das gesamte Leistungsumfeld für Kunden verbessert.

Unser grundsätzliches Test-Vorgehen

Um Anbieter zu prüfen, nehmen wir grundsätzlich über die Webseite Kontakt auf. Wir lassen uns von dem Gedanken leiten, dass Interessierte im Internet nach Anbietern suchen, sich auf den jeweiligen Homepages umsehen und dann entscheiden, ob sie den Anbieter kontaktieren.

Nach Ansicht und Bewertung des Internetauftritts haben wir die Frage beurteilt, ob es sich um einen relativ gut regulierten Broker handelt. Dabei fielen bei uns Anbieter heraus, die eine laxe Regulierung haben und nur einer minimal strengen Börsenaufsicht unterstehen. Dies spiegelt das gestiegene Sicherheitsbedürfnis der Anleger wider. Bei Anbietern, die wir nicht empfehlen würden, haben wir uns das Leistungsangebot auch nicht näher angesehen.

Bei grundsätzlich interessanten Plattformen eröffnen wir stets ein Demokonto. Damit gehen wir vor wie jeder potenzielle Kunde. Bevor wir dem Anbieter reales Kapital anvertrauen, soll er uns von der Qualität seiner Dienstleistungen überzeugen.

Danach suchen wir den direkten Gedankenaustausch mit den Anbietern. Dabei ist uns im Prinzip wichtig, dass uns die Anbieter von sich aus kontaktieren. Wir vergleichen das gern mit einem Besuch im Autohaus: Auch dort wollen wir von einem Mitarbeiter angesprochen werden, wenn wir als Interessent den Showroom betreten. Wir wissen natürlich, dass sich die Herangehensweise der Broker hier zum Teil unterscheidet. Einige Häuser verfolgen die Philosophie, die Kunden sofort und oft automatisiert anzusprechen. Immer öfter bieten sie die Möglichkeit, einen Chat zu starten. Wieder andere Häuser erwarten, dass Interessenten mit Fragen selber aktiv werden.

Wir bewerten die aktive Ansprache durch das Haus jedoch als am kundenorientiertesten. Im Kern geht es uns aber darum, überhaupt mit einem Anbieter ins persönliche Gespräch zu kommen. Nur Broker, die das tun, können hier unsere maximale Punktzahl bekommen. Anders als in den vorigen Jahren haben wir das Testdesign aber etwas modifiziert und uns auch selber aktiv mit Fragen bei den Anbietern gemeldet. Das ermöglicht einen etwas detaillierteren Vergleich der Anbieter. Allerdings können Häuser, auf die wir selber zugehen müssen, nicht die Höchstpunktzahl für die Kundenansprache bekommen – auch wenn das Kundengespräch und die direkte Betreuung top sind.

In unseren Gesprächen mit den Vertriebsmitarbeitern, in E-Mails sowie zahlreichen Chats ließen wir uns dann regelmäßig über die Angebote konkret aufklären. Dabei haben wir überprüft, ob unsere Fragen zeitnah und kompetent beantwortet werden, ob dabei unsere Interessen berücksichtigt wurden, ob wir auf Risiken hingewiesen wurden. Darüber hinaus ist uns wichtig, ob der Kundensupport in deutscher Sprache verfügbar ist.

Die FUCHS-Bewertungskategorien

Mit der Eröffnung eines Demokontos gehen wir vor wie jeder potenzielle Kunde. Bevor wir dem Anbieter reales Kapital anvertrauen, soll er uns von der Qualität seiner Dienstleistungen überzeugen. Um die Angebote zu vergleichen, haben wir Bewertungskategorien geschaffen, innerhalb derer wir die Leistungen anhand klarer Kriterien überprüfen.

In dieser Kategorie haben wir sechs Aspekte überprüft, wobei wir „Zugang" und „Produktvielfalt" am höchsten gewichteten. Mit jeweils fünf Punkten Anteil folgen „Ordertypen" und „Bedienung". „Features" und „Innovationen" wurden mit je zwei Punkten am niedrigsten gewichtet.
Voraussetzung für eine gute Bewertung ist, dass Anbieter einen benutzerfreundlichen und übersichtlichen Zugang zum Handel sowie eine angemessen breit gestreute Auswahl an Märkten und Produkten anbieten. Da Trader meist eine eher überschaubare Anzahl von Favoriten handeln, ist uns die Abdeckung der relevanten Märkte wichtiger als die objektiv größte Anzahl von Einzelprodukten.
Hier haben wir mit jeweils fünfprozentiger Gewichtung Geschwindigkeit und Stabilität der Handelssoftware bewertet. Dass Geschwindigkeit und Stabilität einer Tradingplattform – egal ob als Software oder webbasiert – angesichts der Kurzfristigkeit vieler Transaktionen eine Grundvoraussetzung für die Abwicklung erfolgreicher Trades ist, versteht sich von selbst. Ein in einer Transaktion einfrierender Bildschirm ist wohl der Alptraum eines jeden Traders.
Die Aspekte Kapitalschutz und Kosten gehen mit vier- und sechsprozentiger Gewichtung in die Bewertung ein. Auch Mechanismen, die das Anlagekapital des Traders vor unkontrollierten Verlusten schützen und die dafür anfallenden Kosten, beeinflussen langfristig die Profitabilität. Was nützt der schönste Gewinntrade, wenn der Profit direkt als Gebühr in die Tasche des Brokers fließt?
Die Kategorie Service haben wir mit 30 % gewichtet. Damit zeigen wir, dass uns der Service wichtiger ist als jeweils die Quantität und Qualität der Angebotspalette. Die meisten Plattformen bieten ohnehin alle nötigen Handelsinstrumente an. Bewertet haben wir die Punkte „Erstkontakt" sowie „Ansprache und Demokonto" (jeweils zehn Prozent), während uns „Support/Sprache" und „Nachbetreuung" jeweils fünf Prozent wert waren.
Hier beurteilten wir Quantität und Qualität der in vielen Häusern populär gewordenen Seminare und Webinare (jeweils zehn Prozent). In diesen Veranstaltungen haben Trader die Möglichkeit, sich – in aller Regel kostenlos – ausbilden zu lassen. Die meisten der von uns getesteten Handelsplattformen bieten Seminare bzw. Webinare an. Ihr inhaltlicher Nutzen für angehende Trader ist unterschiedlich und hängt auch von deren individuellen Anforderungen ab. Wir bewerten fachlich hochwertige und wenig werbliche Angebote besser, als aggressive Werbung und Sales-Veranstaltungen.
Für die Bewertungskategorie Transparenz haben wir alle getesteten Broker offiziell angeschrieben und darüber informiert, dass wir sie in einem Mystery-Shopping überprüft haben. Verbunden mit dieser Information war die Bitte, uns einige wesentliche Fragen zur Handelsplattform, zur Sicherheit der Kundengelder und zum Personal der Handelsplattform zu beantworten.
Ziel dieser Befragung ist, einen Abgleich zwischen den akquise-fokussierten Marketing-Aussagen der Broker und der Realität dahinter zu erreichen. So ist es uns möglich, ein viel besseres Gefühl für die einzelnen Anbieter (z. B. Größe, Kundenstärke, Ausrichtung im Markt) zu bekommen.

Die Gewichtung der Kategorien

Alle von uns bewerteten Kategorien fließen in das Gesamtergebnis ein. Das Schwergewicht liegt insgesamt auf dem Kerngeschäft der Broker. Das quantitative und qualitative Angebot tragen zusammen 40 % zum Ergebnis bei. Weitere 30 % des Ergebnisses hängen von der Servicequalität des Brokers ab. So bestimmten Angebot, Technik und Beratung 70 % der Punktzahl.

Ergebnis: Ein Ranking und ein Rating

Alle von uns bewerteten Kategorien fließen in das Gesamtergebnis ein. Das Schwergewicht liegt insgesamt auf dem Kerngeschäft der Broker. Das quantitative und qualitative Angebot tragen zusammen 40 % zum Ergebnis bei. Weitere 30 % des Ergebnisses hängen von der Servicequalität des Brokers ab. So bestimmten Angebot, Technik und Beratung 70 % der Punktzahl.


Ratinggrafik Broker
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